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Himmelslicht

von Martin Amadeus Weber (Autor:in)
400 Seiten
Reihe: Seelengefährten, Band 3

Zusammenfassung

Band III Himmelslicht Peter gelingt es, sich aus dem Zeitgefängnis zu befreien und zurück zu kehren, die Gefährtinnen sind überglücklich. Nach einer intensiven Ausbildung sowohl geistiger als auch körperlicher Art ist die Familie gewappnet. Eine heftige Auseinandersetzung mit fremden, paraphysisch Begabten in Japan, können sie knapp für sich entscheiden. Weitere begabte Menschen finden den Weg zu ihnen und verstärken sie. Der Film „Der Berghof“, den Peter für seine Mädels schrieb wird im Allgäu gedreht und Peter muss wieder mal helfen. Wieder öffnet sich der Dimensionsspalt und die vier werden in eine Parallelwelt gezogen um dort einige Probleme zu lösen. Ein weiteres Mädchen schließt sich ihnen an und verstärkt die Töchterschar. Amadeus, das Wesen aus der Anderswelt, taucht immer häufiger auf, verleiht weitere Kräfte und vergibt Aufgaben. Michaela wird langsam sauer, sie will endlich Frieden und Ruhe. Nachdem die Webers den Angriff einer Trägerflotte auf ihre Insel abgewehrt haben, ist die Welt über die Stärke des Konzerns endgültig informiert. Wieder flammte das Himmelslicht und diesmal orten sie fremde Raumfahrer, die allerdings von ihren eigenen Leuten gejagt werden. Zum ersten Mal haben die Webers direkten Kontakt mit Außerirdischen, der fast freundschaftlich verläuft. die Fremden finden mit Amadeus Hilfe zurück in ihre Dimension, allerdings wird Terra dabei leider entdeckt. Peter hat sich offensichtlich mit einem aggressiven Erreger angsteckt, der alle inneren Organe zerstört. Verzweiflung erfasst die Familie, wie soll es weitergehen?

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis


Ende Juli 2004 Atlantis.

Michaela stand früh morgens auf der oberen Plattform der großen Villa auf Atlantis in ca. 600m Höhe. Die Nacht hatte sie allein und schlaflos verbracht. Seit acht Jahren hatte sie nicht mehr so lange allein geschlafen, es war grauenhaft gewesen. Zitternd war sie aufgestanden. Tina, eine ihrer Lebensgefährtinnen war wegen der Besprechung eines neuen Films in Deutschland. Sophia, ihre andere Lebensgefährtin hielt sich in Cambridge Massachusetts USA auf, wo sie ihr Abschlussexamen in Medizin vorantrieb. Matze, Peters Sohn, war mit Tamia und Indra, seinen beiden Lebensgefährtinnen, in München. Sie bereiteten sich ebenfalls auf ihren Abschluss in Medizin vor.
„Verdammte Scheisse, da hat man vier Ärzte in der Familie und keiner kann helfen. Jetzt bin ich noch nicht mal 54 und schon wieder Witwe, dachte sie zornig, verbittert und traurige Tränen rannen über ihre Wangen.
Vor einer Woche war sie in USA bei Edward und Suzan, dem amerikanischen Präsidentenpaar gewesen und hatte sie über den Stand der Dinge unterrichtet, aber auch die hatten sie nicht trösten können. Suzan hatte sie lange im Arm gehalten und beide hatten sie geweint. Sie leitete jetzt den Konzern, mit Andreas und Paolas Hilfe, so gut sie konnte, aber sie konnte Peter nicht ersetzen. Vorher war sie bei ihm an seinem Bett gewesen, aber alles war unverändert. Der Zettel mit ihrer Nachricht, in die sie so viel Hoffnung gesetzt hatte hing noch immer vor seinen Augen, aber alle Instrumente waren still und tot.
Lange schaute sie blicklos nach Osten zum Horizont wo die Sonne blutrot aufgehen und der Himmel im feurigen Flammen stehen würde. Das tat sie in Gedenken an ihren Piet fast jeden Morgen seit mehreren Monaten. Er hatte es geliebt und sie waren oft hier gestanden. Vorher, bevor sie hier heraufging, war sie im Bad vor dem Spiegel gestanden. Eine alt gewordene verhärmte Frau mit Ringen unter den Augen hatte sie angesehen. Sie schüttelte sich. Dann sah sie erstaunt auf das Farbspiel am östlichen Horizont. Statt rotem Sonnenaufgang färbte sich der Himmel immer intensiver in einem zuerst dunklen und dann immer hellen und greller werdenden Blau.
„Das Himmelslicht“, durchfuhr es sie. Was hatte Piet gesagt? Wenn du das Himmelslicht siehst dann schau hinein und wünsche dir ganz intensiv deinen wichtigsten, dringendsten Wunsch und alles wird gut. Denn wenn das Himmelslicht erscheint, dann betreten sehr oft mächtige Wesen, vielleicht Götter, unseren Planeten, die dir deinen Wunsch erfüllen können, wenn sie dich wahrnehmen. Das Himmelslicht ist ein Riss in unserem Universum, in unserer Dimension. Er kann eine Verbindung zwischen den Welten schaffen, Gefühle und Mächte übertragen.
Mit Tränen in den Augen starrte sie in das grelle Licht. „Bitte, bitte, wenn denn ein Gott, oder ein anderes mächtiges Wesen existiert, gib mir meinen Piet wieder, bitte, bitte.“ flehte sie tränenüberströmt, ballte ihre Fäuste und grub ihre Fingernägel in die Handballen, dass das Blut nur so tropfte und es richtig schmerzte. Nach zwei Minuten hielt sie es fast nicht mehr aus und wollte weinend ihre Augen schließen. In ihrem Kopf dröhnte es und dann plötzlich spürte sie, wie sich eine Lücke in ihr ganz langsam schloss. Die Kopfschmerzen, die sie seit Peters Abwesenheit gequält hatten, das Dröhnen wurde schwächer und verschwand dann völlig. Eine tiefe Stille, Ruhe überkam sie. Im Osten stieg plötzlich die Sonne als orangeroter, glühender Feuerball auf und verdrängte das grelle Blau des Himmels.
Dann ging plötzlich gellend der Alarm los. Die Klingel machte einen Höllenlärm. Wie gelähmt stand sie da. Dann löste sich ihre Starre und sie rannte so schnell sie konnte nach unten, an teleportieren dachte sie in ihrer Aufregung in diesem Moment nicht. Mit klopfendem Herzen stand sie im Krankenzimmer. Der Herzmonitor war zum Leben erwacht, der Herzrhythmus wurde klar, stark und in steilen Zacken angezeigt, Peters Herz schlug wieder kräftig und regelmäßig. Der angeschlossene Gehirnstrommesser zeigte ebenfalls klare Impulse und sein Brustkorb hob und senkte sich langsam in stetem Rhythmus. Mit einem jubilierenden Freudenschrei warf sie sich auf ihn, drückte sich aber gleich wieder erschrocken hoch um ihn nicht zu verletzen. Ihr emotionaler Jubelschrei auf ihrem privaten Kanal war so stark, dass er sehr weit, ja offensichtlich weltweit, wahrnehmbar war. Nach kurzer Zeit hörte sie zwei Geräusche hinter sich, Tini und Sophia standen bei ihr. Sophia drückte sie schnell auf die Seite, musterte die Messdaten und lächelte dann glücklich strahlend. „Er ist wieder da und schläft jetzt. Lass ihn schlafen, er hat sich bei der Rückkehr anscheinend sehr angestrengt.“ Sie überprüfte seinen Infusionsanschluss und hängte eine neue Flasche mit Nährmitteln, Kochsalz und Mineralien an den Ständer, an dem immer noch ihre Nachricht hing. Dann nahm sie die hemmungslos weinende Michaela in den Arm, zog die fassungslose Tini dazu und sie standen minutenlang, mit feuchten Augen eng beieinander und schluchzten vor Freude um die Wette.
Nach einer ganzen Weile begann Sophia zu lachen. „Wir sind vielleicht Weiber, stehen hier rum und plärren, anstatt das wir uns freuen. Mensch Mädels, Piet ist wieder da, freut euch und hört auf zu jammern.“
„Es wird höchste Zeit, dass sich jemand um mich kümmert. Ich habe Hunger.“ meldete sich eine leise Stimme hinter ihnen. Mit einem Ruck drehten sie sich zu dem schwach lächelnden Peter um. „Piet“ jubelnd stürzten sie zu ihm und küssten ihn ganz vorsichtig. „Hallo ihr drei, es ist schön wieder bei euch zu sein. Ich will in mein schönes, großes Bett zusammen mit euch und ich habe Hunger auf Würstchen mit Brot und Senf, mindestens drei Paar.“ Sophia lachte schallend. „Ja, das ist unser Piet. Fressen, Bett und Frauen, die Reihenfolge ist austauschbar. Michi und Tini, ihr bringt Piet ins Bett, ich hol was zu essen. Michi scann ihn bitte gründlich durch und überprüfe ob alles in Ordnung ist.“ Zufrieden ließ er sich nach kurzer Zeit in sein Bett sinken und fiel dann über die Würstchen her, die Sophia ihm brachte. Anschließend nahm er Michaela in den Arm, rülpste zart und schlief eng an sie geschmiegt ein. Tini und Sophia lächelten und sahen mit Erleichterung Michaelas strahlenden Augen als sie ihren Peter an sich drückte und Freudentränen ihre Wangen herabkullerten. „Können wir euch alleine lassen?“ fragte Tini und Sophia sah sie ebenfalls fragend an. „Wir kommen so schnell wie möglich wieder.“ Michaela nickte. „Geht nur, jetzt ist alles gut, ich spüre es, die Gefahr ist vorbei. Ich werde jetzt ihn und auch mich aufpäppeln. Aber ihr geht nicht ohne Abschied, wehe euch.“ Beide kuscheln eine Weile, dann sagt Tini seufzend, „Ich würde viel lieber dableiben. Pass bitte gut auf ihn auf, ich komme so schnell ich kann und für Sophia gilt das gleiche. Jetzt verwöhne ihn schön, aber überanstrengt ihn nicht. Am besten holst du noch Energie, wir warten solange.“ Gehorsam versenkt sich Michi zur universellen Energiequelle und saugt sich so voll wie es ging. Strotzend vor Energie taucht sie wieder auf und pumpt erst mal eine Portion in Peter, der sie begierig aufnahm. „So, jetzt könnt ihr gehen, uns geht’s jetzt gut.“ Noch einige lange Küsse, dann verschwanden die beiden. Peter schlief bereits wieder. Innig umarmte sie ihn und schloss glücklich die Augen. Da sie die Nacht nicht geschlafen hatte, war sie nach kurzer Zeit ebenfalls eingeschlafen und träumte zum ersten Mal seit vielen Wochen. Zum ersten Mal keinen Albtraum. So fanden sie Tamia und Indra, die nach dem Rechten sehen wollten, nachdem sich niemand gemeldet hatte. „Mensch Piet ist wieder da“, flüsterte Tamia mit Tränen in den Augen. „Bin ich denn so hässlich, dass alle Frauen plärren, wenn sie mich sehen?“, flüstert Peter grinsend. Beide zogen ihre Kleidung aus und schlüpften zu ihm unter die Decke. „So ist es viel besser brummt er, als sich beide an ihn und Michi schmiegen. Erfreut nahm die erwachenden Michaela die beiden Mädchen ebenfalls in den Arm. „So muss es sein“, brummt Peter wieder. Was hat Sophia gesagt ist mir wichtig? Fressen, das habe ich, Bett, da bin ich auch, also sind jetzt die Frauen dran und das sieht doch schon sehr gut aus. Zwei junge knackige Schönheiten und eine Geliebte, was will man mehr?“ „Aber Piet“ Michaela küsst ihn tadelnd, die Mädchen kichern lauthals und küssen ihn dann ebenfalls. „Wenn das deiner Gesundung dient, dann sind wir bereit“, sagte Indra mit großem Ernst und schmiegt ihren nur spärlich bekleideten Körper an ihn. Peter erschrak. „Das ist sehr lieb von dir, Indra und du bist auch ein tolles Mädchen, aber wie du siehst, bin ich gut versorgt. Ich liebe euch und genieße auch eure Nähe, aber meine Michi ist meine beste Ärztin.“ Er nahm Indra in den Arm und gab ihr einen zärtlichen Kuss. Alle drei kuscheln sich an ihn und erzählen jetzt die aktuellsten Neuigkeiten aus München.
Die Prüfungsvorbereitungen liefen gut, Matze hatte die besten Noten, in 6 Wochen, also Anfang August begannen die letzten Examensteile, das meiste hatten sie schon, dann waren sie alle Dr. med. „Super meinte er, ich drückt euch die Daumen.“ Verlegen drehte er sich etwas zu Michaela und die begann zu grinsen. „Na Piet, alter Schwerenöter, hast du Probleme mit deinen Schönheiten?“ Als die beiden aufstanden, sich in ihre schönen hautengen Jeans sowie die weit ausgeschnittenen Shirts hüllten und sich in ihrer ganzen Schönheit seinen Blicken präsentieren, wurden seine Probleme noch größer. „Ihr verzeiht, wenn ich nicht aufstehen um euch zu verabschieden, aber ich bin noch etwas schwach.“ Beide lächelten, brückten sich zu ihm herunter und küssten ihn fest auf den Mund, dabei gewährten beide großzügige Einblicke in ihren Ausschnitt, Peter war kein Kostverächter und so wurden seine Probleme nicht besser. Als die Mädels weg waren, wälzte sich Michaela vor Lachen kreischend auf der Decke. Japsend nahm sie ihn in den Arm. „So, jetzt werde ich mich mal um dein Problem kümmern“ sagte sie und ergriff seine Erektion. Als Peter sie mit der Hand streichelte, bemerkte er, dass sie schon mehr als bereit war. „Ich habe seit drei Monaten keinen Mann mehr gehabt, es wird höchste Zeit“, murmelte sie an seinem Ohr. Peter verschwand nach unten und umkreiste mit seiner Zunge ihr Lustzentrum bis sie sich auf ihn setzte und ihn vollständig in sich aufnahm. Sie kamen fast gleichzeitig. Blaue und goldene Strahlen zuckten durch den Raum und Michaela lag keuchend von ihrer goldenen Aura umgeben auf ihm. Sanft knetete er ihren Hintern was ihr ein seliges Schnurren entlockte. „Meine geliebte Michi“ flüstert er schläfrig, dann schlummert er ein. Zufrieden machte sie es sich auf ihm bequem. „Hier bleibe ich jetzt liegen“ dachte sie und war in der nächsten Sekunde ebenfalls eingeschlafen.
Zwei Stunden später erwachte Peter und stellte fest, dass seine Zudecke aus seiner Michi bestand, die friedlich auf ihm lag und leise schnarchte. Langsam und behutsam drehte er sich und sie lag nun neben ihm. Mit dem immer bereitliegenden Tuch reinigte er sie beide, dann stand er vorsichtig auf, reckte sich und ging ins Bad. Michaela wachte auf, spürte aber sofort seine Anwesenheit und blieb beruhigt liegen. Nach einer Weile, folgte sie ihm in die Badewanne, in der er sich entspannte und sie schon erwartete. Wieder nahm er sie in den Arm und sie fühlte, wie heilende Energie sie durchströmte. Zelle für Zelle scannte er sie durch. Er hatte neue, machtvolle Fähigkeiten, die er nun einsetzte und ihren Körper regenerierte. Nach einer Stunde, die sie fast bewusstlos in seinen Armen gelegen hatte, kam sie zu sich. Sie fühlte sich super und nudelte ihn dankbar durch. dann erhoben sie sich und standen vor dem großen Spiegel. Erstaunt riss sie ihre Augen auf, aus dem Spiegel schaute sie eine strahlende, deutlich verjüngte Frau mit einer atemberaubenden Figur an. Spontan fuhr sie herum und küsste ihn stürmisch. „Danke, ich fühle mich wieder richtig gut. Du hast weitere Fähigkeiten entwickelt, dass hattest du früher nicht so drauf.“ Er nickte. „Lass uns zu Mama gehen. Sicher hat sie einen Kuchen da, denn Sophia hat ihr bestimmt verraten, dass ich wieder wach bin.“

Mama freut sich über die Heimkehr

Minuten später fuhren sie im Aufzug nach unten. Mama wartete schon und fiel über ihn her. Nach etlichen feuchten Küssen flüchtete er lachend zu Michaela. „Mama, Ich hätte gerne einen Kaffee und ein Stück Kuchen, wenn du welchen hast und Michi natürlich auch. Sie hat etwas abgenommen und wir müssen sie aufpäppeln.“ Mama mustert ihn prüfend. „Bei den Sorgen, die sie sich um dich gemacht hat, wundert mich das gar nicht“, grollte sie missbilligend. „Ich schaue, ob ich was finde.“ Grummelnd verschwand sie in der Küche. Peter lächelte und ging mit Michaela in den Wohnbereich. Momentan war niemand da, was ihnen eigentlich recht war. Kaum saßen sie, kam Mama mit einem ganzen Obstkuchen, einer Schüssel Sahne, sowie Kaffeekanne und Tassen. „Man, geht’s uns gut, vielen Dank.“ „Iss nicht so schnell, dein Magen ist sicher noch empfindlich.“ Sprachs und verschwand. „Unsere Mama. Sie hat sich anscheinend auch Sorgen gemacht.“ „Ja“, meinte Michaela. „Und dass nicht zu knapp. Jeden Tag ist sie herumgeschlichen und wollte wissen, wie es dir geht. Du hast keine Ahnung, wie wichtig du deiner Umgebung bist. Alle haben mit mir gelitten.“ Fast beschämt senkte er die Augen. „Aber ich konnte nichts dafür, es war gegen meinen Willen.“ Michaela nahm ihn in den Arm. „Mach dir keinen Kopf, Hauptsache du bist wieder da.“ Genüsslich verspeisten sie jeder zwei Stück Kuchen mit viel Sahne. Dann lehnten sie sich zurück und Michaela kuschelte sich an ihn. „Das habe ich so vermisst, einfach nur bei dir sein und nichts denken müssen, einfach die Seele baumeln lassen, einfach Frau sein.“
Zwei Stunden später, sie waren wieder eingenickt, kamen Sonja, Carola, Chris und Harry. Sie hatten auch Alex und Carina dabei, die sich sofort jubelnd auf Peter warfen und sich in seine Arme schmiegten, denn sie liebten ihren Opa Piet. Auch Sonja und Carola freuten sich erleichtert und küssten Peter auf die Wangen, von Harry und Chris wurde er mit Handschlag begrüßt. „Sind wir froh, dass du wieder da bist. Es war schlimm hier im Haus“, meinte Harry. „Holt euch von Mama Tassen und Kaffee. Kuchen ist noch da, wenn ihr euch beeilt, eure kleinen Lieblinge haben ihn schon entdeckt“, meinte Peter lachend und knuddelte Carina, die zum Kuchen wollte. „Jetzt warte mal mein Schatz, bis alle da sind, dann bekommt jeder ein Stück.“ Carina sah ihn an, nickte und kuschelte sich wieder an ihn. Opa Piet war außer ihrer Mama die einzige Autorität, die sie akzeptierte. Michaela lächelten still und glücklich in sich hinein, nahm Peters Hand und drückte sie.
Am Abend saßen sie wieder oben im Wohnzimmer und warteten auf ihre Gefährtinnen. „Wie oft bin ich in den letzten Wochen allein hier gesessen und habe gewartet“, seufzte Michaela und wischte sich die Tränen der Erinnerung ab. „Jetzt mit dir ist es richtig schön, auch wenn sie vielleicht nicht kommen können. Ich bin nicht allein. Wenn es einen Gott gibt, dann danke ich ihm für mein Glück, dass ich jetzt erleben darf.“ Eng schmiegt sie sich in seine Arme und beide schliefen wieder zufrieden ein. Zarte Küsse wecken sie. Tini und Sophia waren beide da und umarmten jetzt Peter, den Michaela freiwillig hergab. Eng und zärtlich schmiegten sich beide an ihn und küssten ihn abwechselnd. Peter ließ es gerne über sich ergehen, Er liebte sie genauso, wie sein Michaela. „Genug jetzt“, bat er dann, ich bin doch noch sehr müde. Ich möchte mit euch ins Bett kriechen und nur schmusen. Zu mehr bin ich noch nicht fähig, dass müsst ihr euch eventuell gegenseitig besorgen“, grinste er anzüglich. Sophia schaute ihm aufmerksam in die Augen und sank dann mit einem verstehenden Lächeln auf ihn herab. „Du bist tatsächlich noch ziemlich fertig. Gehen wir kuscheln und du erzählst uns, was du erlebt hast.“ Auch Tini freute sich. „Au ja machen wir einen gemütlichen Bettabend, ganz ohne Anstrengung, nur schmusen und reden. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht, das finde ich toll.“ „Aber zuerst ein ausführliches Bad, ich will endlich wieder schöne Frauen sehen“, meinte Peter grinsend. Sophia, Tini und Michaela lachten und freuten sich insgeheim, denn Peter schien es immer besser zu gehen. Eine halbe Stunde später saß er in der Wanne und bestaunten seinen Schönheiten, die ungeniert vor dem großen Spiegel standen. „Mensch Michi, du siehst ja super aus, das ist mir schon vorher aufgefallen, wir könnten Schwestern sein“, lobte Sophia und sah sie nochmal bewundernd an. Du siehst aus wie höchstens 35, super. War das Piet?“ Michaela nickte. Er hat bei dem Vorfall einen Entwicklungsschub gehabt, er hat jetzt einiges mehr drauf, das soll er euch selber erklären.“ „Du siehst aber auch toll aus, schade dass ich kein Mann bin, ich hätte bei deinem Anblick eine Dauererektion wie Peter, als die Mädels da waren“, kicherte Michaela. „Ts Ts“ machte Sophia und sah Peter an. „Hast du jetzt auch einen Steifen?“ wollte sie wissen. „Und wie“ kichert Tini, die inzwischen bei ihm in der Wanne saß und es hautnah überprüfte. Sophia stieg zu ihm in die Wanne, setzte sich auf seinen Schoss und streckte ihm ihre Nippel ins Gesicht, so dass er nur noch daran lutschen konnte. „Ist gut jetzt Sophia, wir wollten doch keine unnötigen Anstrengungen“, sagte Michaela streng. Sophia legte ihre Backe an seine. „Entschuldige“, bat sie. „Ich bin jetzt ganz brav.“ Peter lachte, umarmte sie ganz fest und küsste sie auf die Stirn. „Ich liebe euch alle drei mehr als alles in der Welt, ich weiß gar nicht, bei welcher ich anfangen soll, am liebsten mit allen dreien gleichzeitig, aber das geht ja nicht. Küssen meine ich natürlich, ihr Ferkel“, reagiert er auf das schmierige Grinsen seiner Ladys und erntet schallende Gelächter
Einige Zeit später lagen sie alle vier unter der warmen Decke eng aneinander gekuschelt. Sophia lag wie gewohnt auf ihm, mit ihren knapp 50 Kg spürte er sie kaum. „Jetzt erzählt mal, was ist eigentlich genau passiert“ fragte Tini, eng an ihn geschmiegt.
„Nun eigentlich ist es von meiner Seite nicht viel. Mir war schwindelig und speiübel. Ich schleppte mich raus, ihr wart ja alle beschäftigt, und entmaterialisierte mich ins Meditationszimmer. Dort legte mich hin und dann verspulte es mich regelrecht. Ich spürte wie es mich verbog und verzog. Die Umwelt raste in einer so irrsinnigen Geschwindigkeit um mich herum, dass ich alles nur noch verschwommen wahrnahm. Dann bildete sich ein rotierendes Gebilde, ähnlich einem Trichter und ich stürzte in das Loch, dass mich mit aller Gewalt anzog. In mir knackte und knarrte es, irgendetwas sortierte sich neu. Mir wurde schwarz vor den Augen. Als ich wieder zu mir kam dröhnten gewaltige Klänge um mich, die Welt bestand jetzt aus einer grellen Farbmischung, die sich rasend schnell veränderte. Mir wurde bei dem Anblick schwindelig, ich versuchte die Augen zu schließen, aber ich hatte anscheinend gar keine. Verzweifelt begann ich dagegen anzukämpfen, es wurde etwas besser und langsamer. Nach Stunden, ich hatte jedes Zeitgefühl verloren, erschien plötzlich eure Nachricht. Die gab mir den entscheidenden Hinweis. Ich stemmte mich mit aller Kraft gegen den Wirbel und ganz langsam und allmählich wurde es besser. Dann konnte ich mich an der universellen Energiequelle aufladen und nun reichte die Kraft, ich sprengte den Wirbelkokon. Eine völlig grellblaue aber vertraute Welt nahm mich auf. Blaue Energiebündel blitzten um mich und bremste mich immer mehr ab. Ich fiel und fiel, bis ich schließlich hier auf der Liege landete. Ich wurde förmlich hierhergezogen. Als dann Michi so laut schrie, wusste ich, dass ich es geschafft hatte, ich war zuhause. Den Rest kennt ihr.“ Von der Erinnerung geschwächt schloss Peter die Augen und versuchte zu regenerieren. Mehrere weiche Lippen drückten sich auf Backen und Mund. Er rührte sich nicht und genoss die Zuwendung, die er so vermisst hatte und nun reichlich bekam.
„Ich habe an diesem Morgen das Himmelslicht gesehen und um deine Rückkehr gebetet. Wer auch immer das Weltgeschehen lenkt, hat mich erhört und dich zu mir zurückgeschickt.“ Betroffen schwiegen alle. Peter nahm Michis Hand und drückte sie dankbar. Der Rest des Abends verging mit schmusen und relaxen.
Am nächsten Morgen stand er lange vor Sonnenaufgang auf der oberen Plattform und bewunderte den unglaublich hellen Sternenhimmel. Fast wäre das alles weg gewesen. Der Gedanke an den Verlust seine Gefährtinnen entsetzte ihn zutiefst. „Wir müssen wieder ins Kloster, unsere Persönlichkeiten müssen weiter gefestigt werden, wir sind viel zu labil. Ich werde auch eine feste Meditations-und-Trainingszeit für uns alle vier einrichten. Es muss sein, sonst erwischt es über kurz oder lang einen von uns und damit im Prinzip alle, das ist viel zu gefährlich. Sinnend lag er inzwischen auf der Liege und hatte eine Decke um sich geschlungen denn es war empfindlich frisch hier auf der Plattform. Wieder schweiften seine Gedanken ab und in seiner Erinnerung zogen die Geschehnisse der letzten Tage an ihm vorbei. Er war wohl Opfer eines Gefälles zwischen den einzelnen Dimensionen geworden und in eine Dimension gezogen worden, in der die Zeit um einen Faktor 1:520000 langsamer verlief. Ansonsten hatte es dort nicht wesentlich anders ausgesehen als hier. Nur hatte es anscheinend keine Lebewesen gegeben, zu mindestens hatte er keine bemerkt. Dann wurde er wieder weggezogen und er war in diesen Dimensionswirbel gestürzt. Im letzten Moment war der Zettel mit der Nachricht aufgetaucht und er hatte erkannt, was geschehen war. Er hatte sich mit der fremden Energie dieses Wirbels vollgesaugt, als wenn es die kosmische Energiequelle wäre und hatte dann versucht, die Rotation zu verlangsamen. Anscheinend war es gelungen, denn er war wieder durch den Trichter aus farbigen Energiewellen gestürzt und in dieser grellblaue Zwischenwelt gelandet, aus der ihn Michis starke Gedankenstrahlen vollends herausgezogen hatten. In Atlantis wurde er dann ausgestoßen, warum, wusste er nicht, aber er vermutete, dass die Seelenverwandtschaft zu Michaela es bewirkt hatte. Sie hatte ihn mit aller Gewalt zu sich gezogen. Noch benommen von seinen Überlegungen registrierte er, dass Tini unter seine Decke geschlüpft war und er nahm sie freudig in Empfang. Wortlos und glücklich lagen sie still bei einander. „Tini, wir müssen dringend trainieren und üben. Wir sind alle viel zu labil und ungefestigt. Ihr müsst eure verschiedenen Aktivitäten im nächsten halben Jahr aufgeben, wir gehen mindestens 4 Monate ins Kloster und in eine weitere Einrichtung in der östlichen Mongolei. Dort werden wir verschiedene Kampf -und-Verteidigungsarten lernen. Es gibt keine Ausreden, ihr müsst teilnehmen, ich bestehe darauf.“ Tini sah ihn entsetzt an. „Das geht nicht, ich habe in einem Monat Drehbeginn zu meinem neuen Film.“ Peter zuckt mit den Achseln. „Ich warte nur noch, bis unsere Mediziner fertig sind, dann geht’s los. Deinen Film musst du verschieben, oder absagen, die Familie geht jetzt vor, tut mir leid.“ Tini wurde richtig zornig. „Dann bleibe ich eben hier. Ich lasse mich nicht dauernd bestimmen.“ Peter senkt traurig den Kopf. „Dann ist es so, dann trennen sich hier unsere Wege. Ich kann das Leben und die Sicherheit von Michi und mir nicht weiter gefährden. Sophia muss selber entscheiden, wo sie steht. Schade.“ Peter entmaterialisiert ohne Tini mit zu nehmen zu Michaela, die mental zugehört hatte und ihn in ihre Arme riss. „Das kannst du nicht machen, dass dulde ich nicht.“ fauchte sie ihn an. „Leider muss es sein, sieh selbst.“ Er öffnet seinen Geist und sie erkannte entsetzt die drohende Gefahr. Wir sind nicht mehr allein. Eine weitere Gruppe mental begabter Menschen hat sich gebildet, sie wollen Macht in jeder Form an sich reißen und versuchen bereits, in Asien Konzerneinrichtungen zu übernehmen. Sie sind skrupellos und äußerst brutal in ihren Methoden. Ihr Hauptwirkungsfeld ist momentan Japan und Indonesien.“ Michaela war aufs Tiefste entsetzt. „Das wusste ich nicht, das ist ja furchtbar.“
Mitten in ihre Diskussion platzte die total aufgelöste, hektisch weinende Tini. Sie konnte kaum atmen so verkrampft und hysterisch war sie. „Bitte nicht fortjagen“, schrie sie panisch, „Ich will bei euch bleiben.“ Sie zitterte am ganzen Körper. Peter nahm sie in der Arm. „Hast du mitgehört? Hast du die Gefahr erkannt, die auf uns zu kommt?“ Tini hatte sich zitternd in seine Halsbeuge vergraben und nickte nur bei jeder Frage. „Das habe ich doch nicht gewusst.“ schluchzte sie. „Natürlich sage ich den Film ab, oder ich verschiebe ihn, wenn das geht. Entschuldigt, Michi und Piet, ich war einfach doof.“ Sie fiel Michaela um den Hals und presste sich an sie. Peter legte seine Hand auf ihren Rücken. „Ich gebe zu, mein Handeln vorher war hart, aber ich wollte dir klar machen, dass es bitterernst ist. Niemals würden wir dich fortjagen, niemals, du bist doch unsere Gefährtin und wir lieben dich, egal was du tust.“ Jubelnd fiel sie beiden abwechselnd um den Hals und küsste sie. „Diese Schocktherapie war leider notwendig, die schönen ruhigen Zeiten scheinen vorbei zu sein.“ Peter knuddelte Tini zärtlich und küsste sie liebevoll. „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten. Nicht nur wir vier, sondern auch Matze mit den Mädels, unsere vier Securitys, Tina mit Reiner und Andrea mit Paola. Alle müssen mitmachen, sonst sind wir angreifbar. Wir sind insgesamt 15 paraphysisch begabte Menschen. Ausgebildet sind wir eine große Macht und können uns wehren.“ Tini und Michaela sahen ihn mit großen Augen an, dann nickten sie, denn langsam begannen sie sie Situation zu verstehen. Nicht Peter war der Böse, sondern ein Angreifer manifestierte sich und Peter versuchte nur, sie zu schützen.
Sophia war inzwischen auch gekommen und hatte sich bestürzt über die neue Situation informiert, von der sie nichts geahnt hatte. Am Nachmittag trafen sich die Familie, und die vier Securitys zu einer ersten Besprechung. Harry war entsetzt über die neue Situation. „Klar müssen wir reagieren. Wenn wir nichts tun werden wir über kurz oder lang überrannt. Die Idee mit der Schulung finde ich notwendig und gut, aber wir müssen unsere Kinder mitnehmen, sie sind sonst Angriffsziel.“ „Du hast natürlich Recht,“ meinte Peter“, das habe ich nicht bedacht, aber auch das ist machbar, da bin ich sicher. Jetzt müssen wir alle herholen, die es betrifft.“

Zwei Tage Später, große Konferenz

Alle Betroffenen waren anwesend und nach einer ausführlichen Information mit den Maßnahmen, die Peter vorschlug, einverstanden. „Es hilft ja alles nichts, wenn wir uns nicht vorbereiten und wappnen, werden wir überrannt. Was du geschildert hast macht mir Angst. Verbrecherorganisationen wie Yakuza oder asiatische Mafia unterstützt von paraphysisch Begabten ist eine furchtbare Mischung. Du hast Recht, wir müssen etwas tun, ob wir wollen oder nicht.“ Andrea schloss seine Rede und setzte sich. Nach langem Schweigen räusperte sich Michaela. „Na gut, wie machen wir weiter, wer übernimmt die Planung?“ Da sie dabei Peter ansah, schüttelte der den Kopf. „Das muss jemand anderes machen, ich brauche freie Bahn und außerdem will ich nicht immer vorne stehen, dazu bin ich auch noch nicht fit genug.“ Betroffenes Schweigen folgte auf diese Erwiderung, alle hatten natürlich, wie immer, mit Peters Führung gerechnet. Die Blicke richteten sich nun auf die, wieder jung und energiegeladene Michaela, die langsam nickte. „Ich sehe schon, der Kelch geht nicht an mir vorbei, also gut, ich übernehme, aber nur wenn du hilfst Piet, allein packe ich das nicht.“ Peter nickte und allgemeine Erleichterung herrschte, Michaela war nach Peter die nächste Autoritätsperson in der Runde.
Harry übernahm wieder. „Ich denke, als erstes müssen wir uns ein sicheres Quartier für unser anderes Personal schaffen. Damit meine ich Mama, Fernanda und die vielen anderen Helfer und Helferinnen. Ich würde Stuttgart vorschlagen, es liegt etwas weg vom Schuss und ist leicht zu verteidigen. Dort bringen wir erst mal alle in Sicherheit. Die anderen Häuser und die Zentrale besetzen wir mit Konzerntruppen zur Bewachung. Ich denke, dann können wir uns beruhigt unserer Ausbildung widmen, ich bin schon sehr gespannt.“ Michaela lächelte erleichtert. „Vielen Dank Harry, du hast mir gerade schon einen großen Teil der Arbeit abgenommen. Ich wollte dich sowieso bitten, genau das zu tun, was du gerade gemacht hast. Du bist in solchen Sachen mit Abstand der Beste, viel besser als ich. Bitte hilf mir auch weiter so gut.“ Harry nickte geschmeichelt, denn er erkannte, dass Michaela das vollkommen ernst meinte. „Gut, Sonja und ich übernehmen die Gruppenorganisation. Das Mentale musst du machen, da bist du besser. Wir werden allerdings 16 Erwachsene sein, denn Bea muss wegen der Kinder mit. Außerdem scheint sie auch begabt zu sein, denn sie unterhält sich mental mit den Kindern, die offensichtlich eine Restbegabung bewahrt haben. Ich werde sie fragen ob sie mitkommt.“ Peter horcht auf und nickte dann zustimmend. Langsam lehnte er sich zurück und ließ seinen Blick schweifen. Die Wohnlandschaft mit den vielen, in unterschiedlichen schönen Farben gepolsterten Polstermöbel. Die Sofas und die dazu passenden Sessel waren fast alle besetzt. Sein Blick schweifte weiter und blieb auf dem großen blauen Bild haften, dass einen Sonnenaufgang darstellte und dabei seiner blauen Zwischenwelt so glich und ihm deshalb gefiel. Weitere Bilder zeigten Insellandschaften aus der Umgebung. Die helle Holzdecke und der in honigfarbenem Braun leuchtende Boden gaben dem Raum trotz seiner Größe eine Gemütlichkeit, die der wuchtige Kamin im Zentrum des Raumes unterstützte. Träge wanderte sein Blick über die Anwesenden und er stellte wieder mal fest, dass es keine einzige hässliche Frau im Raum gab. Selbst Mama, die gerade wieder kontrollierend durch die Gefilde pirschte, hatte eine altersgemäße Attraktivität. Langsam versanken seine Gedanken in der Erinnerung. Die Allarmmeldungen aus Asien, aus denen sich das Bild einer gewalttätigen, kriminellen Organisation herausschälte. Die Meldungen über unerklärliche Vorgänge, die nur den Schluss auf paranormale Fähigkeiten zu ließ. Ich muss unbedingt nach Japan und die Bande aufspüren. Wenn wir zu lange warten werden sie zu mächtig. Wir müssen herausfinden wie stark ihre parapsychischen Kräfte sind. Hoffentlich sind sie nicht zu stark. Michaelas Stupsen holte ihn aus seinen Überlegungen. Irritiert schaute er in die Runde. „Ich war gerade in Gedanken. Ich habe mir überlegt, wie man vorgehen könnte, aber ich will nicht vorgreifen, habt ihr schon Ideen?“ Sein Blick wanderte über die Anwesenden. Erstaunt nahm er die vertrauten Gesichter wahr und wurde sich bewusst, dass er sie eigentlich gar nicht richtig kannte. Sonja, wer war sie? OK sie war Harrys Frau und die Mutter seiner Carina, die gerade auf seinem Schoss saß. Aber weiter, wer war sie? Konnte er ihr Vertrauen? Oder Andrea, er war sein oberster Geschäftsführer, er vertraute ihm, aber warum? Welche Vergangenheit hatte er? Wer war Paola? Die einzigen die er wirklich kannte waren seine drei Gefährtinnen und Matze. Schon bei Matzes Mädels wurde er unsicher. Kannte er sie wirklich? In Bruchteilen von Sekunden zuckten diese Überlegungen durch seinen Kopf. Wir müssen alle ins Kloster. Nur dort können wir uns kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Ohne Vertrauen sind wir verloren. Seine drei sahen ihn aufmerksam und ernst an. Er hatte den privaten Kanal geöffnet und sie nahmen an seinen Überlegungen teil. Die anderen im Raum merkten wohl, dass die Webers miteinander kommunizierten, konnten aber nicht mithören. „Ihr habt bemerkt, dass wir uns ausgetauscht haben, auch das gehört zu unserer benötigten Ausbildung, dass alle sich in einen Gruppenkanal einklinken können. Wenn ihr einverstanden seid, mache ich einen Termin im Kloster aus, zu dem wir anfangen können. Seid euch bewusst, dass ihr auf jeglichen Komfort verzichten müsst. Ein Leben wie vor zweihundert Jahren, kein Fleisch, keine Süßigkeiten, keine Heizung und kein Alkohol. Ich warte jetzt noch eine kleine Weile und melde dann diejenigen, die mitkommen an. Wir brauchen nur etwas Unterwäsche und eine Zahnbürste mit Zahnpasta. Alles andere gibt’s vor Ort. Mist, jetzt habe ich schon wieder alles an mich gezogen, aber das mit dem Kloster musste ich machen, da ich dort bekannt bin. Mein Meister weiß schon darüber Bescheid, was wir anstreben. Mein steuern hat dann endgültig ein Ende, Michi regelt den Rest.“ Mit einem Plopp verschwand er nach oben auf seine geliebte Plattform

Eine Stunde später

Alle wollten mitmachen. Peter war sehr zufrieden, das hatte er erwartet. Michaela, die sofort bei seinem Erscheinen, seine Hand ergriffen hatte, strahlte und übernahm den Vorsitz. „Jetzt wird es ganz offiziell,“ meinte sie ernst, „Ich beauftrage dich, mein lieber Piet, mit der Planung unseres Klosteraufenthaltes, so wie du es ja schon erklärt hast.“ Michi ist raffiniert wie immer. Aber eigentlich habe ich so etwas erwartet. Na gut, einen Versuch war es wert. Also führe ich wie immer die Bande an, sie vertrauen mit einfach blind und das ist schön, dachte er und sah lächelnd in die Runde-

Fünf Monate später, Ende Februar 2005

Peter saß hoch oben über dem Kloster auf einer kleinen Felsplattform und wartete auf den Sonnenaufgang. Die gewaltigen, im oberen Bereich mit Eis und Schnee bedeckten Bergriesen ließen ihn sich klein und unscheinbar fühlen. Es war bitter kalt, weit unter minus 20 Grad, aber dank seiner mentalen Fähigkeiten fror er nicht, obwohl er in den Filzpantoffeln nicht mal Strümpfe anhatte. Langsam ließ er seinen Blick schweifen. Hoch oben, nur als winzige Punkte erkennbar, zogen gewaltige Greifvögel ihre Kreise. Einmal hatte er miterlebt, wie einer dieser gewaltigen Vögel ein großes Lamm mit einem einzigen Schnabelhieb tötete und mühelos davontrug.
Die weißen Bergspitzen begannen jetzt im orangenen Licht der aufgehenden Sonne immer heller zu glühen, der Himmel schien in Flammen zu stehen. Tief unten in den Tälern waberten noch der morgendliche Nebel und schuf phantasieanregende Gestalten, mal ein Drache, dann wieder tanzende Gestalten, es wechselte ständig. Langsam war das satte Grün der tiefen Lagen erkennbar, die Bergwiesen mit den Yaks, Ziegen und Bergschafen. Selbst im Winter waren diese Tiere draußen, sie waren an die Witterung angepasst.
Peter genoss das Schauspiel. Drüben im Osten, zwischen den zwei gewaltigen Bergspitzen würde gleich die Sonne erscheinen und ihn mit ihrer Lebensenergie wärmen. Plötzlich erschienen Michi, Tini und Sophia neben ihm und lehnten sich an ihn. Auch sie hatten nur die braunen Wollkutten und Filzpantoffeln an, aber auch ihnen konnte die Kälte nichts mehr anhaben. Vorsichtig lavierte sich Sophia zwischen seine Beine und jetzt saßen alle vier eng aneinandergeschmiegt und warteten auf die Sonne, die kurz danach in der Lücke zwischen den beiden Spitzen erschien und sie in warmes, rötliches Licht tauchte. Reglos saßen sie, bis der Sonnenball hinter der rechten Bergspitze verschwand, dann stiegen sie langsam zum Kloster hinab. Das Gehen in den Filzpantoffeln waren sie inzwischen gewohnt.
Im Kloster war alles ruhig. Schweigend gingen sie den überdachten Weg vom Kräutergarten, der jetzt noch hoch mit Schnee bedeckt war, zum hinteren Teil des Hauptgebäudes. Durch die dunkle, uralte Holzverkleidung wirkte der Vorraum noch dunkler. Sie betraten durch eine weitere Türe ihren Meditationsraum, der gleichzeitig ihr Gruppenraum war. Auf dem erhöhten Podest saß der Meister in tiefe Meditation versunken. Neben ihm saß Conny ebenfalls im Lotossitz und meditierte. Peter spürte die tastenden Gedanken seines Meisters und öffnete seine Abschirmung. „Ihr seid nun fertig ausgebildet und vorbereitet, wir können euch nichts mehr beibringen. Meine kleine Conny hier“, sein fast zärtlicher Blick traf das Mädchen, „ist so bereit und gefestigt, dass du die Barriere entfernen kannst. Sie wird euch eine wertvolle Hilfe sein, trotz ihres jugendlichen Alters. Heute Vormittag sollten wir uns zur Verabschiedung hier treffen, ihr habt noch weitere Stationen vor euch. Ich habe mit Kartos, dem Abt des Khaolan-Klosters gesprochen, er erwartet euch.“
Die Gedanken des Meisters verstummten und er versank wieder in sein tiefes Inneres. Peter sah Michaela an, die bejahend nickte. Conny beendete ihre Versenkung und sah sie lächelnd an. Dann stand sie auf, ging zu Tini, die sie in den Arm nahm. Nach ihren Eltern war Patentante Tini die wichtigste Person für sie. Sie kuschelte sich in ihre Arme und sah dann Peter und Michaela auffordernd an. „Ihr könnt anfangen“, wisperten ihre Gedanken. Peter und Michaela nahmen sich an den Händen, vereinigten sich und sanken in Connys Geist. Schnell hatten sie die Barriere erreicht und beseitigten sie. Peter überprüfte nochmals den Bereich der Energiebahnen und bemerkte, dass einige Neue dazu gekommen waren. Er nahm Kontakt zu ihr auf. „So meine Liebe, jetzt baue deine Aura auf, wie du es gelernt hast.“ Erfreut beobachteten sie, wie sich ein blaues Feld um Conny aufbaute und immer stärker wurde. Conny nahm über den Gruppenkanal, den sie im Verlauf der vergangenen Wochen gelernt hatten, Verbindung mit ihnen auf. Ihre Gedankensignale waren klar und kräftig. „Willkommen in der Gruppe“, sagte Peter, „Ich freue mich, dass du so schnell teilnehmen kannst. Geh jetzt zu deinen Eltern, sie werden sich sehr über deine Fortschritte freuen.“ Freudig sprang Conny auf und hüpfte trällern hinaus. „Wir dürfen trotz allem nicht vergessen, dass sie ein sehr junges Mädchen ist, auch wenn sie so reif und stark erscheint“, meinte Peter.
Am späten Vormittag trafen sie sich zum letzten Mal alle im Gruppenraum. Schweigend saßen sie da und warteten auf die Abschiedsworte des Meisters.
„Ihr seid nun genügend vorbereitet, aber ihr dürft in euren Übungen und Training nicht nachlassen. Ihr werdet weiterhin Entwicklungsschübe haben, die ihr verarbeiten müsst. Ich befürchte, dass eure Gegner sich ebenfalls weiterentwickeln, also seid wachsam. Für eure weitere Ausbildung wünsche ich euch nun viel Erfolg. Möget ihr eure Feinde besiegen, aber denkt daran, auch sie sind Menschen, wenn auch fehlgeleitete. Versucht milde zu sein, vielleicht könnt ihr den einen oder anderen bekehren. Nicht alle sind schlecht, einige sind sicher verwirrt und verführt. Ich wünsche euch, dass ihr das Vertrauen, dass ihr gegenseitig aufgebaut und erreicht habt, behaltet und vertieft. Es ist ein wichtiger Garant, damit ihr Erfolg habt. Nur Einigkeit macht stark“, schloss der Meister und verneigte sich vor ihnen. Nachdem sie die Verneigung erwidert hatten, brachen sie auf.

Einen Tag später im Khaolan-Kloster

Staunend sahen sie das Kloster vor sich liegen. Sie waren auf der gegenüberliegenden Talseite materialisiert und nahmen jetzt das Bild der gewaltigen Klosteranlage mit dem geschwungenen mehrstöckigen braunen Dach und den dunkelroten Mauern in sich auf.
Im Licht der Morgensonne wirkte das Kloster majestätisch und geheimnisvoll, eingebettet in die bewaldeten Hügel die es umgaben. Rechts floss ein munter murmelnder Bach am Kloster vorbei hinunter ins Tal. Saftige Wiesen schwangen sich in sanften Wellen hinunter und waren von Herden weißer Schafe bedeckt, die sich ihr Frühmahl schmecken ließen.
„Wir begeben uns in das Wäldchen dort unten wo der Weg zum Kloster führt. Von dort aus gehen wir dann zu Fuß“, ordnete Michaela an. „Bildet Gruppen zum Transport.“ Conny, die auf dem Arm ihres Vaters ruhte, zog Tina zu sich her. Bevor die etwas sagen konnte, hatte Conny sie schon zum Wäldchen teleportiert. Peter grinste still. Etwas ähnliches hatte er erwartet. „Tini, du musst deine Patentochter dringend im Teleportieren schulen, damit sie dort landet, wo sie hinwill.“ Kurze Zeit später waren alle unten. Peter kniff Conny liebevoll in die Backe. „Zuerst übst du mit Tante Tini, bevor du solche Sachen machst, verstanden? Sonst werde ich böse.“ Conny nickte kleinlaut. „Trotzdem, gut gemacht“, lobte Peter und die Kleine strahlte. Langsam ging die Gruppe zum Tor, wo sie schon erwartet wurden. Peter ging am Schluss und beobachtete die drei Mönche, die sie empfingen. Der mittlere trug ein rotes Tuch seitlich umgebunden und schien der Abt zu sein, denn die beiden anderen behandelten ihn achtungsvoll. Er begrüßte Michaela sehr höflich, aber sein Blick wanderte von Person zu Person. Michaela winkte Peter zu sich. Der Abt bekam große Augen. Er erkannte die mächtige Aura und verbeugte sich tief. „Du und deine Leute wurden mir angekündigt, ich als Großmeister unseres Klosters grüße den Mächtigen. Er verbeugte sich nochmal und Peter tat es ihm nach. Da die Unterhaltung in dem hier üblichen chinesischen Dialekt sehr leise geführt wurde, hatte außer Michaela niemand die Worte verstanden. Sie wurden hineingeführt und mit einem wohlschmeckenden Tee bewirtet. Danach führte sie einer der Mönche in die Kleiderkammer, wo jeder passende Kleidung bekam. Sogar die Kinder wurden eingekleidet. Das war möglich, da viele Schüler sehr jung ins Kloster kamen. Anschließend wurden sie in ihre Quartiere geführt. Peter bekam mit seinen Damen eine geräumigere Zelle, in der zwei Holztruhen, ein kleiner Tisch mit Hocker und eine Öllampe standen. Auf dem Boden lagen vier Strohsäcke mit jeweils einer groben Wolldecke. Das einzige Fenster hatte kein Glas und konnte nur mit einem Holzladen verschlossen werden. „Juhu lachte Tini, da brauchen wir wenigstens kein Bett machen.“ Sophia ließ sich auf einen der Strohsäcke fallen und meinte dann, „wir werden wenigstens gesund schlafen, wie im Heubett. Die Säcke sind nämlich mit Heu gefüllt und daher nicht so stoppelig, eigentlich recht bequem.“
Nachdem sie sich umgekleidet hatten, grobe Unterwäsche, dicke weite beige Stoffhose mit einer Schnur als Gürtel, weites hellbraunes hemdartiges Obergewand und eine rote ärmellose Weste, gingen sie hinaus in den Hof, der von ihren Zellen umgeben war. Hier wartete schon ein weiterer Mönch auf sie. Er war klein, etwas rundlich und hatte einen kahlrasierten glänzenden Schädel. Er wirkte gemütlich, aber Peter vermutete, dass er auch sehr ungemütlich werden konnte. Er sah sie alle an, dann nickte er. „Der Tagesablauf hier im Kloster ist folgender. Aufstehen im Morgengrauen und Meditationsübungen. Eine Stunde später eine Schale Brei und Tee nach Belieben. Am Vormittag weitere Meditationsübungen oder Krafttraining im Gelände. Eine Stunde Mittagsruhe mit Meditation. Am Nachmittag Krafttraining oder Kampfausbildung, je nach Stand. Bei Sonnenuntergang Abendessen, danach Meditation oder Geschichtliches zur Entstehung unserer Schule. Ich bin übrigens erstaunt, dass sie unsere Sprache inzwischen alle zu verstehen scheinen, dass erleichtert die Ausbildung sehr.“ Was er nicht wusste war. Peter hatte die Sprache aus mehreren Gehirnen in sein Gedächtnis übertragen und dann den anderen, wie sie es ausführlich geübt hatten, zur Verfügung gestellt. Sie hatten es aus seinem Gedächtnis kopiert und so konnte jeder verstehen, was der Mönch erklärte.
Die Ausbildung begann, und die Mönche erkannten schnell, dass sie ihren Gästen in Punkto Meditation nichts mehr beibringen konnten, ja sie sogar besser waren. Nach der Mittagspause begann daher das Kraft und Konditionstraining. Vier Mönche führten sie an und schnell merkten sie, dass es jetzt ernst wurde.
Zum Glück hatten sie die Kinder in der Obhut einer sehr netten und lieben Klosterangehörigen zurückgelassen. Als sie den Hof betrat, war Peter mit den drei Müttern zu ihr gegangen. Zuerst hatte sie ihn abschätzend angesehen, als sie in seine Augen sah, änderte sie ihre Meinung über die fremden Tölpel schnell. Vor ihr stand ein ungewöhnlich mächtiger Mann mit jetzt blau leuchtenden Augen, der mühelos in ihre Seele sah und ihr Innerstes erkannte. Dann änderte sich die Augen und glühten in einem warmen braun. Er verneigte sich zu dem traditionellen Gruß. „Ich sehe, unsere Kinder sind in guten Händen. Sie sind unser wertvollster Besitz und alle hier würden sie mit ihrem Leben schützen.“ „Ich heiße Salina, ich werde eure Kinder hüten wie meinen Augapfel und mit meinem Leben verteidigen“, sagte sie sehr ernst. Peter nickte und lächelte sie freundlich an. Dann hatte er die drei Kinder gerufen und ihnen Salina vorgestellt. Nach kurzer Zeit waren die vier unter fröhlichem Lachen im Kloster verschwunden.
Am Abend sanken Peter und seine drei Gefährtinnen zerschlagen auf ihre Heu-Säcke. „Mir tut jeder Knochen weh“ jammerte Michaela und Tini stimmte ihr sofort zu. Sophia sagte nichts und Peter schlief bereits. Michaela zog ihren Sack neben ihn und kuschelte sich unter seiner Decke an ihn. Tini und Sophia machten es sich ebenfalls unter einer Decke bequem und einige Minuten später schliefen alle tief und traumlos.
Nach vier Tagen änderte sich der Ablauf. Ihre Muskeln hatten sich verfestigt und waren eindeutig stärker geworden. Am Nachmittag kam nun Klettertraining dazu. Barfuß, ohne die Schnürsandalen mussten sie eine Felswand hinauf. Zwei der Mönche kletterten wie Bergziegen die Wand hinauf und die Gefährten sahen ihnen mit brennenden Augen hinterher. Mühsam quälten sie sich hinauf und blieben oben schwer atmend mit brennenden, wunden Fingern und Zehen liegen. Im Dauerlauf ging es dann um den Berg herum und plötzlich standen sie wieder vor der Wand. Stöhnend wurde sie wieder erklommen und das Ganze wiederholte sich den ganzen Nachmittag. Am Abend schlangen alle wortlos ihren Brei hinunter und sanken ungewaschen auf die Säcke, die Kinder hatten offensichtlich ebenfalls einen anstrengenden Tag gehabt und schliefen bereits satt und sauber, wie ihre Mütter neidvoll feststellten. „Salina ist ein Engel“ dachte Sonja noch, bevor sie einschlief.
Nach zwei Woche intensiven Klettertraining, sie hatte noch viele andere Wände bestiegen, bestanden ihre Körper nur noch aus Muskeln, Knochen und Sehnen. Abends saß Peter neben Tini und befühlte ihren Hintern. „Mein Gott Tini, du hast inzwischen fast einen Männerarsch, überhaupt nichts weiches, griffiges.“ Tini schnaubte nur unwillig, währen Michaela schallend lachte. „Du hast vielleicht Probleme. Ich weiß nicht, wie ich mich hinlegen soll und du bejammerst Tinis Arsch. Dein Hintern besteht auch nur noch aus Muskeln, aber ich habe mich noch nicht beklagt, denn er ist richtig knackig geworden. Sophia bestätigte es mit einem kontrollierenden Griff. „Stimmt“ meinte sie, „Knackig wie bei einem viel jüngeren.“ Michi zog ihn an ihre Brust und kraulte seine Haare. „Gib jetzt Ruhe. Wenn wir wieder Zuhause sind wird Tinis Arsch schnell wieder so, wie du ihn magst und meiner auch.“ Nach einem kontrollierenden Griff seufzte Peter zum Steinerweichen, kuschelte sich an seine Michaela und schlief ein, während diese still lächelte.
Am Ende der dritten Woche kam der Abt am Abend und klärte sie über den weiteren Verlauf ihrer Ausbildung auf. „Ab Morgen beginnt das Kampftraining. Khaolan Mönche brauchen viele Jahre bis sie ihre Ausbildung beenden, euch können wir nur geringe Mengen der Grundausbildung vermitteln. Ich habe das schon mit Peter besprochen. Nur wenn ihr in den nächsten Jahren regelmäßig immer wieder für einige Zeit herkommt, können wir euch vielleicht die Grundausbildung vermitteln. Da ihr über besondere Transportmöglichkeiten verfügt kann es gehen. In den nächsten drei Wochen lernt ihr einige Grundzüge der Verteidigung, mehr ist in der kurzen Zeit leider nicht möglich.“ Der Abt verneigte sich und ging gemessen Schrittes hinaus.

Drei Wochen später Ende Mai 2005

Schweigend standen sie in ihrem so vertraut gewordenen Innenhof und lauschten auf die Abschiedsworte des Abtes, der sie einlud, so oft wie möglich zu kommen und ihre Ausbildung fort zu setzten. Dann verabschiedeten sie sich mit einer Verbeugung und der Abt sah staunend zu, wie sie Gruppen bildeten und fast lautlos verschwanden. Zwei Minuten später war der Hof leer und 17 Erwachsene und drei Kinder verschwunden. Salina hatte er erlaubt, die Gruppe zu begleiten. Sie war fertig mit ihrer Ausbildung, trug drei Khaolan Meistertitel und war eine der höchsten Mitglieder des Ordens. Sie war von ihrem Abt beauftragt worden, die Ausbildung der Gruppe fortzusetzen. Sie hatte die Kinder liebgewonnen und die Erwachsenen liebten sie ebenfalls. Bea war glücklich, dass sie mit der Aufsicht über die Kinder nicht mehr allein war und eine so kampfkräftige Kollegin bekommen hatte.
In Atlantis verschwanden alle zuerst mal in ihren Wohnungen. Bea zeigte Salina das Apartment neben ihrem, dass frei war und Salina zog staunend ein.
„Mensch freue ich mich auf ein schönes langes Bad, wenn es geht nicht allein“, jubelte Tini. „Komm Piet, dann kannst du meinen Männerarsch bewundern.“ Peter verzog schmerzlich sein Gesicht. Da hatte er wieder etwas angestellt. Das würde er noch lange zu hören kriegen. Michaela grinste schadenfroh. „Ich hätte auch noch einen mageren Arsch zu bieten“, hieb sie in die gleiche Kerbe. Es machte Plopp und Peter verschwand. „Scheisse“ schrie Michaela erschrocken. „Das war zu viel, er ist weg.“ Dann stutzte sie und begann erleichtert zu lächeln. „Nein, er ist bloß schon in der Wanne und wartet auf uns, nichts wie hin.“ Sie riss sich die schmutzigen Klamotten herunter und ging nackt ins Bad wo Peter schon grinsend wartete. „Na wo sind die mageren Ärsche?“ rief er lachend. Michaela kam als erste, drehte sich einmal und stieg dann schnell zu ihm ins Wasser. Kaum war sie drin, kam Tini und drehte ihm ihre Kehrseite zu. „Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt, eigentlich sieht es super aus, fast besser als vorher, sofern das überhaupt möglich ist.“ „Alter Schleimer“ meinte Tini, war aber doch geschmeichelt und kuschelte. Dann erschien Sophia und Peter war begeistert. „Du siehst eigentlich genau so gut aus wie vorher, du hast einfach eine tolle Figur.“ Sophia kam herein und stieg ihm sofort auf den Schoss. „Jetzt hast du aber Glück gehabt, ich hätte dich sonst nicht mehr angesehen.“ „Welch schreckliche Strafe, da bin ich aber froh, dass ich dich schon habe.“ Er nahm sie fest in den Arm und küsste sie innig und streichelte ihren blonden Wuschelkopf. Anschließend widmete er sich seinen beiden anderen ähnlich innig. Nach einer halben Stunde richtete er sich auf und verließ das Bad. Seine Damen schauten ihm fassungslos nach.

Zwei Stunden später im Arbeitszimmer, erste Erkundung

Peter studierte den Bildschirm der Ereignisse der vergangenen Tage zeigte, als Michaela hereinkam und sich zu ihm setzte. „Was ist denn los? warum bist du einfach gegangen?“ „Wir haben jetzt fast vierzehn Wochen mit unserer Schulung verbracht, ich muss mich jetzt dringend um die Bedrohung aus dem Osten kümmern. Für Badezimmerspielchen habe ich momentan keine Zeit und keinen Kopf. Hier, schau selbst, eine Horrormeldung nach der anderen.“ Er scrollte den Bildschirminhalt nach unten. „Wir müssen dringend eingreifen, sonst wird die Bande zu mächtig. Sie haben zwei unserer Firmen in Japan unter ihre Kontrolle gebracht und mehrere Mitarbeiter brutal getötet. Nach dem Mittagessen will ich eine Geistreise nach Japan Unternehmen. Ich hätte gerne, dass du mitgehst und unsere beiden Schätze uns überwachen. Ist das OK?“ Michaela schlang ihm die Arme um den Hals. „Natürlich, ich bin ja so froh, dass du uns einbindest, Tini und Sophia werden natürlich mitmachen, das ist keine Frage.“ „Wobei werden wir mitmachen?“, wollte Tini wissen, entnahm aber gleichzeitig die Informationen aus Peters Geist. Beide nickten fast synchron. „Natürlich machen wir mit, das ist doch selbstverständlich.“ „Ich bin nicht sauer auf euch oder sonst böse, ich habe nur momentan andere Dinge im Kopf.“
Beim Mittagessen informierte er die anderen von seinem Vorhaben. „Andrea, du musst zusammen mit Paola die Konzernleitung wieder übernehmen. Schicke Konzerntruppen nach Japan, sie sollen die übernommenen Firmen beobachten, aber nicht eingreifen. Harry, du bleibst mit Sonja, Chris und Carola hier in Atlantis, ihr kümmert euch um die Insel und die Kinder. Matze, ihr drei schützt das Dorf und die Menschen. Ihr seid Reserve. Tina und Reiner, ihr bleibt bitte bei Harry, unterstützt ihn bei seinen Aufgaben und wacht mit eurer Conny ebenfalls.“
„Mist, jetzt habe ich schon wieder alles an mich gerissen, aber Michaela hat hier zu wenig Erfahrung und Wissen. Wir werden zu zweit die Nachforschungen durchführen. Ich hoffe, dass es nicht zum Kampf kommt. Wir wollen erst mal wissen, was die so draufhaben.“ Peter sah Michaela an. „Habe ich etwas vergessen?“ „Nein, soweit es mich betrifft ist alles klar. Wir können nach oben gehen und uns vorbereiten. Tini und Sophia, geht ihr gleich mit oder wollt ihr später dazu stoßen?“
Michaela und Peter lagen nebeneinander auf dem Bett und hielten sich an den Händen. „Tini, Sophia, ihr müsst darauf achten, dass der Körperkontakt nicht unterbrochen wird. Am besten klinkt sich eine von euch mit ein, dann wisst ihr immer, was gerade geschieht und könnt uns Energie geben, wenn wir es brauchen. Holt euch nochmal so viel Energie wie ihr aufnehmen könnt, ihr solltet immer genug für alle haben.“
Michaela und Peter lösten sich von ihren Körpern und bildeten ein Geisttwesen. Dann machten sie sich auf den weiten Weg. Peter wollte nicht teleportieren, da er erstens das Ziel nicht kannte und zweitens Michi die Reise über den Kontinent erleben lassen wollte. Mit hoher Geschwindigkeit bewegten sie sich über die Landschaft. Michaela war staunend entzückt und genoss diese geräuschlose Reise. Indien zog unter ihnen vorbei, dann überquerten sie den Golf von Bengalen. Über Myanmar hinweg zogen sie in Richtung Südchina und in kurzer Zeit hatten sie auch Shanghai, die berühmte chinesische Metropole erreicht. Sie stoppten und da sie einen der wenigen sonnigen Tage erwischt hatten besichtigten sie kurz die Stadt am Huanpu River mit ihrem dreigeschossigen Fernsehturm und den hohen Büro- und Hotelgebäuden. Über das ostchinesische Meer hinweg erreichten sie dann Japan und nach kurzer Zeit Osaka, ihr Ziel, die alte japanische Hafenstadt.
Hier befand sich der Firmensitz ihrer ersten Firma, die übernommen worden war, die Osaka Trading Company. Unsichtbar schwebten sie über der City und bestaunten das ungeheure Menschengewimmel. Autos in unermesslich großer Zahl, Geschäfte und Läden ohne Ende, ein gewaltiger tosender Lärm. Nach einigem Suchen fanden sie im Industriegebiet des Hafens die Firma. Lange schwebten sie über dem Gelände und nahmen die Details in sich auf. Im ersten Augenblick wirkte alles normal. Menschen eilten hin und her. Gabelstapler transportieren große Holzkisten zu den Ladeplätzen am Kai. Die Firma handelte mit Werkzeugen und Maschinenteilen aller Art. Sie hatte erstklassige Verbindungen und Geschäftsbeziehungen zur japanischen Großindustrie, deshalb hatte der Konzern sie gekauft. Es gab acht riesige Lagerhallen, die bis unter das Dach mit Kisten gefüllt waren. Ganze Kolonnen von LKWs warteten vor der Entladerampe an der hintersten Halle. Vorne wurde ein ständiger Strom von Kisten zu den Frachtschiffen gebracht und verladen. „Soweit ist alles normal“, sagte Peter, „Lass uns das Verwaltungsgebäude ansehen.“ Im Erdgeschoß und Ersten Stock war die Logistik untergebracht, es herrschte ein geschäftiger Andrang. Ab dem zweiten Stock waren Büros der Verwaltung untergebracht, die Buchhaltung in Stock fünf bis neun. Im zehnten Stock war die Chefetage und darüber befand sich eine Penthaus Wohnung.
Schnell durchquerten sie die verschiedenen Etagen. Im fünften Stock bemerkten sie eine unruhige Gruppe von einfach gekleideten Frauen, die ein Mädchen am Fortgehen hinderten. Sie achteten nicht weiter darauf, sondern betraten den zehnten Stock.
Eine Frau wimmerte laut. Sie folgten dem Geräusch und betraten das Büro, aus dem es drang. Ein Mann in weißem Hemd und heruntergelassener schwarzen Host vergewaltige eine junge Frau, die das Wimmern ausstieß. Entsetzt sahen sie auf die Szene. Peter schaute sich schnell um, bemerkte die Überwachungskamera und schaltete sie telekinetisch ein. Die rote LED zerquetschen er, so dass man nicht bemerkte, dass die Kamera lief. Dann wandte er sich wieder dem Geschehen zu und Zorn stieg in ihm hoch, aber sie durften nicht eingreifen, damit sie unbemerkt blieben.
Michaela sah das allerdings anders. Bevor Peter sie hindern konnte, quetschte sie dem Mann telekinetisch die Hoden. Er stieß einen gellenden Schrei aus und fiel zu Boden, das Mädchen richtete sich auf. Mit einem Ruck riss er die Schreibtischschublade auf, holte einen Revolver hervor und schoss das Mädchen in den Kopf. Blut und Gehirnmasse spritzten auf Tisch und Wand, denn es war eine großkalibrige Waffe. Das Mädchen knallte mit dem Kopf auf die hintere Tischkante, Blut tropfte in gleichmäßigen Abständen zu Boden und bildete schnell eine Lache. Entsetzt hatten die beiden das Geschehen beobachtet. Michaela krallte sich mit ihren Geisthänden an Peter. „Das habe ich nicht gewollt“, stammelte sie nur für Peter hörbar. „Ich wollte das Schwein nur am Weitermachen hindern.“ Der Mann hatte sein Handy herausgezogen und Telefonierte. „Yoko hier“, meldete er sich. „Ich habe Scheisse gebaut, ich habe die Kleine aus der Buchhaltung erschossen. Kommt schnell her und helft mir sie weg zu schaffen, bevor die unten Verdacht schöpfen.“ Ein zorniger lauter Wortschwall klang aus dem Handy, dann wurde die Verbindung unterbrochen.
Er konnte sie nicht mal bedecken, Slip, Rock und Bluse waren total zerfetzt. Er setzte sich an den Schreibtisch und legte seinen Kopf auf seine Ellenbogen. Eine Viertelstunde später wurde die Türe aufgerissen und vier Männer betraten den Raum. Der Anführer sah sich um, riss dann Yoko hoch und schlug ihm mehrmals brutal ins Gesicht. „Bring ihn weg“, befahl er einem seiner Männer. „Holt eine Plane und eine Kiste, damit wir sie wegschaffen können.“ Die beiden nickten, warfen noch einen langen Blick auf das, in entwürdigender Position daliegende Mädchen und gingen dann, den Auftrag auszuführen.
„So ein Idiot, da nützt ihm auch seine Verwandtschaft zum Boss nichts mehr. Verdammte Sauerei, muss er die Kleine gleich erschießen? Ehre hin oder her.“ Kurz darauf kamen die beiden mit einer großen Plane und einer länglichen Holzkiste, einem Sarg nicht unähnlich. Sie wickelten das Mädchen unsanft in die Plane und stopften sie dann mit Gewalt in die Kiste, die etwas zu klein war. „Wischt die Schweinerei von der Wand und dem Tisch weg. Dann nehmt ihr so ein Aufwischteil und macht der Boden sauber. Murrend gehorchen die Männer. Als sie fertig waren, wuchteten sie sich die Kiste auf die Schultern, verließen den Raum und verschwanden. „Ich hole meinen Körper. Warte hier, damit ich den Ort schnell wiederfinde.“ „Warum denn das?“ „Ich habe vorher die Kamera aktiviert, sie hat alles aufgezeichnet und ich will den Speicherchip haben. Keine Angst, ich bin gleich wieder da. Such du hier im Raum, ob du irgendwo neue Speicherchips findest.“ Sie spürte, wie er verschwand und eine Minute später materialisierten er im Zimmer. Schnell nahm er einen Stuhl, erreichte die Kamera und tauschte die Speicherchips aus, denn sie hatte tatsächlich eine Schachtel mit neuen Chips gefunden. Er verschwand mit dem Chip und kurze Zeit später war er als Geistespräsenz wieder da und vereinigte sich mit Michaela, die ihn erleichtert willkommen hieß. Peter ortete Yoko Taganashi, so hieß der Mörder und sie fanden so die Kommandozentrale der Bande. Fünf Bandenmitglieder hielten sich momentan in der Zentrale auf. Eine, den oberen Stock eines Sechsstöckigen Gebäudes umfassenden Wohnung mit acht bis zehn Zimmern. Dort lernten sie Naomi Tanaka, eine außergewöhnliche Schönheit mit Schulterlangen schwarzen Haaren, dunklen Augen und einer perfekten Figur, kennen. Sie war die Freundin und Stellvertreterin des Anführers und hatte starke paraphysische Kräfte.
Schnell verließ er mit Michaela den Raum, denn sie begann bereits misstrauisch umher zu sehen, sie hatte ihre Anwesenheit gespürt. „Schnell weg, sie kann uns spüren. Noch weiß sie nicht, was sie spürt, aber wenn wir zu lange bleiben, kriegt sie es womöglich raus. Wir haben für heute genug erfahren, wir gehen besser zurück. Ich bin müde und erschöpft.“ Michaela war sofort einverstanden. Sie teleportieren sich nach Atlantis und nahmen erleichtert ihre Körper wieder in Besitz. Tini atmete auf als sie spürte, dass die beiden wieder präsent waren und nahm sie freudig in den Arm. „Mein Gott, bin ich froh, dass ihr wieder da seid. Euch passiv zu beobachten ist ungeheuer stressig, weil man ja nichts machen kann. Man ist ein hilfloser Zuschauer.“ Tini kuschelte sich jetzt an Michaela und genoss deren sofort automatisch einsetzendes Streicheln. Peter war aufgestanden und ging mit dem Speicherchip ins Arbeitszimmer. Dort stelle er eine Sicherungskopie her und lagerte den Chip in einer versiegelten Aufbewahrungsbox. Anschließend schlüpfte er wieder ins Bett und nahm Sophia, die inzwischen neugierig gekommen war, in den Arm. „So ein schönes Mädchen habe ich jetzt nach der Anstrengung verdient“, grinste er und zog den willigen, weichen Körper eng an sich. Sophia lächelte und küsste ihn ausgiebig. „Manchmal kannst du ja richtig charmant sein“, meinte sie und strahlte ihn an. „Ich bin immer lieb und charmant, na ja, fast immer“, murmelte er, während er sein Gesicht in ihren duftenden Haaren versenkte. Sophia kicherte und kuschelte sich an ihn. „Stimmt, fast immer!“

Abendessen, 31. Mai 2005, Feind erkannt

Beim Abendessen berichtete Michaela, was sie am Nachmittag erlebt hatten und sie sahen sich die Szenen an, die auf dem Speicherchip der Überwachungskamera gespeichert waren. Es waren schlimme Bilder und alle waren entsetzt.
„Wir kennen jetzt schon einige dieser Verbrecher und ich werde versuchen, weitere Informationen zu beschaffen. Über die Frau, die offensichtlich die Freundin des Anführers ist, müssten wir auch den Anführer identifizieren können. Diese Naomi scheint recht starke paraphysische Kräfte zu haben, denn sie hat unsere Anwesenheit fast sofort gespürt, konnte es aber zum Glück nicht einordnen. Ich befürchte, dass der Anführer noch stärker ist. Wie müssen so schnell wie möglich herausfinden, wer er ist und vor allem wo er ist.“
Sie diskutierten fast zwei Stunden über mögliche Vorgehensweisen. Weitere Konzerntruppen sollten nach Asien und Japan verlegt werden, da die Gefahr nicht nur von den paraphysische Begabten ausging, sie waren die Anführer, sondern vor allem von den bewaffneten Angehörigen die sie in großer Zahl befehligten. Wie ein Krake überdeckten sie inzwischen schon große Bereiche Japans und begannen die Unterwelt zu beherrschen. Mehrere andere, ehemals mächtige Yakuza Clans, hatten sie bereits übernommen und bauten ihre Macht kontinuierlich immer weiter aus.
„Ich denke wir beginnen in Osaka. Als erstes stellen wir das Video ins Netz und zwar so, dass dieser Yoko deutlich erkennbar ist, dass wird sie aufschrecken. Wenn wir die paraphysisch begabten Bandenmitglieder identifiziert haben kümmern wir uns um sie. Unsere Truppen müssen das bewaffnete Fußvolk ausschalten. Andrea, du kümmerst dich um eine neue Firmenführung, ich befürchte, die alte wurde ermordet.“
Dann warten wir auf den unbekannten Boss, der dann reagieren muss. Mit dem werde ich mich dann leider Gottes auseinandersetzen müssen, da ich bei uns der Stärkste bin. Ich hoffe, dass wir mit ihm fertig werden, deshalb werden wir vier uns zusammen-schließen und einen Machtblock bilden. Ich glaube nicht, dass uns dann jemand gefährlich werden kann. Wir werden zwar vier Bewustseine sein, aber nur einen Körper haben mit dem wir agieren können, ganz ohne Körper geht es nicht.
Tina, Reiner und vor allem Conny. Euch brauche ich hier bei uns. Ihr müsst uns überwachen. Vor allem Conny ist wichtig, denn sie hat bereits jetzt sehr große Kräfte. Ich werde sie vorher noch einweisen und etwas schulen, damit sie weiß, was zu tun ist. Tina, du brauchst keine Angst zu haben, Conny verlässt unsere Wohnung auf Atlantis nicht. Auch wenn wir materiell agieren wollen, seid ihr ständig bei ihr, d.h. auch ihr bleibt hier in Sicherheit. Vor allem du, Tina, musst uns mit Energie versorgen, wir werden dir und Conny noch zeigen, wie das geht. Reiner, du passt einfach auf deine Mädels auf und beschützt und versorgst sie mit allem was sie brauchen, auch mit Liebe, wenn notwendig und dass kannst nur du.“

Ende Juni 2005 Angriff auf die Osaka Bande

Peter und seine drei Gefährtinnen verbanden sich in Peters Körper zu einem geistigen Wesen und entmaterialisieren nach Osaka in die dortige Firma. Es war Sonntag und vermutlich in der Firma nicht viel los. Die drei Frauenkörper lagen, bewacht von Tina, Conny und Reiner in ihrem Schlafzimmer auf dem Bett.
In Osaka war Peter im leeren Chefbüro materialisiert und sah sich schnell um. Er besprach sich mit seinen dreien und dann teleportierten sie in die Wohnung von der sie wussten, dass es der Stützpunkt der Bande in Osaka war. Auch dort trafen sie niemand an und begannen den Stützpunkt zu durchsuchen. Eine fest verschlossene stabile Türe erweckte ihre Aufmerksamkeit. „Sei vorsichtig, nicht!“, schrie Michaela noch, aber er war schon teleportiert und fürchterliche Wellen schlugen über ihnen zusammen. Gleichzeitig erfolgte der geballte Angriff der sechs Gegner. Der Anführer und stärkste unter ihnen war der Kopf der Angreifer. Mit letzter Kraft schleuderte Peter seine Mädchen in ihre Körper zurück, dann schlug der Hypnoangriff über ihm zusammen. Die unbekannten Wellen hämmerten auf ihn ein und schwächten ihn dermaßen, dass er überwältigt wurde und bewusstlos zu Boden stürzte. Sofort warfen sich die Angreifer, nachdem sie die wellenerzeugende Maschine abgeschaltet hatten auf ihn. Sie stülpten ihm eine Haube aus engmaschigen Metalldraht, einer besonderen Legierung, die Parastrahlen abschirmte, über den Kopf. Danach fesselten sie ihn mit speziellen Handschellen aus der gleichen Legierung. Die Metalllegierung schirmte Parastrahlen fast vollständig ab und verhinderte, dass Peter seine Kräfte nutzen konnte. Anschließend schleiften sie ihn in einen großen Raum, der komplett mit diesem Material ausgekleidet war und fesselten ihn stehend an, in die Wand eingelassene, Stahlringe.
Michaela, Tini und Sophia waren in ihren Körpern erwacht und zitterten vor Schreck. Michaela schrie auf und bevor die beiden anderen es verhindern konnten, entmaterialisierte sie zurück in den Stützpunkt. Sie fiel wutentbrannt über die Bandenmitglieder her und konnte in der ersten Überraschung einen, den vermutlich Schwächsten töten. Dann wurde sie überwältigt, bekam ebenfalls eine Gitterhaube und wurde danach brutal verprügelt. Ihre fürchterlichen Schreie hallten bis zu Peter, der fast ohnmächtig an seinen Fesseln riss. Nach einiger Zeit wurde die fürchterlich zugerichtete, blutende Michaela hereingetragen und ebenfalls an die Wand gekettet. Entsetzt beobachtete er die brutalen Männer, die sich über die halb Bewusstlose hermachten und sie vergewaltigten. Mitten in seinen Beobachtungsschmerz knallte ein brutaler eigener Schmerz und er verlor das Bewusstsein.
Nach langer Zeit, Peter hatte sein Zeitgefühl vollständig verloren, betraten zwei Männer und eine Frau den Raum. Als erstes ging die Frau zu der teilnahmslos da hängenden Michaela und prügelte auf sie ein bis ihr Wimmern verstummte. Peter musste hilflos zusehen und schrie sie verzweifelt an. „Was seid ihr doch für miese Schweine, eine hilflose Frau prügeln, dass könnt ihr.“ Er spuckte vor ihnen aus und bekam dafür mehrere schmerzhafte Schläge, vor allem in den Unterleib. Dann trat der ältere der Männer vor ihn hin. „Ich bin Hiroshi Yamamoto, der Boss unserer Gruppe. Du bist also der berühmte Weber. Ich bin enttäuscht, dass du so ein Schwächling bist. Das ist Naomi meine Freundin“ er nahm die zu ihm getretene Frau in den Arm, „Sie wird den Rest von euch auf eurer Insel fertig machen. Sie quält gern Menschen, deshalb darf sie sich bei euch austoben.“ Die schöne Frau trat auf ihn zu und dann explodieren fürchterliche Schmerzen in ihm, denn sie hatte in seinen Schritt gegriffen und quetscht ihn brutal. Erst als der lachende Anführer sie zurückzog endet der Schmerz. „Du kannst später mit ihm spielen, jetzt hast du anderes zu tun. Geh und mach sie fertig, ich will die Inseln haben, sie ist ein idealer Stützpunkt für Europa. Sie schüttelte den Kopf, „Das eilt doch nicht, erst will ich den genießen“ brutal schlug sie auf Peter ein. Inzwischen wimmerte Michaela wieder unter den Männern, die sie zu zweit missbrauchten. Gellend explodierten entsetzliche Schmerzen in ihm, als sie ihn mit einem Holzpflock pfählte. Er hörte das Gewebe reißen und wurde ohnmächtig. Ein Gruß eiskalten Wassers holte ihn zu den entsetzlichen Schmerzen zurück, laut gellten seine Schreie. Naomi lachte amüsiert und stieß ihm den Holzpflock wieder ins Fleisch. „Jetzt weißt du, wie sich deine Schlampe da fühlt,“ lachte sie gemein. „He ihr, ich kann sie ja nicht mehr hören, gebt euch mehr Mühe, oder ich besorge es euch wie dem da. Nach einer Weile hatte sie offensichtlich keine Lust mehr. Michaela und Peter waren beide bewusstlos und hingen reglos in ihren Fesseln. „Morgen machen wir weiter. Sorg dafür, dass sie nicht abkratzen“, sagte sie zu einer älteren, verängstigten Frau. „Wenn sie abkratzen, dann bist du dran“, meinte sie gehässig und schlug der Frau ins Gesicht.
Peter vegetierte in einem Dämmerzustand. Nur undeutlich nahm er seine Umgebung wahr. Immer wieder war die brutale Hexe da und quälte ihn bis zur Bewusstlosigkeit. Michaelas Schreie gellten andauernd in seinen Ohren, dann driftete er wieder in eine gnädige Ohnmacht. aus der er regelmäßig durch eiskaltes Wasser geholt wurde, damit die die Hölle wieder anfangen konnte.
Nach einer Weile wurde er nur noch geprügelt, die Japanerin war offensichtlich weg.

Zwei Wochen später

Die vier Japaner hatten die Insel überrascht und mit ihren ungeheuer starken hypnotischen Fähigkeiten unterworfen. Tamia und Indra konnten noch fliehen und beobachteten von einer Nachbarinsel aus das Geschehen. Der Rest war hypnotisch willenslos gemacht und gehorchte den Befehlen der Eroberer. Die Männer tobten sich im Dorf aus und hatten schon mehrere Frauen aufs Übelste missbraucht. Pedro lag, wie die anderen Männer, gefesselt in seinem Haus und hatte seit mehreren Tagen weder Wasser noch Nahrung erhalten. Als sich Naomi mit einem der Männer oben im Wohnzimmer aufhielt und die anderen beiden wieder im Dorf hausten, traute sich Tamia schnell und heimlich in ihr Haus, holte ihren halb toten Vater und entmaterialisierte hastig wieder.
Oben im Wohnzimmer tobte die Japanerin. „Wo sind die beiden Weiber hin?“ schrie sie wütend, nachdem sie das ganze Gebäude und die Umgebung vergeblich mehrmals abgesucht hatten. Dass es im oberen Wohnbereich einen kleinen, verborgenen Raum gab, wussten nur wenige. Weder Tina noch Reiner kannten ihn und konnten daher nichts verraten. Dann aber machte Naomi den entscheidenden Fehler, sie packte Conny auf der Terrasse, holte aus und wollte sie schlagen. Conny erwachte erschrocken aus ihrer Lethargie, da Naomi kurz ihre Hypnobeeinflussung vernachlässigte. Sie schrie in heller Wut laut auf, mobilisierte ihre starke geistige Kraft und schleuderte Naomi mitsamt ihrem Begleiter nach oben in den Himmel. Ihr telekinetischer Schlag war in ihrem Zorn so gewaltig, dass beide im All verschwanden und der hypnotische Druck schlagartig erlosch. Die Männer der Security und die Soldaten der Sicherheitszentrale erwachten und überwältigten die überraschten Vergewaltiger im Dorf. Sie wurden nach erbittertem Kampf getötet. Die Hauptzentrale auf Quadro wurde von der Sicherheitszentrale sofort alarmiert und auf den bewaffneten Frachter vor der Insel hingewiesen.
Oben in der Wohnung erschien Sophia mit der bewusstlosen Tini, beide völlig dehydriert und halb tot. Tina versorgte sie sofort mit Flüssigkeit und schilderte Sophia was geschehen war. „Zwei Wochen sind schon vergangen? Hast du was von Peter und Michi gehört?“ Tina schüttelt den Kopf. „Ich befürchte das Schlimmste. Dieses Weib hat sich damit gebrüstet, dass sie die beiden gefangen haben und foltern.“ „Sie leben aber noch, sonst hätte ich es gespürt. Jetzt päppeln wir erst mal Tini auf, wir brauchen sie. Mitten im Satz stockt sie und begann dann zu strahlen. „Ich spüre Piet, er konnte sich befreien und versucht mit Michi zu fliehen. Jetzt ist er wieder weg, sobald wir uns erholt haben suchen wir ihn.“

Osaka, Stützpunkt, Gefängnisraum

Da Peter auf normale Folterung und Schmerzen kaum noch reagierte riss Hiroshi Yamamoto Peter die Kappe vom Kopf um ihn besser beeinflussen und foltern zu können. Brutale Schläge prasseln auf Peter ein um seinen Willen zu brechen. Peter stand kurz vor einer Ohnmacht, Schmerzen tobten durch seinen Körper, die gebrochenen Rippen bohrten sich weiter in ihn, er hatte mit dem Leben fast abgeschlossen. Nur der Gedanke an seine wimmernde Michi hielt ihn noch am Leben. Dann gellte ein furchtbarer, entsetzlicher Schrei durch den Pararaum. Hiroshi schrie auf und krallte beide Hände um seinen Kopf, es war Naomis Todesschrei, der ihn umwarf. Auch der andere taumelte durch den Raum. Die Hypnosuggestiven Kräfte waren verschwunden, Peter sah plötzlich wieder klar. In Sekundenbruchteilen senkte er sich zur kosmischen Energiequelle und saugte sich so schnell es ging voll. Dann packte er voller Wut telekinetisch Hiroshi und schmetterte ihn mit höchster Kraft und Entschlossenheit an die Wand, er hörte seinen Schädel brechen wie eine reife Nuss. Dem Zweiten bereitete er das gleiche Schicksal und donnerte auch ihn, mit wütender Gewalt, heftig an die Mauer. Sein Gehirn spritzte durch den Raum und er starb ohne einen Laut.
Nochmals versenkte er sich zur Energiequelle und lud sich jetzt so weit wie möglich auf, dann befreite er sich mühsam von seinen Fesseln. Das unbekannte Metall entglitt seinen telekinetischen Kräften immer wieder, bis er sich an der kosmischen Energiequelle zum absoluten Maximum auflud, die Energie auf einen Schlag telekinetisch freisetzte und die Metallringe zerbrach. Sofort war er bei Michaela, löste sie mit Hilfe der auf dem Tisch liegenden Werkzeuge von ihren Fesseln an der Wand und fing sie auf. Er hatte noch ausreichend Energie und entmaterialisierte mit letzter Kraft nach Atlantis in die verborgene Kammer, da er noch nicht genau wusste, was geschehen war. Die Türe war offen und Sophia stürzte, gefolgt von Tini jubelnd herein. Peter wehrte sie sofort wimmernd vor Schmerzen ab. „Vorsichtig, ganz vorsichtig, wir sind beide schwer verletzt. Helft mir Michi aufs Bett zu legen.“ Seine Stimme zitterte vor Angst um seine Gefährtin und vor eigenen Schmerzen. Entsetzt standen sie um das Bett und sahen auf Michaela. Zornig schrie Peter. „Jetzt glotzt nicht so blöd holt saubere Tücher, ein Wasserbecken und Verbandsmaterial. Tina hilf mir Michi auszuziehen, die beiden sind zu hysterisch und momentan nicht zu gebrauchen. Conny, komm her, nimm Michis Hand und beruhige sie, du kannst das.“ Peter brach fast zusammen. Mit gesenkten Köpfen standen seine beiden da, Tränen kullerten herunter. Trotz seiner Sorge um Michaela nahm er sie beide kurz in den Arm, dann öffnete er seinen privaten Kanal vollständig. An ihren Entsetzten Gesichtern sah er, dass sie alle Informationen gelesen hatten. „Geht jetzt und ladet euch auf so viel wie geht und bringt Michi Energie, bewegt euch endlich, macht was, bevor sie uns wegstirbt“, schrie er sie an. Beide nickten lösten sich aus ihrer Entsetzensstarre und begannen kurz darauf zu glühen. Als sie die Lebensenergie in Michaela strömen ließen, besserte sich ihr Zustand sofort sichtlich. „Sophia komm bitte her und leite die erste Heilung ein. Ich bin noch zu schwach und du bist auch eine gute Heilerin. Tini, du sorgst bitte für Energienachschub. Bitte seid nicht böse ihr zwei, wenn ich gerade etwas ruppig bin. Wenn ihr gesehen hättet, was sie Michi angetan haben, dann würdet ihr es besser verstehen. Michi braucht mich momentan vollständig und euch auch. Später kümmern wir uns umeinander.“ liebevoll umarmt er sie beide kurz, dann wollte er sich wieder Michaela zuwenden, brach aber zitternd zusammen. Sophia hatte bereits mit der Behandlung begonnen und weitere Tränen rannen ihr herunter, während sie Michaela durchscannte. Tini kümmerte sich endlich entsetzt um den am Boden liegenden Peter und versorgte ihn mit Lebensenergie. Reiner war mit Tina ins Wohnzimmer gegangen und telefoniert im Haus herum. Von ihm erfuhren Harry und Sonja, dass Peter und Michaela schwer verletzt wieder da waren. Matze mit Tamia und Indra waren auch wiedergekommen und halfen im Dorf den verletzten und misshandelten Frauen. Tina war auf die Terrasse gegangen und sah jetzt die schweren Kamphubschrauber, die das Frachtschiff angriffen. Raketen, die von dem Frachter abgeschossen wurden machten die Hubschrauber scheinbar mühelos unschädlich, indem sie sie mit kleineren Raketen abschossen. Mehrere, militärisch aussehende Schiffe kamen mit hoher Fahrt auf, während die beiden Kampfhubschrauber den Frachter mit ihren schweren Maschinengewehren systematisch zusammenschossen.
Tina hatte genug gesehen und ging nach einer guten Stunde wieder hinein. Michaela hatte inzwischen die Augen geöffnet und sah ihre Lieben stumm an. Auf der Gedankeneben konnte sie der Unterhaltung folgen. Michi war erleichtert, hatte aber noch große Schmerzen. Tini pumpte Peter weiter mit Energie voll, damit er Sophia und sich selbst helfen konnte. „Tina hilf mit, hol Energie für Sophia, schnell.“ Sofort versenkte sich Tina zapft die Energiequelle an und ließ sie dann in die erleichtert aufstöhnende Sophia strömen. „Tini, ich hole jetzt Energie. Kannst du nicht Peter heilen, wenigstens ein bisschen, er leidet so.“ Tini nickte, „Ich versuchs, aber ich bin keine gute Heilerin.“ „Egal, tu was du kannst, Hauptsache es hilft ein bisschen.“
Nach einer weiteren Stunde richtete sich Sophia mit knirschenden Gelenken auf. „Das wichtigste habe ich, aber es müssen noch weitere Sitzungen folgen. Jetzt schläft sie erst mal.“ Sie wandte sich Peter zu und legte ihre Arme um ihn, dann erstarrt sie. „Mein Gott Piet, du bist ja mindestens genauso schlimm dran. Komm her.“ Tina, die gerade mit einer frischen Energieladung kam, pumpte Sophia bis zum Maximum voll. Die rote Aura baut sich wieder auf und umgab sie jetzt zusammen mit Peter. Heilende Wellen durchströmen ihn und seine gebrochenen Rippen richten sich zusammen. Nach einer weiteren Stunde war auch bei Peter das Wichtigste eingerichtet und die Heilung eingeleitet. Sophia war völlig erschöpft und lag am Boden, wurde aber von Tini und Tina aufgefangen und ins Wohnzimmer verfrachtet, wo inzwischen reichlich Essen stand, dem sie sich mit großem Hunger zuwandte. Peter lag inzwischen gewaschen und in einen frischen Schlafanzug gekleidet neben der ebenfalls sauberen und züchtig bekleideten Michaela und hielt deren Hand. Sophia Tini und Tina standen vor dem Bett und schauten sie erleichtert und gerührt an. „Unsere beiden Alterchen, Gott sei Dank seid ihr wieder da und werdet hoffentlich gesund.“ Heftig riss sie Sophia in die Arme und der aufgestaute Druck löst sich, beide plärrten zum Stein erweichen und hielten sich fest umarmt. Tina steuerte die beiden ins Wohnzimmer. „Last die beiden schlafen, das ist das Beste für sie. Mama hat die Küche wieder in Betrieb und macht nachher ein schmackhaftes großes Abendmenü, wir sollen runterkommen. Conny, die an Tinas Hand hing nickt ebenfalls. „Wenn wir nicht kommen, wird sie sauer. Sie will auch erfahren, was passiert ist und wie es ihrem Jungen geht. Mami, wer ist Mamas Junge?“ Alle mussten lächeln. „Das ist Opa Peter, er ist Mamas Junge frag bitte nicht weiter, es ist halt so und alle finden es gut.“ „Aha, Erwachsenending“, meinte sie altklug und das Lächeln wandelte sich zum lösenden, schallenden Gelächter.
Beim Abendessen trafen sich fast die ganze Belegschaft des Hauses. Selbst Pedro war mit Tamia, Indra und Matze heraufgekommen. Harry berichtete, dass der Frachter geentert worden war. Alle Überlebenden waren gefangen genommen und nach Quadro zum Verhör in die Sicherheitszentrale gebracht worden. Was genau in Osaka passiert war wusste er nicht. Tini übernahm den Bericht und schilderte die Gefangennahme von Peter und Michaela, sowie deren Misshandlungen und Folterung. Dann war kurz vor Peters Tod die Wende gekommen. Naomi, die Seelengefährtin von Hiroshi Yamamoto, dem Anführer, war ums Leben gekommen. Conny hatte sie mit ihrem Kumpanen in einer Wutexplosion mit einem telekinetischen Transportschlag ins Weltall geschossen, wo sie augenblicklich starben. Der Schock auf ihren Lebensgefährten war so groß, dass das hypnosuggestive Feld zusammengebrach und Peter sich befreien konnte. Dabei tötete er Yamamoto und ein zweites dagebliebenes Bandenmitglied mit paraphysischen Fähigkeiten. Der Dritte war wohl geflüchtet und unauffindbar.
Tini und Sophia wurden plötzlich von unsichtbaren Kräften auseinander gedrückt. Bevor sie sich von ihrer Überraschung erholt hatten, saß Peter, in einen warmen Bademantel gehüllt zwischen ihnen. „Ich habe auch Hunger“, meinte er grinsend und Mama, die sein Erscheinen bemerkt hatte, kam mit einem mäßig gefüllten Teller zu ihm. Sie küsste ihn auf die Backe und meinte dann streng. „Ich weiß, was du sagen willst. Iss zuerst mal das hier, dann gibt es eventuell etwas nach.“ „Jetzt weiß ich, dass ich Zuhause bin. Hallo Mama, hallo ihr anderen Lieben.“ Peter lehnte sich ermattet zurück. Harry wollte sofort wissen, wie es ihm ging. „Ich habe ein angebrochenes Wadenbein, eine gebrochene Speiche links, jede Menge Prellungen, Blutergüsse und Quetschungen am ganzen Körper und Verletzungen an Stellen, die nur meine Mädels etwas angehen“, er lächelte gequält. Ansonsten geht es mir den Umständen entsprechend gut. Meine zwei Lieben sollten das eigentlich nicht wissen, aber ich war gerade nochmal in Osaka und habe die Abschirmnetze geholt, die unsere Gegner benutzt haben.“ Er legt sie auf den Tisch während seine beiden Mädels wütend aufsprangen. „Jetzt regt euch ab, ich bin ja da und nichts ist passiert.“ Tini holt Luft, aber er sah sie nur an. Pfeifend entwich die Luft wieder und er zog sie in seine Arme. „Diese Netze müssen wir genau untersuchen, aber das hat später Zeit. Ich glaube, ich gehe wieder zu meiner Michi und ruhe aus. Einen schönen Abend wünsche ich euch noch. Bis Morgen, ich hoffe, ihr kommt alle zum Frühstück.“ Mit einem Plopp verschwand er und lag wenig später bei seiner Michaela im Bett. Vorsichtig nahm er sie in den Arm und begann sie, nachdem er sich mit Energie versorgt hatte, weiter zu heilen. Dann schlief er ein und kein Traum schreckte seinen Schlaf, der kurzen darauf von seinen Mädels bewacht wurde.

Zwei Wochen Später Anfang August 2005

Michaelas Verletzungen heilten dank der intensiven Pflege, zu Peters Freude und Zufriedenheit sehr gut. Sie konnte schon wieder vorsichtig aufstehen und würde ab jetzt auch wieder am Frühstück teilnehmen. Peters Knochenbrüche waren praktisch verheilt, die blauen Flecken mehr oder weniger verschwunden. Aber er hatte seinen früheren Elan noch nicht wieder und hatte immer noch große Schmerzen durch Naomis brutale Misshandlungen. Vor allem beim Sitzen gab es noch Probleme, zu viel war gerissen und beschädigt worden. Vorsichtig half er Michaela beim Ankleiden. Tini und Sophia unterstützen, wo sie konnten. Dann standen sie alle vier eng aneinander geschmiegt auf der Terrasse und Peter meinte, „Davon habe ich während der Gefangenschaft geträumt und habe da geschworen, wenn ich das nochmal erleben darf, dann werde ich dafür sorgen, dass solches Unrecht und solche Verbrechen nicht mehr vorkommen und gnadenlos bestraft werden. Wir werden die Welt nach paraphysisch begabten Menschen durchforsten und sie auf unsere Seite ziehen oder ihre Fähigkeiten veröden. So etwas wie diese Bande darf es nicht mehr geben.“ Zärtlich küsste er seine drei abwechselnd, dann begaben sie sich zum Frühstück, wo sie schon vom gesamten Kreis erwartet wurden, denn es war Michaelas erstes richtiges Frühstück seit ihrer Rettung. Sie wurde mit großer Freude empfangen und behutsam von allen begrüßt. „So viel Küsse habe ich schon lange nicht mehr gekriegt,“ meinte sie mit fast erstauntem, freudigem Lächeln und wischte sich eine Träne fort. Nach der ersten Tasse Kaffee, die sie vorsichtig, aber mit Genuss trank, bat sie die Anwesenden um Fortsetzung des gewohnten Frühstücks und der Berichterstattung, sie wollte wieder ganz normal teilnehmen.
Im Wohnzimmer berichtete Harry von den Aktivitäten der Konzernsicherheit. Die Kontrolle war deutlich erhöht worden, auf der höchsten Stelle Quadros wurde eine hochmoderne Radarstation gebaut, mit den Amerikanern verhandelten sie über einen eigenen Satelliten, der geostationär über Atlantis positioniert werden sollte. In Japan hatten die Konzerntruppen die letzten Mitglieder der Bande festgenommen. Die meisten kamen in den heftigen Kämpfen ums Leben. Darunter war auch anscheinend das letzte mit paranormalen Kräften ausgestattete Mitglied. Peter, Matzes Trio und auch Tini und Sophia hatten trotz intensiver Suche keine weiteren Begabten gefunden. Die Sicherheitstruppen auf der Insel waren ebenfalls verstärkt worden. Es wurde unweit der Villa ein weiteres Gebäude weiter unten in den Berg integriert, dass die komplette Sicherheitszentrale und weitere Unterkünfte für das Personal enthalten würde. Trotz allem sollte das Leben auf Atlantis weiterhin ungestört und sicher weitergehen. An der Anlegestelle des Dorfes war jetzt ein bewaffnetes Patrouillenboot stationiert, dass die Sicherheit garantierte.
Während Harrys Bericht hatten sich die Töchter an Michaela herangeschlichen und die hatte jetzt glücklich strahlend ihre Lieblinge im Arm.
Peter hob nach einiger Zeit die Runde auf und scheuchte Michaela samt Töchtern hoch ins Wohnzimmer auf die Couch, wo sie gut zugedeckt ruhten. Er saß mit Tini und Sophia auf der anderen Couch und sie planten die nächsten Wochen. Sein Vorschlag, mit der Jacht einen großen Turn mit viel Baden und Sonne liegen zu veranstalten, wurde mit Begeisterung aufgenommen. Super meinte Sophia, Urlaub haben wir uns wirklich verdient. Tini meinte, „und ich könnte mich nebenbei um den verschobenen Film kümmern. Während sie noch am planen waren, erschien Matze um nach seinen Geliebten zu sehen. Wo sie waren wusste er natürlich. Gerührt betrachtete er seine beiden tief schlafenden Engel in Michaelas Armen. Michaela sah ihn nur bittend an und er schmolz dahin. Peter grinste still, Michi ist auch irgendwie Matzes Mami und er kann ihr nicht wiederstehen, auch wenn er jetzt für eine Weile auf seine Gefährtinnen verzichten muss. „Mach dir nichts draus, du hast sie ja bald wieder. Ihnen tut die Ruhe gut und Michi ist glücklich mit ihnen. Sobald sie wach sind schicke ich sie zu dir.“ Matze ging zu den dreien, küsste erst seine beiden und dann bekam Michaela auch einen festen Kuss auf den Mund, was ihr ein Strahlen auf das immer noch verunstalten Gesicht zauberte. Zärtlich strich ihr Matze über den Kopf. „Werd bald gesund und erholt dich gründlich.“ Mit einem Plopp verschwand er, bevor sie etwas erwidern konnte. „Hoppla“, meinte Peter ernst. „Das war eine Liebeserklärung, da kannst du dir was darauf einbilden, so lieb ist er sonst nur zu seinen Engeln.“ Michaela lachte zum ersten Mal wieder dieses helle, fröhliche Lachen, dass er so liebte. „Irgendwie ist er halt doch mein Sohn, auch wenn er es meistens mannhaft verbirgt“, antwortete sie mit einem feinen Lächeln. Peter hatte sich an der kosmischen Energiequelle bis zum Anschlag aufgeladen, setzte sich zu ihr und legte ihr seine Hand auf den Kopf. Heilende Strahlen durchfluteten sie und er begann, die Prellungen und Quetschungen an ihrem Körper und Gesicht weiter zu heilen. Die Heilungen mussten in Teilabschnitten erfolgen, auf einmal ging es nicht.
Langsam verschwanden die Verunstaltungen, sie fühlte die unbändige Macht, über die er inzwischen wieder verfügte. Die letzten Schmerzen verschwanden und er reinigte und verjüngte die Zellen in ihrem Körper und vor allem im Gesicht. Als er fertig war, lehnte er sich zurück und schlief ein. Michaela betrachtete ihn forschend und bemerkte, dass er einfach nur müde war. Sie selbst fühlte sich wieder fit. Sie versenkte sich zu Quelle und lud sich zum ersten Mal selbst auf. Strotzend vor Energien entmaterialisierte sie mit ihren beiden Engeln nach oben auf die obere Plattform und genoss dort die Sonne, bis es ihr zu warm wurde und sie telekinetisch das Schattensegel aufspannte. Als sie das nächste Mal aufwachte, waren die beiden Engel verschwunden und sie hatte dafür Peter im Arm, der ebenfalls schlief. Der Tausch ist auch in Ordnung, dachte sie. „Da bin ich aber froh,“ hörte sie Peter mental und er kuschelte sich an sie. Nach einer Weile rappelte er sich auf. „Komm, wir gehen nach unten, es ist Mittagessenszeit und Mama wird böse, wenn wir zu spät sind.“
Nach dem, wie immer köstlichen Essen, planten sie ihren Urlaub weiter. Tini und Sophia waren Feuer und Flamme. „Ich würde gerne nach Australien und Neuseeland fahren dort soll es sehr schön sein“, meinte Michaela leise. Alle waren einverstanden und begeistert. Eine Rundumfrage ergab, dass niemand dableiben wollte. Auch Tina und Reiner hatten inzwischen ihre Brücken abgebrochen und waren in die Großfamilie integriert. Sie fühlten sich in Atlantis sehr wohl, Conny war glücklich und Tini genoss die Nähe ihrer kleinen Schwester. Die vier Securitys nahmen mit ihren Kindern natürlich ebenfalls teil. Matze und die beiden Mädels hatten ihre Prüfungen mit Bravour bestanden und waren einer Weltreise nicht abgeneigt. Mama, Fernanda und Monika würden ebenfalls mit von der Party sein, sowie Bea und Salina, die kleine Khaolan Kämpferin, die ihre Ausbildung übernommen hatte. Das tägliche Training war somit gesichert, Salina trug als einer von vier Menschen auf der Welt, drei Khaolan Meistertitel. „Super“, meinte Peter. „Wer übernimmt die weitere Planung? Ich will mich etwas zurückziehen. Ich bin nicht mehr so fit und möchte mich erholen, mit meinen 57 Lenzen steht mir das jetzt auch zu. Ich sehe mich nun als Frührentner und Opa. Ich habe zehn Jahren lang gekämpft, jetzt bin ich einfach müde und mag nicht mehr. Diese Weltreise will ich als Passagier mitmachen und nicht als Kapitän.“ Betroffenes Schweigen folgte seinen Worten, sein fast jugendliches Aussehen strafte seine Worte Lüge, aber er meinte es anscheinend ernst, oder tat zu mindestens so, denn in seinen Augen funkelte es. Michaela sah ihn lange und erstaunt an.
„Trotz allem Michi, ich meine es zu mindestens teilweise ernst. Ich habe immer noch Schmerzen, wie du weißt. Die letzten Wochen haben mich an den Rand meiner Existenz gebracht. Mehr halte ich nicht aus. Wir sollten uns zurücknehmen und die Jungen langsam vorlassen. Sophia ist sehr stark, Matze wird immer stärker und seine Mädels ebenso. Conny steht in den Startlöchern, lass die noch ein paar Jahre älter sein, sie ist jetzt schon unglaublich stark. Wir werden natürlich nicht ganz aufhören, nur etwas zurücktreten, das Leben ein bisschen mehr genießen, faul in der Sonne liegen, Mode machen. Es gibt so viel anderes was Spaß macht. Natürlich werden wir die Konzernleitung behalten, das können vorerst nur wir, aber auch da würde ich Matze und Sophia gerne fester einbinden.“
Lächelnd legte Michaela ihren Kopf an seine Schulter und schloss ihre Augen. „Das klingt sehr gut, ich bin gespannt, wie lange du es aushältst.“ Peter grinste. Täusch dich mal nicht dachte er. „Ich gehe jetzt nach oben und ruhe mich etwas aus. Ihr könnt ja schon mit der Planung anfangen, heute Abend können wir dann eine erste Besprechung machen“, sagte er in die verblüffte Runde. Gehst du mit oder planst du?“, fragte er Michaela. Die schlang die Arme um ihn. „Los Alter, Allez hopp“, kommandierte sie und Peter dematerialisierte grinsend mit ihr auf die obere Plattform unter das Sonnensegel. „Komm zu mir auf die Seite Michi“ „Warum?“ „Achtung!“ Im nächsten Moment erschien Tini und kurz hinter ihr Sophia. „Darum“, meinte Peter grinsend und sah seine beiden höchst verunsicherten Schätze an. Beide schmissen sich auf sie. „Was ist den los mit euch, vor allem mit dir Piet?“ Tini hatte feuchte Augen und Sophia lag auf Michaela und auch sie schluckte schwer. „Liebt ihr uns denn nicht mehr?“, fragte Tini mit bebender Stimme. Peter nahm sie fest in den Arm. „Was redet du denn da? So ein Quatsch. Natürlich lieben wir euch. Ihr seid das Wichtigste was wir haben. Wir sind nur müde und wollen uns ausruhen. Außerdem habe ich, durch die Folterung, immer noch große Schmerzen an einer wichtigen Stelle und bin daher in manchen Belangen noch nicht fit.“ Sophia wälzt sich auf Peters Bauch. „Seit mehreren Tagen hast du mich nicht mehr geküsst oder liebgehabt“, maunzte sie anklagend und ihre Zähne schlugen aufeinander. Peter nahm den schlanken Mädchenkörper in den Arm. „Um Gottes Willen Sophia, was sagst du da? Das stimmt doch nicht. Wir waren nur schwer verletzt und total ausgepowert. Ich liebe dich, mehr kann ich nicht sagen. Wenn ich dich verletzt habe, dann verzeih mir bitte. Du musst aber auch verstehen, dass ich manchmal nicht mehr so kann, wie ich gerne möchte. Gerade eben habe ich euch erklärt, warum das so ist. Ihr müsst in nächster Zeit einfach etwas vorsichtiger mit uns sein.“ Zärtlich küsst er ihre Tränen weg, langsam beruhigt sie sich und schmiegt sich an ihn. „Kommt mal her ihr drei, Familienposition einnehmen“, kommandiert er. Tini links, Michi rechts im Arm und Sophia da, wo sie schon war, auf seinem Bauch und Brust. „So ihr dummen Weiber, mehr als lieben kann ich euch nicht, das sage ich jetzt zum letzten Mal. Habt ihr gehört?“ Alle drei lächelten wieder und er merkte wie sie sich entspannten. „Wir machen jetzt eine schöne lange Reise um die Welt, na ja, zumindestens um die halbe. Ich möchte, dass wir wieder mehr Zeit für uns haben. Das Leben ist viel zu kurz um es mit unnötigen Dingen vertrödeln. Wir wollen uns und die Welt wieder genießen, was nicht heißen soll, dass wir unvorsichtig oder unaufmerksam werden. Wir haben leider eine Aufgabe in der Welt, die wir nicht vergessen dürfen, da nur wir sie wahrnehmen können. So ihr zwei, geht wieder hinunter und helft bei der Planung. Tini, was machen eigentlich eure Filmpläne? Kümmert euch auch darum, das muss ja nicht wegfallen, sondern kann zwischendurch erledigt werden. Michi und ich ruhen noch etwas und kommen dann zum Kaffee. Du kannst bei Mama schon mal Kuchen und Sahne bestellen.“ Beide strahlten jetzt wieder, küssten sie und verschwanden dann ins untere Wohnzimmer. Michaela nahm ihn zärtlich in den Arm, küsste ihn aufs Ohr und flüsterte, „Super, gut gemacht mein Schatz, das haben die beiden gebraucht. Wie hast du das mit dem Film und anderen Aufgaben gemeint?“ „Na ja, genau so gut wie von Atlantis oder Stuttgart können sie doch auch vom Schiff aus agieren. Wir müssen doch nicht ständig aufeinander hocken, sondern jeder kann mal kurz weg um irgendetwas zu erledigen. Mit der Teleportation ist das doch kein Problem, wir können jederzeit an jedem Ort der Welt sein.“ Michaela nickte strahlend. „Das habe ich noch gar nicht bedacht, du hast natürlich vollkommen recht. Ich freue mich riesig. Wir sind wieder mehr zusammen, abends gemütlich bei Kerzenschein.“ Michaela geriet ins Schwärmen und wurde ganz aufgeregt, an Mittagsschlaf war nicht mehr zu denken. Peter schmunzelte resignierend und setzte sich auf. „Komm lass uns runter gehen und mitplanen. Aber vorher möchte ich noch die Aussicht genießen.“ Langsam stiegen sie von Terrasse zu Terrasse nach unten und verweilten jedes Mal eine Weile um die herrliche Aussicht zu bewundern und den Gerüchen und Geräuschen nach zu spüren. Irgendwann sprangen sie hinunter zu den anderen, die mit Karten und Reiseführern zugange waren. Mitten im Raum stand ein riesiger, beleuchteter Globus auf dem sie ihre Routen verfolgen konnten. Kaum waren sie da, erschien auch schon Mama mit einem Servierwagen, beladen mit Geschirr, Kuchen und Sahne. Peter strahlte und bediente Michaela und sich reichlich.
„Morgen müssen wir Tobias Welser, unsren Kapitän einladen. Damit er sich auf unsere Pläne einstellen kann und die Jacht reisefertig macht.“ Harry meinte, „Ich kümmere mich darum. Wir müssen auch den neuen Hubschrauber für die Jacht in Quadro auf der Werft abholen, die haben neulich angerufen, dass er fertig ist und sie müssen noch die Aufzugvorrichtung installieren, aber das wissen sie sicher selber am besten.“ „Wie sieht denn nun die erste Teilstrecke aus? Wohin geht es als erstes?“ Wollte Peter wissen. „Habt ihr euch schon überlegt, zuerst nach Osten oder Westen?“
„Zuerst fahren wir nach Sri Lanka und umrunden die Insel. Dort gibt es tolle Strände und man kann mehrere Ausflüge ins Inland machen. Wir holen uns vor Ort einen Reiseführer, lassen uns beraten und führen. Danach fahren wir nach Kalkutta an die berühmte Ganges Mündung. Dann durch den Golf von Bengalen nach Thailand, Bangkok und bis nach Singapur. Von dort aus planen wir dann weiter. Es bieten sich verschiedene indonesische Inseln wie Malaysia, Philippinen und Neu Guinea an. Genaueres müsste wir dann jeweils vor Ort planen.“
Michaela nickte beeindruckt. „Ich freue mich und bin ja so gespannt. Aber ich habe eine Bitte, Erholung und Familienzeit stehen für mich im Vordergrund. Ich möchte für mich keine stressige Besichtigungstouren haben, dass solltet ihr bei eurer Planung berücksichtigen. Ihr könnt natürlich für euch alle möglichen Aktivitäten planen, mich haltet aber bitte heraus. Ich melde mich, wenn ich zu etwas Lust habe. Natürlich will ich nicht nur im Liegestuhl liegen, sondern ich möchte einfach viel und stressfrei mit euch zusammen sein und mich auch von meinen Verletzungen erholen. Piet hat schon Recht, wir werden älter und vieles geht nicht mehr so leicht und schnell wie früher, zu mindestens bei uns.“ „Ich schließe mich Michi an. Ich freue mich und bin auch sehr gespannt. Harry, du musst mit Sven Matt die Sicherheitsfragen klären, eine Sicherheitsmannschaft mit Kommandanten zusammenstellen und die Bewaffnung klären. So, jetzt mische ich mich nicht mehr ein. Macht ihr mal, Michi und ich gehen jetzt nach oben und verbringen den Abend vor der Glotze auf der Couch. Ich bin vom Kuchen so voll, dass ich nicht zum Abendessen komme, vielleicht bringen mir meine beiden Süßen ja noch ein paar Snacks mit.“ Michaela kuschelte sich in seinen Arm. „Aber richtig schön langweilig, versprochen?“ fragt sie und die beiden verschwanden im allgemeinen belustigten Feixen.
Nach dem Abendkrimi lagen die beiden frisch geduscht, nackt unter der Decke und unterhielten sich schmusend. „Wo wohl die beiden bleiben?“ wollte Michaela wissen. Peter kicherte. „Hast du schon Sehnsucht? Die sind schon auf dem Weg. Gleich ist es aus mit der Ruhe“, meinte er lächelnd, er freute sich ebenfalls auf seine beiden Süßen. Eine halbe Stunde später war das Bett voll. „So liebe ich es brummte Peter und räkelte sich unter den vorsichtig und behutsam streichelnden Händen. Er hatte allerdings seine Hände auch überall und Tini keuchte bereits unter seiner Massage. Dann rutschte Tini zu Michaela und Peter lag plötzlich auf Sophia, die ihn stürmisch umarmte und küsste. Als er mit der Zunge zwischen ihren Beinen angelangt war, atmete sie bereits schwer, drückte seinen Kopf auf ihre Scham, schrie dann laut auf und nahm Peter vorsichtig in sich auf. Nach einiger Zeit lagen die vier rettungslos verwickelt, aber zufrieden im Bett unter der Decke. Langsam verschwanden die dreifarbigen Farbwirbel, die ihre Lustgefühle seit einiger Zeit begleiteten. „Das war wieder richtig schön“, meinte Tini und küsste Michaela solange, bis die fast erstickte. Danach kam Sophia an die Reihe und am Schluss Peter der das Spiel ihrer Zunge, von der kleine violette Blitze ausgingen, sehr genoss und sich mit blauen Blitzen revanchierte.
Am nächsten Morgen setzte sich Peter auf und sah lächelnd auf die ineinander verschlungenen Körper. Tini lag vollkommen entblößt da und er strich ihr vorsichtig über die schmalen, rasierten Lippen, was ihr ein verträumtes Lächeln entlockte. Er deckte sie zu und küsste sie ganz zart, dann stand er auf und ging in sein Arbeitszimmer um sich den Finanzen zu widmen. Nach einer guten Stunde war er fertig und wollte gerade nach oben gehen, als plötzlich Tini auf dem Hocker zwischen seinen Beinen saß. Liebevoll begrüßte er sie. „Was macht mein Konto? Können wir mal schauen?“, fragte sie neugierig und er begann in den Dateien zu blättern. „Da haben wir es. Oh willkommen im Club der Milliardäre mein Schatz. Jetzt überlege ich mir aber ernsthaft, ob ich dich eheliche, jetzt Lohnt es sich langsam.“ Sie drehte den Kopf, zog ihn herunter und küsste ihn lange. „Das brauchst du nicht, du hast mich doch schon lange“, flüsterte sie zärtlich und legte ihre Wange an seine. In fester Umarmung saßen sie eine ganze Weile lang da. Dann sprangen sie nach oben um den Sonnenaufgang zu bewundern. Sie wurden von Sophia begrüßt, die schon da war und sich sofort an sie kuschelte. Peter holte telekinetisch eine Decke und dann standen sie still da und beobachteten den zuerst roten, dann orangenen Ball, der aus dem Meer stieg. Abwechselnd küsste er seine beiden, die sich fest in seine Arme schmiegten. „Auf dem Schiff machen wir das jeden Morgen, freute er sich, natürlich nur, wenn ihr da seid.

Vier Tage später, letzte Augustwoche 2005

Die Jacht lag fertig ausgerüstet vor Atlantis im Hafen. Sie hatten schon vor zwei Tagen ihre Quartiere bezogen um sich einzugewöhnen und eventuelle Beanstandungen zu korrigieren. Es war früher Nachmittag, Michaela und Peter lagen faul auf einer der Couches im Heck und sahen behaglich dem Treiben zu. Die Sicherheitstruppen waren schon eingezogen und Holger König, ein gutaussehender blonder Hüne, ein richtiges Zuckerstückchen wie Tina bemerkte, hatte sich zu ihnen gesetzt und sie unterhielten sich angeregt. „Verlegen grinsend sagte er, „ich muss auf meine Leute aufpassen, ich habe noch nie so viele schöne Frauen auf einem Fleck gesehen wie hier.“ Peter lachte. „Keine Angst, die können sich alle wehren. „Salina, kannst du mal zu uns kommen?“ die zierliche, bildhübsche Chinesin kam lächelnd zu ihm. „Das ist Salina, sie ist unsere Trainerin und Inhaberin von drei Khaolan Meistertitel. Wenn sie will, macht sie innerhalb von Sekunden Hackfleisch aus ihnen. Salina, Darf ich?“ sie nickt und er streift ihr das T-Shirt von den Schultern. Drache, Schlange und Schildkröte sind Meistersymbole“ erklärte er und erstarrte dann, denn unter der Schildkröte war ein Hund eintätowiert, ein weiteres Meistersymbole. Sofort sprang er auf, verneigt sich tief und sprach einige chinesische Sätze, auf die sie chinesische antwortete. Dann verneigt er sich nochmal und Michaela, die mental alles verstanden hat, verneigt sich ebenfalls. Dann setzten sie sich wieder und Peter erklärte. „Holger, sie sitzen hier vor der Großmeisterin des Khaolan Ordens. Es gibt keinen weiteren Menschen auf der Welt, der vier Khaolan Meistergrade trägt. Vom letzten Meistergrad wusste ich noch nichts, er ist neu. Salina zog verlegen ihr T-Shirt wieder hoch, setzte sich dann zu Holgers Erstaunen auf Michaelas Schoss und die legte ihre Arme um sie. „Ich werde ab jetzt du sagen, dass gesiezte finde ich blöd und wir werden uns ja jetzt öfters über den Weg laufen Ich heiße Piet und das ist Michi, einverstanden?“ Holger nickte erfreut. „Salina ist Michis angenommene Tochter, deshalb sitzt sie jetzt auf ihrem Schoss und ich darf manchmal der Papa sein, aber leider nicht immer, warum weiß ich nicht. Da drüben die beiden Schönen“, er winkt sie heran, „das sind Tamia und Indra, zwei weitere von Michis Töchtern. Hallo ihr zwei, das ist Holger, der Chef der Sicherheitstruppen die auf uns aufpassen.“ Tamia mustert ihn eine Weile dann nickt sie. „Der ist OK, er hat gute Strahlen.“ Sie reichte ihm die Hand und Indra folgte ihr. Dann gingen sie beide zu Michi und sie bekam zuerst einen Kuss, danach Salina. Dann wollen beide wieder gehen, aber Peter protestiert. „Und ich? Kriege ich nichts? Beide kicherten, saßen im Nu auf seinen Knien und küssen ihn mehrmals, dann enteilten sie lachend. Holger hatte interessiert zu gesehen. „Du siehst, bei uns geht es lustig und liebevoll zu. Die beiden sind die Lebensgefährtinnen von Matze, meinem Sohn. Der ist gerade bei Pedro, Tamias Vater, sie bauen oder reparieren etwas.“ Inzwischen hatte sich Tini auf seinen Schoß gesetzt und kuschelte. „Das ist Tina Wagner, genannt Tini, die kennst du sicher und dort kommt die andere Tina, ihre jüngere Schwester. Die beiden sind bei unterschiedlichen Pflegeeltern aufgewachsen und haben blöderweise den gleichen Vornamen, deshalb ist die hier auf meinem Schoss eben Tini um sie nicht zu verwechseln. Auch Tina ist eine bekannte Schauspielerin genau wie Sophia, die gerade auf uns zu kommt. Tini und Sophia sind unsere beiden anderen Lebensgefährtinnen, wir sind also vier. Das mit den Lebensgefährten erkläre ich dir nachher, dann wirst du einiges verstehen, was dir jetzt komisch vorkommt, wie z.B. das hier“ Er zeigt mit dem Kopf auf Tini und Sophia, die jetzt beide auf seinen Knien saßen und sich innig küssten. Holger staunt nichtschlecht und staunt noch mehr, als beide anschließend Peter ebenso genüsslich küssten. Nachdem auch Michi ihre Zuwendung bekommen hatte, meint Tini zu ihrer Schwester, „Komm, wir holen die restlichen Taschen“ und sie verschwanden mit einem leisen Plopp. „Das ist das nächste an das du dich gewöhnen musst, wir haben eine ganze Reihe von Teleportern. Was du gerade gesehen hast war eine Entmaterialisation. Es wird nicht lange dauern und sie erscheinen wieder.“ Er hatte kaum ausgesprochen, so erschienen die beiden mit etlichen Taschen beladen, aber jetzt war auch Conny dabei, die Holger musterte, dann auf seine Knie kletterte und ihn begrüßte. „Du bist also Holger, du passt auf uns auf? Ich bin Conny.“ Sie kletterte wieder herunter und sauste davon. Holder sah ihr fassungslos hinterher. Peter musste lachen. „Daran musst du dich auch gewöhnen. Fast alle hier sind mental begabt und kommunizieren häufig in der Gedankeneben. Daher wissen sie praktisch immer was vorgeht und was es Neues gibt. Für Nichtbegabte ist das etwas seltsam. Sie merken oft nicht, ob sie mit dem Mund, oder mit Gedanken reden. Ich vergleiche es immer mit zwei Leuten, die zwei Sprachen jeweils gleich gut beherrschen und daher nicht merken, dass sie andauernd die Sprache wechseln. Für einen Außenstehenden ist das äußerst irritierend.“ Sophia saß immer noch auf seinem Schoss und fühlte sich dort sichtlich wohl. Holger wusste gar nicht wohin er schauen sollte, denn Sophia hatte eine hauchdünne Leggins und ein knappes Shirt an, so dass sie fast nackt wirkte und sie hatte wirklich eine traumhafte Figur. „Achtung die nächsten Störenfriede nahen. Das Mädchen ist Carina, die Tochter von Sonja und Harry und der Junge ist Alex, der Sohn von Carola und Chris.“ Sophia macht schnell lachend Platz, denn Carina war mit einem Sprung bei Peter auf den Knien und kuschelte genau wie Sophia. Alex blickte sich suchend um. „Wo ist Tante Tini? Dann entdeckte er sie eilte freudenstrahlend zu ihr und sprang mit einem mächtigen Satz an ihr hoch. Sie fing ihn mit der linken Hand und hielt ihn, während sie die Tasche abstellte scheinbar mühelos hoch, bis sie ihn in den Arm nehmen konnte. „Man o man, hatte die Kraft in der Hand. Den Jungen so halten grenzt schon an ein Wunder“, sagte Holger beindruckt. Peter lächelte, „Kein Wunder, Telekinese. Sie hat ihn mit Geisteskräften gehalten und aufgefangen. Der Racker weiß das natürlich und hat daher keine Angst, er weiß, dass sie ihn fängt. Sie ist seine Lieblingstante und der einzige Mensch, der ihn beruhigen kann, Bei ihr ist er lammfromm und das friedlichste Kind das du dir vorstellen kannst. So, jetzt hast du aber in einem Schnelldurchgang fast alle kennen gelernt.“
Vorher sind wir unterbrochen worden. Also Salina, die Dame die gerade bei Michi ruht und kuschelt ist unsere Trainerin und inzwischen ein geliebtes Familienmitglied. Alle in der Familie haben bereits eine Kung-Fu Basisausbildung im Khaolan Kloster hinter sich. Salina trainiert mehrmals in der Woche mit uns und vervollkommnet unsere Ausbildung. Wir können uns also sowohl geistig als auch körperlich durchaus wehren. Einige von uns sind geistig so stark, dass sie sich praktisch vor niemandem, der nicht selbst entsprechende starke Fähigkeiten besitzt, in Acht nehmen müssen. Du solltest dich in erster Linie auf das Schiff beschränken, wie, das brauche ich dir nicht zu sagen, dass weißt du selber besser als ich. Die Verteidigungsanlage kennst du?“ Als Holger nickte, lehnt sich Peter zufrieden zurück.
Dann erklärte er Holger, welche Bewandtnis es mit Seelengefährten und den Lebensgefährten auf sich hatte. Nach einer halben Stunde war er fertig und Holger meinte, „Jetzt ist mir einiges klar geworden. Ich habe immer gedacht du betreibst aus sexuellen Gründen Vielweiberei so wie die Araber, aber es ist ja ganz anders. Von solchen Bindungen habe ich noch nie gehört, aber es erscheint logisch und verständlich. Und die Damen lieben sich auch untereinander? Peter grinst, „Und wie, da ist manchmal richtig was los, vor allem wenn sie ihre Strahlung verstärken. Ich bin bloß froh, dass kein zweiter Mann dabei ist, denn dann würde ich auch mit einem Mann schlafen, da sind mir meine Damen allemal lieber. Aber wahrscheinlich würde es nichts ausmachen, ich kann es mir nur nicht vorstellen. Übrigens haben die meisten Araber nicht aus sexuellen Gründen mehrere Frauen, es sind meistens Lebens und Zweckgemeinschaften. Früher waren es Standesgründe. Nur ein wohlhabender Mann konnte mehrere Frauen haben, je reicher, desto mehr Frauen. Ein Sultan kannte oftmals nicht mal alle seine Frauen. Puh, jetzt habe ich genug geredet, wenn du noch etwas wissen willst dann kannst du auch Michi fragen, ich lege mich jetzt erst mal etwas hin.“ Mit einem Plopp verschwand er. Nachdenklich blickte Holger auf die Stelle, auf der Peter gerade noch gesessen hatte. Michaela hob Salina vorsichtig auf und verschwand mit ihr ebenfalls. Sie materialisierten in Salinas Zimmer, legte sie behutsam ins Bett und deckte sie zu. Dann entmaterialisierte sie in Peters Meditationsraum, wo er schon wartete und sie in seinen Armen zog.
Am Abend saßen sie alle am großen Tisch im Heckbereich und Mama hatte sich wieder übertroffen. Das Dach war ganz eingefahren und über ihnen glühte der Sternenhimmel in voller Pracht. Alle waren schon aufgeregt, denn Morgen früh sollte es los gehen. Nach dem Essen gab es noch eine gemütliche Runde unter dem herrlichen Sternenhimmel, dann verzogen sich alle in ihre Quartiere, oder schliefen ein letztes Mal an Land.

Morgen 1. September 2005 Abfahrt der Michi

Um 9 Uhr lichtete die Jacht ihre Anker und begann ihre Reise. Durch die Lakkadivensee führte die Fahrt an der Südspitze Indiens vorbei nach Colombo. Entfernung ca. 980 km. Fahrzeit etwa 22 Stunden bei gutem Wetter und einer mäßigen Geschwindigkeit von ungefähr 22 kn. (1kn ungefähr 1,85 km/h). Alle standen an der Reling und blickten auf das immer kleiner werdende Atlantis. Peter hatte Michi im Arm, die sich an ihn schmiegte. „Lass uns die Reise genießen und zuerst mal Frühstücken, ich habe Mama schon bescheid gesagt, dass wir ein deftiges Frühstück wollen.“ Dann zog er Salina an seine andere Seite, gab ihr einen Kuss auf die Stirn und drückte sie wortlos an sich. „Alles gut?“, fragte er auf Deutsch, denn sie lernte gerade die Sprache und sie nickte, nachdem er ihr die genaue Bedeutung mental erklärt hatte. „Ich glaube wir kürzen das Verfahren ab, wenn du willst. Ich kann dir die Grundzüge des Deutschen mental Übertragen, das geht viel schneller. Du musst die Informationen dann nur noch verarbeiten und zusammensetzen. Soll ich?“ Sie nickte vertrauensvoll und begab sich in Michaelas Arme. Vorsichtig verband er sich mit ihr und ordnete einige ihrer Energiestränge um. Dann übertrug er das Wissen direkt in ihr Gedächtnis. Wenige Minuten später war er fertig. Sie hatte außer einem Prickeln nichts bemerkt und sah daher Michaela fragend an. „Er ist schon fertig“, meinte sie lächelnd und küsste ihr verwirrtes Gesicht. Sie horchte in sich hinein. „Ich merke gar nichts, ich glaube es hat nicht funktioniert.“ Michaela stieß ihr silberhelles Lachen aus und nahm sie wieder in den Arm. „Es hat sehr gut funktioniert. In welcher Sprache unterhalten wir uns gerade?“ Salina merkte total überrascht, dass sie deutsch sprachen und das sogar schon seit einer ganzen Weile. Sie schüttelte total überrascht den Kopf, dann fiel sie Peter um den Hals. „Ich kann jetzt deutsch, vielen Dank, ich hatte keine Ahnung, dass es so leicht geht.“ Peter lächelte still, sagte aber nichts. Schweigend standen sie an der Reling, Atlantis war inzwischen in Meer versunken. „So, jetzt gibt es endlich Frühstück, ich sterbe vor Hunger.“ Als er Salinas irritierten Gesichtsausdruck sah, lächelte er. „Das ist eine Redewendung. Ich will damit ausdrücken, dass ich großen Hunger habe. Ich sterbe natürlich nicht“, sagte er schmunzelnd und zog die beiden zum üppig gedeckten Tisch.
Am nächsten Tag gegen Mittag fuhren sie in den Jachthafen von Colombo. Es gab nur zwei Liegeplätze, die groß genug für die Jacht waren, denn sie war immerhin 78m lang und 32m breit wegen der Doppelrümpfe, die jeweils 12m breit waren. Im Prinzip war die Jacht ein kleines Kreuzfahrtschiff. Zwei Tage blieben sie hier.
Von der modernen Hauptstadt Colombo aus lassen sich Badeorte wie Bentota im Süden und Westen sowie Galle mit seiner Altstadt und dem Fort aus der Kolonialzeit erreichen. Im Landesinneren befindet sich der Goldene Tempel von Dambulla, ein Höhlenkomplex mit buddhistischen Zeichnungen und Statuen. Das zentrale Hochland umfasst Regenwälder mit einer großen Artenvielfalt sowie Teeplantagen. Hier liegt die pulsierende Stadt Kandy mit dem Tempel Sri Dalada Maligawa. Hier findet auch das Fest Esala Perahera statt. Pilger erklimmen den 2.243 m hohen Adams Peak, um die in der Nähe des Gipfels gelegene Gesteinsformation „Sri Pada“ zu sehen. Im Yala-Nationalpark im Nordosten leben Elefantenherden und Leoparden.
Colombo, die Hauptstadt von Sri Lanka, hat eine lange Geschichte als Hafen auf alten Ost-West-Handelswegen und wurde nacheinander von den Portugiesen, Holländern und Briten beherrscht. Dieses Erbe spiegelt sich in der Architektur wieder, denn hier stehen Gebäude aus der Kolonialzeit neben Hochhäusern und Einkaufszentren. Das imposante National Museum of Colombo, das sich mit der Landesgeschichte befasst, grenzt an den weitläufigen Viharamahadevi Park und seine riesige Buddha-Statue.
Bevölkerung
:
 700000. Auszug aus einem Reiseführer

Die beiden Tinas hatten mehrere Landausflüge geplant.
Michaela und Peter blieben an Bord, ließen es sich gut gehen und genossen die Ruhe im Schiff.
Peter verbrachte den ganzen Nachmittag am Computer und brachte ihre Finanzen auf Vordermann. Die Finanzplätze hatten sich wieder beruhigt und er begann sofort mit Investitionen und Umschichtungen. Die Finanzmanager an den großen Finanzplätzen merkten auf, der Magier war wieder da. Zum Kaffee saßen sie in der Hecksitzgruppe und wurden von Fernanda verwöhnt.
Nach zwei Tagen ging es weiter zum ca. 2800km entfernten Kalkutta. Fahrzeit ca. 70h, also ungefähr sieben Tage, sie hatten es ja nicht eilig und fuhren nachts in der Regel nicht. Die Tage verliefen unterhaltsam, jeden Tag morgens Training für eine Gruppe mit Schaukämpfen und viel Gelächter. Holger und sein Stellvertreter schauten interessiert zu und machten untereinander Bemerkungen. Peter erkannt, dass sie sich verdeckt lustig machten und war etwas verstimmt. Salina sah ihn an und las mental seinen Ärger. „Soll ich einen von ihnen fordern und etwas verhauen?“ fragte sie verschmitzt. Peter grinste und nickte erfreut. „Aber nicht verletzen nur ein paar blaue Flecken.“ Schmunzelnd ging er zu den beiden hoch. Sie sahen sich etwas verunsichert an und musterten ihn vorsichtig, er war immerhin ihr Chef.
„Salina hat bemerkt, dass sie sich über das Training und die Übungen lustig machen und bietet ihnen einen Übungskampf an, damit sie den Wert des Trainings erfahren können.“ „Wir wollten sie nicht beleidigen“, versicherten sie erschrocken, „Wir entschuldigen uns sofort bei ihr, dass wollten wir nicht.“
„Ein Übungskampf würde meinem Stellvertreter Rolf hier allerdings gut gefallen. Er ist ebenfalls in fernöstlicher Kampfkunst ausgebildet und keiner meinen Männern konnte ihn bis jetzt im Kampf besiegen.“ „Sehr gut, dann kleiden sie sich entsprechend und kommen dann herunter.
Zehn Minuten später standen sich Rolf und Salina, jeweils in ihrer Kampfkleidung gegenüber. Gegen Rolf wirkte Salina wie ein kleines Mädchen. Sämtliche Crewmitglieder standen als Zuschauer um den Kampfplatz herum. Michaela gab das Zeichen zum Kampfbeginn. Rolf griff sofort an, aber er konnte Salina nicht treffen, sie war einfach viel zu schnell für ihn. Nachdem Rolf seine vergeblichen Angriffe eingestellt hatte, explodierte Salina schlagartig. Plötzlich schien sie fliegen zu können, sprang mühelos über ihn hinweg, rannte die seitliche Kabinenwand hinauf, bis er völlig die Übersicht verlor. Bevor Rolf wusste. wie ihm geschah, hatte er mehrere schmerzhafte Treffer eingesteckt und merkte bald verzweifelt, dass Salina nur mit ihm spielte. Dann machte sie ihn nach allen Regeln der Kunst fertig. Die Schläge prasselten nur so auf ihn nieder, allerdings zog Salina nicht voll durch sondern bremste die Schläge fast behutsam ab. Am Schluss kniete er mit schmerzverzerrtem Gesicht vor ihr und gab auf. Reumütig entschuldigte er sich bei ihr und fragte, ob er in Zukunft mittrainieren dürfte. Salina reichte ihm lächelnd die Hand und nickte, denn sie sah, dass er ein Sportsmann war und ihr die Prügel nicht übelnahm. Humpelnd begab er sich in sein Quartier, währen die Sicherheitscrew Salina mit Hochachtung musterten. Als ausgebildete Kämpfer hatten sie schnell gemerkt, dass Salina Rolf geschont hatte. Der Kampf hätte blitzschnell tödlich enden können, wenn sie ernsthaft gekämpft hätte.
Peter war ungemein zufrieden, hatte jetzt zum ersten Mal eine Khaolan Meisterin richtig kämpfen gesehen und dachte mit schaudern, wie es aussehen würde, wenn Salina ernst machte.
Nach diesem unterhaltsamen Vormittag schmeckte das Essen besonders gut, was Mama zwar grummelnd, aber innerlich sehr zufrieden, zur Kenntnis nahm.
„In drei Tagen erreichen wir Chennai eine mittelgroße indische Stadt. Dort werden wir uns die indische Küche schmecken lassen, Mama hat dann frei und kann natürlich mit, wenn sie will“, sagte Peter nach dem Essen.“ Mit schiefen grinsen meinte er, „Ich habe mich bis jetzt nicht eingemischt, aber ein guter Freund und Indienkenner hat mir in Chennai ein vorzügliches Lokal, das Royal Garden Restaurant, empfohlen. Wenn ihr wollt, reserviere ich dort einen Nebenraum, für das eigentliche Restaurant sind wir zu viele. Die ganze Crew, bis auf die Bordwache ist eingeladen. Bis 15 Uhr muss ich wissen, wie viele mitgehen.“ Allgemeine Begeisterung und Zustimmung rundum. „Also abgemacht, Übermorgen Abend indisches Restaurant in Chennai.
Michaela hatte ihr Modeprogramm wiederentdeckt und tüftelte an neuen Entwürfen. Die nächsten anderthalb Tage verbrachten sie auf See und genossen das Sonnenbad auf Deck. Peter saß im Schatten unter dem Sonnensegel und genoss denn Anblick der vielen schönen Frauen in knappen Bikinis, oder auch nur in Tangahöschen. „So ein Sonnentag ist gar nicht schlecht“, meinte er schmunzelnd und sah sich um. Michaela lachte. „Verjüngt dich das nicht, dieser verlockende Anblick?“ „Ach weißt du, ab einem bestimmten Alter wird man unempfindlich für solche Reize.“ Michaela runzelte unwillig die Stirn. So hatte sie das eigentlich nicht gemeint. „Du bist doch noch nicht alt“, versuchte sie ihn zu trösten. „Ich rede doch nicht von mir, von meinem Alter. Ich denke da so an ein Alter von 94 bis 98 Jahren. Ich denke der Helmers hat’s wirklich schwer, so ein armer alter Mann.“ Michaela prusteten laut und erleichtert los. „Du bist gemein, du hast genau gewusst wie ich das meine. Heute Abend im Bett mache ich dich fertig, da wirst du wünschen du wärst 100.“ Peter grinst schmierig, „Und du wirst dir wünschen ich wäre 25.“ Michaela lacht laut auf. „Warum hast du immer das letzte Wort und gewinnst auch noch meistens?“ fragt sie lachend und zog ihn herunter zum Küssen. Plötzlich stand Tini bei ihnen. „Was ist denn so lustig?“ wollte sie wissen und lachte schallend, als Michaela alles wortwörtlich erzählte. „Aber die Idee ist im Prinzip nicht schlecht“ meint sie mit anzüglichem Grinsen, „Sophia findet es sicher auch gut, nicht war Sophie?“ „Immer“ kam ihre grunzende Antwort.
Oben auf dem zweiten Deck schauten ein paar Sicherheitsleute neidisch auf das Bild. „So viel tolle Frauen und nur fünf Männer. „Eigentlich ungerecht verteilt, aber da kann man nichts machen und die Weiber sind auch noch scheiss gefährlich, wenn man ihnen dumm kommt. Ich hab einmal erlebt, wie die kleine Blonde, die Sophia, ein paar Kerle regelrecht zusammengefaltet hat. Die waren hinterher alle mehr oder weniger krankenhausreif.
Die Wagner ist Telekinetin, die schmeißt dich hundert Meter in die Luft, lässt dich dann los und wenn du sie geärgert hast, dann fängt sie dich nicht mal auf. Die Michaela da genauso und die verschießt auch noch Strahlen, die dich rösten. Nein. Nein. Finger weg von den Weberweibern, wenn du kein Selbstmörder bist. Der einzige, der zugreifen darf ist der Chef, da schnurren sie nur verliebt, ich weiß auch nicht wie er das macht, da könnte man richtig neidisch werden, aber es klappt nur bei ihm. Selbst die Chinesin darf er anfassen ohne dass er Prügel kriegt.“
Langsam kam der Abend und die Sonnenanbeter verschwanden in ihre Quartiere. Peter war den restlichen Nachmittag in seiner Meditationsbude gewesen und hatte sich mit der Zellregeneration beschäftigt. Dabei war ihm aufgefallen, dass in jeder alten Zelle ein bestimmter Stoff vorkam, der in neuen, jungen Zellen nicht vorhanden war. In jungen Zellen wiederum gab es eine chemische Verbindung, die es in alten nicht gab. Nun hatte er herausgefunden, wie diese Verbindung in neuen, jungen Zellen produziert wurde, nämlich über eine drüsenähnliche Anordnung, die in alten Zellen nicht mehr funktionierte. Es war ihm gelungen, diese Anordnung wieder funktionsfähig zu machen und er hatte an seiner linken Hand alte Zellen aktiviert. „Mal sehen ob es funktioniert, bis heute Abend müsste man schon etwas sehen. Tief in Gedanken saß er da und merkte nicht, dass Michaela neben ihm saß. Sie begann ihn sanft zu schütteln und so aus seinen Gedanken zu lösen. Dann versuchte sie herauszufinden, was er geforscht hatte, aber einige Bereiche hatte er gesperrt. „Was soll denn das? Was verheimlicht du uns?“ „Sobald ich fertig bin erfahrt ihr alles, aber erst dann. Wie du merkst, kann ich meine Abschirmung inzwischen aufteilen und so Bereiche freigeben oder sperren. Das müssen wir in den nächsten Übungseinheiten trainieren. Wie ich deiner Mine entnehme, funktioniert es hervorragend.“ „OK, kommst du zum Abendessen? Vorher ziehst du dich aber um“, meinte sie mit einem Blick auf sein Outfit, seine leicht verschwitzten, schmuddeligem Shorts sahen wenig einladend aus.
Nach dem Essen saßen alle auf den Couchen im Heck und tranken noch einen Abenddrink. Selbst Peter hatte heute Appetit auf ein Glas Rotwein und so saßen alle zufrieden und glühten noch von der vielen Sonne.

Drei Tage später, Kalkutta

Gegen Abend liefen sie in den Jachthafen von Kalkutta ein. Da sie einen besonders großen Liegeplatz brauchten, lagen sie weiter draußen, was Peter aber gerade Recht war. Die beiden großen Beiboote wurden aus ihren Kammern ins Wasser gelassen. Jedes fasste zwölf Personen, so dass alle mit den zwei Booten transportiert werden konnten. Den Abend verbrachten sie in einem schönen Restaurant am Hafen. Peter, Michaela, Harry mit Sonja und Carola mit Chris, fuhren zum Schiff zurück, während die anderen begleitet von sechs Securitys das Nachtleben erkundeten. Gedankenverloren saßen sie im gemütlichen Heck bei einem Glas Wein. Michaela war eingeschlafen und Peter ließ seine Gedanken zurück schweifen. Der Abend in Chennai im Restaurant war sehr schön gewesen. Sie hatten hervorragend gegessen. Er hatte sich die Gerichte in allen Einzelheiten erklären lassen. Erst spät waren sie aufs Schiff zurück gekommen. In der Erinnerung musste er lächeln. Am Abend vorher war er nichts Böses denkend ins Schlafzimmer gegangen. „Jetzt hab ich dich, bist du hundert oder 25?“, rief Michi und hatte ihn aufs Bett geworfen. „Gnade“ hatte er noch gemurmelt, während sie ihm die Hose herunterriss. „Michi, was machst du da?“ „Nach was sieht’s denn aus?“ hatte sie geknurrt und ihn geküsst, während sie seine Erektion sanft massierte. „Na ja. Keine 25 aber vielleicht 50“ hatte sie gesäuselt und ihn weiter gestreichelt, während er schallen lachte, ansonsten aber passiv blieb. Irgendwann hatte er doch mit gemacht und sie hatten beide einen schönen, höchst befriedigenden Höhepunkt erlebt. Seine Michi war höchst zufrieden mit ihm gewesen
Seine linke Hand hatte deutlich an Falten verloren, die Haut war feiner und weicher geworden, einfach jünger. Ein Triumphgefühl erfüllte ihn, sollte er den Grund für das Altern gefunden haben. Aufmerksam untersuchte er seine Hand. Es gab inzwischen eindeutig mehr junge Zellen, als alte, was bedeutete, dass sich mehr neue Zellen bildeten und die alten ersetzten. Er behandelte nun seinen ganzen linken Arm mit neuen Zellen. Mal sehen, ob die Zellerneuerung vererbt wird und ob sie nur auf die Hautzellen beschränkt bleibt. Wahrscheinlich muss ich Stammzellen modifizieren und dann wird es schwierig. Während er weiter überlegte, nahm er Michaela in den Arm, die kuschelte sich sofort an ihn. „Wo wohl die Jungen sind?“ Er ließ seinen Geist ausschwärmen und suchte sie. Dann fing er panische Gedanken auf und Tini, Sophia und Matze mit seinen Mädchen, erschienen plötzlich. „Es gibt einen heftigen Kampf, wir sind zwischen die Fronten geraten, die Securitys kämpfen, Reiner ist verwundet Salina kämpft ebenfalls wie der Teufel und Tina haben sie anscheinend gefangen genommen.
„Ihr bleibt alle hier. Sophia, du führst mich und bleibst immer dich bei mir unter meinem Schirm. Michi, du baust mit Tini einen Schirm um das Schiff auf. Matze, ihr helft Michi.“ Dann entmaterialisierte er mit Sophia zum Ort des Kampfes. Mitten im Straßengewirr der Altstadt tauchten sie auf. Er sah sich mental um und erkannte, dass sich hier in der Tat mindestens hundert Einheimische, wenn nicht mehr, einen Kampf lieferten. „Tini, komm zu mir“, rief er laut auf ihrem privaten Kanal. Einige Sekunden später erschien Tini und er zog sie unverzüglich unter ihren Schirm, den sie sofort verstärkte. „Schließt euch mit mir zusammen, wie beim Schirmaufbau.“ Mit ihrer Hilfe baute er ein starkes hypnosuggestives Feld auf und zwang die Leute, sich hinzusetzen und die Waffen vor sich auf den Boden zu legen. Mit seinen Gedanken suchte er nach Salina, Reiner und Tina. „Ich glaube Salina ist da drüben“ Sophia deutete auf ein halb verfallenes Haus und sie gingen unter dem Schutz des Schirmes. Salina lag bewusstlos unter einem Holzbalken der herabgebrochen war. Sophia hob mit Geisteskräften den Balken an und zog sie heraus. An dem, nur von einigen trüben Funzeln erhellten Ort stank es fürchterlich. Die Hälfte der, aus allem Möglichen zusammengebauten Hütten war zusammengebrochen. Überall saßen jetzt auf Grund seines Hypnotischen Befehls Menschen im Dreck. „Bring Salina zu Schiff und komm gleich wieder her Sophia“ befahl Peter. „Wir warten hier auf dich.“ Tini deutete auf eine im dunklen liegende Gasse. „Ich glaube Reiner ist da drüben.“ Peter konnte ihn jetzt auch spüren. Sie warteten, bis Sophia wieder da war, dann eilten sie in die Gasse. Überall saßen reglosen Männer und stierten vor sich her. Der Gestank wurde noch schlimmer, was Peter nicht für möglich gehalten hatte. Hinter einem Haufen Abfall fanden sie den schwer verletzten Reiner. Vorsichtig bargen sie ihn. Er kam zu Bewusstsein und flüsterte, „sie haben Tina mitgenommen, rettet sie, bitte. Tini sie ist doch deine Schwester, tu was, bitte, bitte.“ Dann verlor er wieder das Bewusstsein. „Bring ihn weg Tini und bleib bei ihm, er braucht dich jetzt. Michi soll dir helfen. Sophia und ich schaffen das schon.“ Nach einer Stunde mussten sie die Suche abbrechen, Tina war entweder tot oder in tiefer Bewusstlosigkeit. Hypnotisch drohte er den Konfliktparteien mit fürchterlicher Vergeltung, wenn Tina nicht sofort zu ihm gebracht wurde. Er setzte eine Frist bis Morgen früh elf Uhr, dann würde er anfangen, die Familien der Anführer zu töten, Frauen und Kinder, alle. Mit Hilfe seiner Kräfte würde er sie finden egal wo sie sich versteckten. Sophia lief es eiskalt den Rücken hinunter bei dieser brutalen Drohung, die er hypnotisch gewaltig verstärkte. Fassungslos sahen die Anführer, wie die beiden leuchtenden Gestalten verschwanden. Dann fuhren sie herum. Die Feindschaft ruhte für den Augenblick, wo war die Frau die dieser fremde Dämon suchte. Es musste ein Dämon sein, bei den Kräften die er hatte. Eine andere Erklärung ließ ihr beschränktes Weltbild nicht zu. Schnell fanden sie heraus, dass sich noch eine dritte Gruppe beteiligt hatte, aber die waren verschwunden.
Peter umarmte Sophia. „Es hat keinen Sinn hier herum zu suchen. Lass uns von hier verschwinden, wir suchen vom Schiff aus. Wenn sie noch lebt, dann finden wir sie.“ Auf dem Schiff war die Enttäuschung groß, als sie ohne Tina erschienen. Die Sicherheitstruppen waren auch wieder da, einer der Männer war schwer verletzt, der Rest hatte Beulen und Schrammen, die zwar schmerzten, aber wieder heilen würden. Matze und seine Mädels, die Ärzte, kümmerten sich um den Schwerverletzten und versorgten ihn medizinisch. Holger war erleichtert, aber auch sichtlich verlegen. „Mit Ruhm habt ihr euch ja nicht bekleckert, wir mussten ja euch retten, nicht umgekehrt“, meinte Peter streng, musste dann aber grinsen, als er in das verlegene Gesicht schaute. „Es ging alles so schnell. Erst war alles harmlos und lustig und dann knallte es plötzlich. Heiner wurde schwer getroffen und dann waren wir plötzlich mitten im Getümmel. Wenn diese Salina nicht gewesen wäre, dann hätte es übel enden können. Die ging sofort ab wie eine Rakete und hat uns frei gekämpft. Dann haben deine Mädchen zu geschlagen und die Angreifer, die von uns eigentlich gar nichts wollten, zurückgedrängt. Ich habe leider im Gedränge und der Dunkelheit den Überblick verloren. Tut mir leid. Wir haben uns zum Boot zurückgekämpft, nachdem deine Mädchen auf ihre Weise verschwunden waren. Dass noch welche fehlten habe ich erst hier erfahren.“ Peter nickte und schlug ihm aufmunternd auf die Schulter. „Es fehlt nur noch Tina und ich hoffe, dass wir sie bald finden sofern sie noch lebt.“ Er ging in Richtung seines Quartiers, Holger starrte ihm entsetzt hinterher.
In ihrem Wohnzimmer fand er seine drei eng umschlungen auf der Couch, Tini weinte enttäuscht. Peter wurde zornig und schrie sie an. „Jetzt reißt euch mal zusammen, jammern könnt ihr später noch. Wir bilden jetzt einen Verbund und machen uns auf die Suche. Wenn sie noch lebt, dann finden wir sie.“ Erschrocken sahen sie ihn an. So hatten sie ihn noch nie erlebt, aber er hatte ja Recht, sie waren wirklich ein hysterischer Haufen, dachte Michaela bei sich. Entschieden zog sie ihre beiden hoch. „Los jetzt, er hat recht, plärren können wir später noch, reißt euch zusammen.“
Sie schlossen sich zu einem Verbund zusammen. Vorher hatten sie Tamia geholt, die ihre Körper überwachen sollte. Dann löste sich das Verbundwesen und schwebte über der Stadt. Mit den starken Kräften scannten sie dieses trostlose, unendlich schmutzige Slumviertel, fanden aber keine Spur von Tina. Während der Morgen graute, kehrten sie in ihre Körper zurück. Tamia legte sich traurig zu ihnen. Eine Stunde später sprang Peter, diesmal mit Michaela im Arm in das Hauptquartier der einen Gruppe. Der Anführer sank vor Angst schlotternd auf die Knie. „Die Frau ist nicht bei uns und bei den Gegnern, bei Egedo ist sie auch nicht.“ Egedo war der Anführer der gegnerischen Partei, entnahm er den Gedanken. „Aber es waren Leute von Sahib Pascha mit dabei, vielleicht haben die sie mitgenommen. Die Gruppe lebt im Hinterland, sie sind nur in der Stadt, wenn sie einen Überfall planen.“ Mit Jivans Hilfe fanden sie die dritte Gruppe, aber auch hier war keine Spur von Tina. Peter nahm Michaelas Hand und spürte die Kraftbündel an Energie, die sie ihm zur Verfügung stellte.
Sein Blick glitt über die armselige Umgebung. Alles war grau in braun, kaum ein Farbklecks, die Menschen in dreckige Kleider, meist Lumpen gekleidet, stinkend, sie waren hier im armseligen Teil Indiens gelandet. Nur der ohrenbetäubende Lärm des Verkehrs zeigte von Leben. Einige Straßen weiter gingen Menschen in schicker Kleidung ihren Geschäften nach und mussten nicht um das tägliche Essen fürchten oder sich kümmern.
Er konzentrierte sich wieder und nahm die mentale Suche auf, doch vergeblich. Nach einiger Zeit teleportierte er mit Michaela aufs Schiff zurück. Da die beiden Kampfgruppen von heute Nacht offenbar nichts mit dem Verschwinden Tinas zu tun hatten, hatte er seine Drohung der Vergeltung gegenüber den Familien, zu deren großer Erleichterung zurückgenommen. Auf dem Schiff herrschte ein bedrücktes Klima. Die meisten waren in ihren Quartieren verschwunden, das Deck war leer. Zum Mittagessen waren nur Peter und Michaela erschienen, sehr zum Leidwesen von Mama. „Nichts essen löst das Problem doch auch nicht“, meinte sie aufgebracht und verschwand in der Küche. „Recht hat sie“ sagte Peter und nahm Michaelas Hand. Sie gingen in ihre Wohnräume und fanden dort Sophia und Tini, die sich um Conny kümmerten. Conny hatte sich eng an Tini gekuschelt und schlief erschöpft. Beide sahen sie ihn fragend an. Peter öffnete seine Abschirmung und gab ihnen alle Informationen. „Ich erinnere mich an Katala, als du, Tini, verschwunden warst. Solange du bewusstlos warst, konnte ich dich auch nicht orten. Vielleicht ist es hier auch so. Tini sah ihn hoffnungsvoll an und nickte zustimmend. Dann drückte sie Conny fest an sich.
Am nächsten Morgen gab es immer noch keine Spur von Tina. Reiner war über den Berg und völlig verzweifelt. Tini war mit Conny bei ihm und sie versuchten ihn zu beruhigen. Conny hatte sich zu ihm ins Bett gekuschelt und er hielt seine Tochter im Arm. Gegen Nachmittag zuckte Tini plötzlich zusammen und horchte. „Piet hat etwas“, stieß sie hervor und lauschte weiter. Nach weiteren zehn Minuten ließe sie erleichtert den abgehaltenen Atem ausströmen. Reiner fixierte sie angstvoll. Sie nahm seine Hand. „Er hat sie und bringt sie her. Sie sind gleich da.“ Im nächsten Moment flimmerte die Luft und dann stand Peter mit Tina auf dem Arm da. Vorsichtig legte er sie zu ihm ins Bett. Sie war völlig erschöpft, aber wach. „Hallo meine Lieben“, sagte sie leise und strich Conny über das Haar. Diese schreckte hoch. „Mami“, der Jubelschrei gellte laut in ihren Ohren, während sie sich auf ihre Mutter warf und sie umarmte. Reiner hatte Tränen in den Augen und küsste dann beide abwechselnd. Tini und Peter gingen still hinaus. „Sorge bitte dafür, dass Tina nachher badet und hol Michi, oder Tamia die sollen sie untersuchen. Reiners Bett muss dann auch frisch überzogen werden und Conny soll gleich mit ins Bad.“ Fassungslos lächelnd sah Tini ihm nach. „Jetzt wird mir klar, was Michi gemeint hat als sie Ja Papa gesagt hatte. „Alles klar Papa, wird gemacht.“ Irritiert schaut er der lachenden Tini hinterher und schüttelt dann den Kopf. „Wie meint sie denn das?“ Ein Lachen ertönt in seinen Gedanken. „Komm sofort zu mir alter Schwerenöter, ich erkläre es dir.“ Im Meditationsraum sank er in Michaelas Arme und sie zog ihn lachend zu sich und drückte ihn still an sich. Peter wollte keine Erklärungen, er wollte nur noch still bei seiner Michi liegen und genau das tat er jetzt.
Was er zu Tinas Befreiung getan hatte, darüber schwieg er beharrlich, selbst Michaela bekam nicht heraus, wo Tina eigentlich gewesen war und Tina selbst wusste es auch nicht. Sie erinnerte sich nur an einen feuchten Keller und eine unheimliche, fürchterliche Gestalt, die ihr ein übelschmeckendes Gebräu in den Mund zwang, von dem sie sofort das Bewusstsein verlor. Kurz bevor Peter sie befreite, hörte sie nur ein lautes Gebrüll, dann erschien Peter und nahm sie mit. Michaela war entsetzlich neugierig, wusste aber auch, dass sie von ihm nur etwas erfahren würde, wenn er von sich aus redete und das wollte er offensichtlich momentan nicht. Es hatte anscheinend eine riesige Bedrohung gegeben die er gerade noch abwenden konnte. Eine fremde Wesenseinheit hatte ihm geholfen, er musste Schweigen und sie sich damit vorerst abfinden. Jede weitere Frage von anderen, auch von Tini und Sophia wiegelte er ab und verbot weitere Neugier.
Grummelnd fügten sich die beiden, als auch Michaela sie zur Mäßigung ermahnte. „Auch ich weiß nicht, was genau geschehen ist und Piet bat mich, nicht weiter zu fragen, sondern ihm zu vertrauen und das tue ich, also tut ihr es bitte auch“, forderte sie sehr ernst.
Nach der glücklichen Rettung Tinas hielt sie nichts mehr in Kalkutta und sie fuhren weiter in Richtung Ganges Mündung, denn das wollten sie alle sehen.
Der Ganges ist über 2.600 km lang und damit der zweitgrößte Fluss Indiens und Bangladeschs. Er durchfließt die große Ebene südlich des Himalayas, eines der am dichtesten bevölkerten Gebiete der Erde. Der Ganges ist der heiligste Fluss der Hindus; er ist sehr stark durch Abwässer und Schadstoffe belastet. Trotzdem badeten die gläubigen Hindus in ihm und tranken sein Wasser.

Auf See, Film angesetzt

Weiter ging es durch den Golf von Bengalen nach Süden an Myanmar vorbei in Richtung Thailand. Da sie jetzt mindestens eine Woche auf See waren, nutzten Tini und Sophia die Zeit, um sich um ihren Film zu kümmern. Matze und die Mädels sprangen schnell zu Pedro und Familie Blum relaxte ausgiebig. Michaela war mit ihrem Modeprogramm beschäftigt und Peter war abwechselnd im Arbeitszimmer, Meditationszimmer oder faul auf seiner Lieblingscouch im Heck. Momentan war er im Meditationszimmer und forschte weiter im Bereich des Zellaufbaus und des Zellwachstums. Sein linker Arm war ein Erfolg, und er hatte festgestellt, dass manche der Zellen die Änderung der Anordnung der Sekreterzeugung übernommen hatten, andere nicht. Warum das so war, wusste er nicht. Er müsste also entweder alle Zellen direkt ansprechen, oder es ging eben nicht. Tief in seine Überlegungen versunken bemerkte er Michaela nicht. Still saß sie neben ihm und beobachtete sein Gesicht. Eigentlich ist er nicht älter geworden, zu mindestens nicht vom Aussehen, na ja, schon ein paar Falten mehr, aber bei Männern ist das ungerechterweise nicht so schlimm. Zum Glück war er Vorgestern in Kalkutta voll da, das hätte sonst böse enden können. Salina war ja süß. Sie hat sich so lieb und ehrerbietig bedankt, dass mein Süßer nicht wusste was er sagen sollte. Die Küsse hat er aber genossen der alte Lustmolch. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter und schloss die Augen.
Zum Abendessen waren alle wieder da. Tini Schäume vor Wut und Sophia wirkte auch leicht angepisst. „Was ist den passiert.?“ fragte Michaela und Tini legte wie ein Wasserfall los. „Nicht so schnell, ich komme sonst nicht mit.“ bremste Michaela sie ab. „Die haben den Film gecancelt. Den neuen, den sie im Auge haben, passt nicht zu uns. In USA ist auch nichts Geeignetes in Sicht. Wir haben zwar viele Angebote, aber keines gefällt mir so richtig. So ein Mist, ich hätte mal wieder Lust gehabt.“ „Was würde dir denn vorschweben?“ wollte Peter wissen. „Na ja, kein so ein brutaler, wie die Sisters, kein Agententhriller und kein Krimi. So was richtig aus dem Alltag, ein Heimatfilm oder Bergfilm. Die deutsche Serie vom Berg Arzt finde ich klasse oder was Ähnliches. Herz, Schmerz, Liebe und ein bisschen Dramatik, aber nicht zu viel. Ein reiner Unterhaltungsfilm für alle eben, aber das gibt’s zu Zeit nicht. Schade. Nun denn, da kann man nicht ändern. Sophia hätte mehrere Angebote allein, aber sie will mit mir, oder noch besser mit mir und Tina.“ Tini schmiss sich zu Peter auf sie Couch, Sophia auf Peters Schoß. Michi lächelte und sah Peter ganz genau an. Sie spürte, dass was im Busche war. Peter wusste etwas, was sie nicht wusste und das ärgerte sie ungemein. „Raus mit der Sprache“ ertönte sie auf ihrem eigenen Kanal, den nur sie beide hatten. „Sei nicht so gemein, ich spüre genau, dass du dich gerade köstlich amüsierst, oder freust. Du weißt eine Lösung für Tinis Problem, verrate es mir sofort oder ich küsse dich die nächsten zwanzig Minuten nicht.“ „Das halte ich aus“ sagte Peter laut. Tini und Sophia sahen ihn irritiert an. „Bin ich zu schwer?“ fragte Sophia und Peter bekam einen Lachkrampf. „Was hat er denn?“ wollte Tini von Michaela wissen. „Der amüsiert sich gerade über euch. Wie ich in kenne, hat er bereits eine Lösung für eure Situation, aber er rückt sie nicht raus. Deshalb habe ich ihm einen zwanzigminütigen Kussboykott angedroht und er hat gemeint, dass er das aushält.“ Drei Frauenköpfe waren auf ihn gerichtet und er grinste still. „Ich glaube unser Schatz will mal wieder Prügel. Was meinst du Sophie? Oder knutschen wir ihn bis er erstickt?“ „Knutschen macht mehr Spaß, obwohl Prügeln hat auch was, obwohl er es verboten hat.“ Beide überlegen hin und her. „Jetzt mal langsam ihr zwei. Woher soll ich denn eine Lösung haben? Ich habe ja gerade erst davon erfahren. Ich bin zwar genial, aber so genial nun auch wieder nicht.“ „Hm, das stimmt natürlich, woher soll er es vorher gewusst haben.“
Beide schmusten wieder mit ihm. „Schade, wäre natürlich toll gewesen.“ Michaela, die Peter weiter beobachtet meinte nur. „Schaut euch sein breites Grinsen an, der verarscht euch nach Strich und Faden. Er hat eine Lösung, ich weiß zwar nicht wie und woher, aber er hat sie, ich kenne meinen Piet.“ Tini sah ihn mit ihren großen leuchtenden blauen Augen an. „Sei nicht so gemein“ bat sie, „Wenn du eine Lösung weißt, dann sag sie.“ Ihre weichen zitternden Lippen legten sich auf seine. Er lachte schallend. „Die Vorstellung ist perfekt, du bist ein Aas, aber ein süßes und liebenswertes, ich kann dir nicht wiederstehen.“ Wieder verschlossen ihre Lippen seine und verhinderten weitern Spott. „Aber Michi muss ihren Boykott aufheben, sonst läuft gar nichts.“ Michaela beugt sich zu ihm und küsst ihn herzhaft. Er seufzt. Nehmt mal das Tablet, das dort auf dem kleinen Tisch liegt und Öffnet die Datei Buch2.“ Tini und Sophia beugten sich über den Bildschirm und rissen dann erstaunt die Augen auf. „He! wo kommt das den her, woher hast du das?“ rief Tini erstaunt „Was ist das?“ Fragte Michaela. „Dort liegen noch zwei weitere Tablets, Lest einfach.
Nach einigen Minute sah ihn Michaela mit feuchten Augen an. Sie hatte die Rumpfgeschichte eines Films erkannt, und zwar genau so eines Films, wie Tini es sich eben gewünscht hatte.
Nach einer guten Stunde hatten sie den Text in der Drübersicht gelesen. Tini schmiss sich ihm mit leuchtenden Augen an den Hals und knutschte ihn hemmungslos ab, bis Sophia sie wegzog und ebenso hemmungslos weiter machte. Nachdem er wieder Luft holen konnte sagte er, „Das ist nur die reine Basisgeschichte Tim, oder jemand entsprechendes muss ein Drehbuch daraus machen.“
„Sophia, das Rumpfbuch zu den Sisters hat auch Peter geschrieben, dieser Text ist von ihm, er hat es geschrieben.“ Sophia schaut ungläubig. Als aber auch Michaela bestätigend nickte, meint sie. „Wow, du zeigst immer neue Talente. Wann hast du das denn geschrieben?“ „Ist schon einige Zeit her, da hatte ich Lust dazu und dachte, vielleicht wird es mal wichtig, ich hatte so meine Ahnungen, dass ich es mal brauchen kann. Schaut doch nach, ob Tim Zeit hat, der wäre am besten geeignet.“ Die beiden eilten davon und er nahm Michaela in den Arm. „Du kennst mich viel zu gut, da nützt auch Abschirmung nichts mehr.“ Am leichten vibrieren merkte er, dass sie Lachte.
Nach einiger Zeit kamen die beiden strahlend zurück. „Tim hat in zwei Wochen Zeit und will mit Sybille herkommen. Er findet es geil, auf einem Schiff zu arbeiten und hat von unserer Jacht schon einiges gehört. Wir holen ihn und Sybille ab, wenn es soweit ist.“ Tini sprüht vor Energie und Tatendrang.
Abends im Bett gab sie keine Ruhe. Immer wieder hatte sie eine neue Idee und terrorisiert ihre Gefährten. „Tini mein Schatz, Gib endlich Ruhe, wir sind alle müde. Soll ich dir ein Schlaflied singen?“ „Um Gottes willen,“ ertönte es dreistimmig. „Dann sei endlich ruhig, sonst singe ich wirklich.“ Sophia kreischte gespielt in höchster Not, „Michi halt ihm den Mund zu, kneble ihn, sonst singt er wirklich.“ Alle krümmten sich vor Lachen und Peter meinte, „Eigentlich müsste ich ja beleidigt sein, wo ich doch so eine wirklich schöne Stimme habe, aber heute bin ich zu müde dazu.“ Dann kehrte endlich Ruhe ein, vor allem, weil Peter sanft Tinis Kehrseite massierte und auch Sophia und Michi nicht zu kurz kamen.

Zwei Wochen später, der neue Film

Sie waren kurz vor Thailand und Tini telefonierte mit Tim, der jetzt mit Sybille in München war. Sie hatten Myanmar passiert, da es momentan zu unsicher war und waren auch an Singapur vorbeigefahren. Dorthin wollten sie ein anderes Mal reisen. Noch ein Tag, dann erreichten sie Bangkok.

Bangkok, die Hauptstand Thailands, ist eine Großstadt, die für kunstvolle Heiligtümer und ein pulsierendes Leben auf den Straßen bekannt ist. Der von vielen Booten genutzte Chao Phraya fließt durch das Netz der Kanäle und auch an der Altstadt Rattanakosin mit dem opulenten Großen Palast und dem Tempel Wat Phra Kaeo vorbei. In der Nähe befinden sich der Tempel Wat Pho mit einer riesigen liegenden Buddha-Statue und auf der anderen Flussseite der Wat Arun mit seinen steilen Treppen und dem Spitzturm im Stil der Khmer.
Aus einem Reiseführer

Am frühen Morgen fuhren sie den Hauptfluss hinauf bis fast ins Zentrum von Bangkok und legten dort an dem für sie reservierten Liegeplatz im Zentrum, am Rande der Altstadt, an. Von hier aus konnten sie direkt zu Fuß in die moderne City und auch in die Altstadt gehen. Auf dem Kay wimmelte es von Taxis aller Art. Von der Rikscha bis zur Stretch Limousine gab es alles was man sich nur vorstellen konnte und das sich irgendwie bewegte.
Fasziniert beobachtete Peter das quirlende Leben auf dem Fluss. Eine unendliche Zahl von langen, schlanken Holzkähnen, manche mit tuckernden Motoren, die anderen mit langen Paddeln, Rudern oder Stangen, waren in beiden Richtungen unterwegs. Alles wurde auf diesen Kähnen transportiert. Obst, Gemüse, Hühner und sogar Schweine. Ganze Familien schienen auf größeren Kähnen zu leben. Dann natürlich Motorboote aller Größen Form und Farben, von Luxusjachten bis zu Rostkübeln war alles vertreten. Ein unglaublicher Lärmpegel herrschte. Die unzähligen Händler priesen lautstark ihre Waren an. Nur die, an der Reling verteilten Sicherheitsposten mit grimmigen Gesichtern und Schlagstöcken in den Händen, verhinderten, dass Händler an Bord kletterten. „Das ist besser als jedes Kino“, meinte Peter, „da kann ich stundenlang zusehen, sofern es nicht zu warm wird.“
Nach dem ersten Tagesausflug streikte Peter. „Ich habe genug gesehen, jede Menge Tempel und einen goldenen Buddha. Das genügt mir. Ihr könnt Morgen ja wieder losziehen, aber denkt an Kalkutta, seid stets wachsam und verteidigungsbereit. Ich habe keine Lust, auf meine alten Tage noch zum Straßenkämpfer zu werden. Ihr nehmt auf jeden Fall genügend Securitys mit. Tatjana, du bleibst bei Sophia, Carola, dir brauche ich nichts zu sagen, ebenso Sonja, falls Michi mitgeht. Matze du passt auf deine Mädels auf. Last die Familienkanäle offen, damit ich jederzeit weiß was los ist und ihr untereinander natürlich auch. Scheisse, jetzt habe ich schon wieder einen Vortrag gehalten, ich bin jetzt sofort still. Nur noch eines. Nehmt nicht jeder eine Bankkarte mit, eine pro Gruppe reicht. Wortlos teilte er Karten aus. Lasst eure eigenen hier, die hier sind limitiert und versichert. Die Pin ist bei allen das Gründungsjahr von Atlantis, eine Eins und drei Neuner.“ Irritiert schaut er in immer breiter grinsende Gesichter. „Habt ihr verstanden?“ fragt er laut. „Jawohl Papa“ schallt es laut im Chor. Verblüfft sah er sie an und begann dann herzlich zu Lachen. „Das habe ich jetzt wohl verdient, freche Bande. Dafür sollte ich euch das Abendessen streichen, aber dann bekomme ich Ärger mit Mama und das will ich nicht riskieren. Dann müsst ihr eben allein essen, ihr seid doch am Abend sicher hungrig. Aber nach der Tour müsst ihr euch erst waschen, ihr seid dann sicher schmutzig und schmutzige Kinder bekommen kein Essen.“ „Du aber sicher auch nicht lieber Papa, auch du musst zuerst unter die Dusche flötete“, Salina und erntete zustimmendes Gelächter. Peter streckte ihr die Zunge heraus, drehte um und verschwand in seinem Wohnbereich. Salina überlegte den ganzen Tag, was das Zunge herausstrecken bedeuten sollte und frage dann Michi.
Am Abend erklärte Michi Salina schnell, was es im Westen mit dem Zunge Herausstrecken auf sich hatte, und dass er damit anzeigte, dass er nicht böse war, sondern eher amüsiert. Salina lachte daraufhin erleichtert, denn sie war im ersten Moment erschrocken von Peters Reaktion. „Kleine Buben strecken aus Trotz, wenn sie nicht weiter wissen die Zunge heraus, das ist in der Regel nicht böse, höchstens unhöflich.“ Salina seufzte, „Oh je, da muss ich noch viel lernen“ meinte sie, aber viel verstehe ich ja schon. Nur bei Peter fällt es mir manchmal schwer, er hat schon einen eigenartigen Humor.“ Michaela lachte laut. „Das kann man wohl sagen. Ich kenne ihn am längsten, aber auch mich legt er immer wieder rein und freut sich dann unbändig. Manchmal ist er wie ein kleiner Junge, der seine Zunge rausstrecken, dann ist er wieder der umsichtige Mann, der sich um alles kümmert.“ Michaela hatte sich hingesetzt und Salina, wie von selbst, auf dem Schoss. „Du weißt doch, dass Tini, Sophia und Tina bekannte Schauspielerinnen sind? Neulich waren sie wegen einem Film, indem sie Hauptrollen spielen sollten, in München. Der Film war aber gecancelt, d.h. er ist abgesagt, wird nicht gedreht und es gab auch keinen anderen passenden Film. Tini war ziemlich traurig. Was macht der Mann, er drückt ihr den Text für einen Film, genau wie sie es sich gewünscht hatte in die Hand. Er hatte den Text extra für seine Mädchen geschrieben und er kann das. Das Buch zu dem Film, mit dem Tini berühmt wurde, hat auch Peter geschrieben. So ist er dann auch wieder und dafür lieben wir ihn.“ Salina hatte feucht Augen. „Das ist schön, so habe ich ihn auch eingeschätzt“, meinte sie zufrieden. „Ich gehe jetzt auch schnell duschen, damit ich noch was zu essen kriege.“ Ihr schelmisches Lächeln verriet sie. Sie wusste genau, dass sie nicht hungern musste. Michaela sah ihr lächelnd hinterher und ging dann ebenfalls duschen.

Drei Tage später Ende September, Alles gut, Tim und Sybille

Die Sehenswürdigkeiten von Bangkok waren zum größten Teil abgearbeitet, Peter hatte es sich bequem gemacht und war als körperloser Geist mit gegangen. Damit schlug er zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens war er ohne Anstrengung und Hitze dabei und sah alles, was die anderen sahen und zweitens konnte er das Umfeld der Gruppe auf mögliche Gefahren viel besser überwachen. Michaela wusste von seiner Anwesenheit und war auch zufrieden. Besser ein Geist als gar keiner, hatte sie bei sich gedacht und innerlich gegrinst. Tini und Sophia wussten natürlich ebenfalls, dass Peter da war und fühlten sich deutlich wohler. Heute Vormittag wollten sie Sybille und Tim aus München holen. Tini bat ihn mit zu kommen. Auch Sophia fand es besser. Tina stand ebenfalls dabei und war gespannt, sie hatte bei dem ersten Film auch mitgespielt und war in diesem ebenfalls vorgesehen. Bei diesem ersten Film hatte sie ihre Schwester Tini, von der sie vorher nichts gewusst hatte, kennen gelernt. „Irgendwann müsst ihr mir das mal erzählen, wie das gekommen ist“ hatte Sophia gefordert und Tina nickte zustimmend.
„14 Uhr also kommt her ihr zwei, lasst euch umarmen.“ trompetete Peter und dann entmaterialisierten sie nach München. Sie materialisierten oben im Wohnzimmer. Peter sah auf die Uhr. 9 Uhr. Passt hervorragend, sie müssten schon da sein. Als er die Glastüre öffnete, hörten sie unten Stimmen. „Wenn ich es ihnen sage, es ist niemand da.“ Dann erklang Tims Stimme, „Herr Weber hat gesagt, um 9 Uhr holt er uns ab.“ Peter ging die Treppe hinunter. „Wir sind schon da, hallo Tim, hallo Sybille.“ Die Küchenhilfe schaute sie fassungslos an. „Es ist gut Frau Huber, wir übernehmen das.“ Erleichtert verschwand die Frau in der Küche. Tini und Sophia begrüßten die beiden. Zwei große Trolleys standen hinter ihnen. „Ist das alles fragte Peter?“ „Ich weiß nicht ob ich Tini richtig verstanden habe, aber sie hat gesagt, ich solle nur das nötigste packen, den Rest könnten wir dann schnell nachholen. Gleichzeitig höre ich, dass wir in Thailand sind und ich leichte Sachen mitnehmen soll. Ich verstehe langsam nichts mehr.“ Peter schnappte sich die Trolleys und verschwand ins Wohnzimmer hinter den Kamin, wo man ihn von der Küche aus nicht sehen konnte. Die anderen gingen langsam hinterher, dann bemerkte Sybille, dass die Trolleys weg waren und Peter etwas schneller atmete. „Keine langen Erklärungen, ihr werdet jetzt etwas erleben, von dem ich euch bitte, es niemanden zu erzählen. Kommt beide zu mir, Tini und Sophia, ihr auch. Sybille und Tim in der Mitte und die drei um sie rum. Dann zog es leicht und es war schlagartig warm und sehr hell. Fassungslos schauten sich Tim und Sybille um und bemerkten viele bekannte Gesichter. Tina begrüßte sie freudig, Harry, Sonja, Carola und Chris waren ebenfalls da. Tim wehrte erst mal ab, trat an die Reling der großen Jacht und sah auf das nachmittägliche Bangkok. Dann drehte er sich zu Peter um und sah ihn fragend an. „Wir haben im Verlauf der letzten Jahre einige etwas ungewöhnliche Fähigkeiten dazu bekommen unter anderem diese bequeme Transportmöglichkeit. Teleportation nennt man das und wir vier, sowie Matze und seine Damen, er zeigte auf die drei können es.“ Conny zog eine Schnute. „Entschuldigung, unsere Conny, Tinas Tochter, kann es ebenfalls“, ergänzte er. „Daher können wir auch jederzeit etwas nachholen, wenn wir es brauchen. Wo ist denn euer Ben?“ „Der ist bei Oma, der muss leider in die Schule, er geht jetzt in die dritte Klasse.“ „Schade, es hätte ihm hier sicher gefallen. Wir können ihn ja am Freitagnachmittag holen und am Sonntag wieder zur Oma bringen“, schlug Tini vor. Sybille stand ganz starr da. „Für euch ist diese Art der Fortbewegung anscheinend normal?“ fragte sie erstaunt. „Alle hier sind es inzwischen gewohnt und denken sich nichts mehr dabei, es ist in der Tat normal für uns“, erklärte Peter. „Kommt, jetzt gibt es erst mal Kaffee und Kuchen. Mama kennt ihr ja auch noch von früher“, meinte er als sie heranschwebte und sie lautstark begrüßte. Alle saßen danach auf den Couches im Heck. Hier war es wegen der klimatisierten Luft aus geschickt angebrachten Düsen angenehm kühl. Tim konnte nicht genug von der Umgebung sehen und Peter versprach ihm nachher einen Rundgang durchs Schiff. Nach einer Weile sagte Peter, „Morgen könnt ihr euch Bangkok ansehen, wir bleiben noch ein paar Tage. Haltet euch an Tini und Sophia, sie kennen sich schon ein bisschen aus. Wenn ihr noch etwas aus Deutschland braucht dann sagt das, wir holen es dann. Wenn ihr übers Wochenende euren Ben holen wollt, dann ist auch das kein Problem. Die Hauptschwierigkeit ist sicher, dass er nichts ungewollt ausplappert.“
Sybille und Tim saßen wie erschlagen da und musterten alles um sie herum ungläubig. Inzwischen war es später Nachmittag geworden und der Betrieb und Lärm am Kay nahm beständig zu, die Stadt erwachte aus der mittäglichen Hitze. Sybille war mit Michi und den beiden Mädchen verschwunden. Sie besichtigten ihr Zimmer und Michaela erklärte ihr die verschiedenen Räumlichkeiten. Peter sah Tim auffordernd an. „Komm wir machen einen Rundgang durch die Jacht. Das Schiff ist ein Katamaran, 78m lang und 32m breit. In den beiden Rümpfen ist die ganze Technik und der Antrieb untergebracht. Angetrieben wird es von vier Wasserstrahlturbinen.“ Sie stiegen hinunter in den linken Rumpf. „Hier befinden sich jeweils ein Raum für zwei Beiboote, ein kleiner Fitnessraum und vorne zwischen den Rümpfen der Hangar für unseren kleinen Hubschrauber. Die Landeplattform ist gerade versenkt, sie kann bei Bedarf ausgefahren werden. Im anderen Rumpf ist ein Trainingsraum und unter der Küche ein großer Kühlraum für Lebensmittel. Außerdem befindet sich hier die Sicherheitszentrale und der zentrale Technikraum. Weiter hinten gibt es verschiedene Werkstätten. Einen Maschinenraum im herkömmlichen Sinn brauchen wir nicht, es gibt nur einen Elektroraum mit der Steuerung und den Speichern.“ Sie stiegen wieder aufs Deck. „Hier ist rechts die Küche, links sind Kabinen für Gäste. Vorne im Bug sind unsere Räume. Im ersten Stock sind nur Quartiere auf der ganzen Länge und hinten und vorne ein Aussichtsplattform. Einen Stock höher sind Quartiere der Sicherheitsleute und der Mannschaft, Aufenthaltsraum etc. Im dritten Stock ist nur die Brücke mit der Steuerung und Überwachung des Schiffs.“ Sie blieben in der Brückenzentrale stehen und Tim war beeindruckt von der modernen Technik. Peter stellte Tim Tobias, dem Kapitän vor. Die beiden unterhielten sich eine Weile. Tobias erklärte Tim die Steuerung des Schiffes und die verschiedenen Monitore während Peter die Aussicht von hier oben genoss. Inzwischen war es Abend geworden und die beiden standen oben auf der Brückenplattform und beobachteten fasziniert das bunte Gewühl in den Straßen zur Stadt. Trotz der Entfernung war der Lärm, vermischt mit dem ständigen Hupen und klingeln deutlich zu hören. Essensgerüche von den Restaurants und Garküchen wehten herüber und Peter meinte darauf hin. „Wir sollten wieder hinunter, es gibt bald Abendessen und Mama führt ein strenges Regiment, egal wo wir uns befinden.“ Aber zuerst zeige ich dir eure Kabine, sie liegt unten nicht weit von unseren Räumlichkeiten. Das Schiff ist jetzt fast zur Hälfte besetzt.
Es waren eigentlich zwei Räume. Ein kleiner Schlafraum mit Fenster und ein Vorraum mit zwei Sesseln, Tisch und kleinem Schreibtisch mit Stuhl und Schränken. Auf der Seite war die Türe zum Bad mit WC. „Toll“ meinte Tim, „hier kann man’s aushalten. Wenn wir die beiden Sessel rausstellen und einen zweiten Stuhl herein, dann können wir hier ungestört arbeiten.“ Peter nickte. „Der eigentliche Arbeitsraum ist gegenüber der Küche, der ist wesentlich größer. Ich zeig ihn dir, wenn wir nach hinten gehen. Hinten ist immer Heck, Vorne ist der Bug, bezogen auf dir Fahrtrichtung“ erklärte er. Er deutete auf den Schreibtisch, auf dem zwei große Notebooks lagen. „Die sind über das WLan mit dem Bordcomputer verbunden. Dort Liegt der Text, aus dem ihr eventuell wieder ein Drehbuch schaffen könnt. Schaut es euch an, ob es was taugt. Tini wollte unbedingt etwas in der Richtung machen. Es muss natürlich noch ausgebaut, ausgeschmückt und ergänzt werden. Nach dem Abendessen könnt ihr es euch ja mal ansehen.

Buch zum Film

Ort Oberschwaben, Berghof bei Oberstaufen

Die Trippelhochzeit

Maria, die Mutter 44 Jahre alt und verwitwet, bewirtet mit Tochter Analena (Lena) 23 Jahre alt, den Hof mit 33 Kühen Schafen, Ziegen und Hühner. Als weitere Helferin und guter Geist wohnte Monika mit auf dem Berghof. Sie war eine Schönheit mit langen rotbraunen Haaren, leuchtend grünen Augen und einer atemberaubenden schlanken und trotzdem kurvenreichen Figur, die sie allerdings meist unter unförmige Pullis und weiten Hosen verbarg. Sie war die verwitwete Kusine von Maria und diese war ihre einzige Verwandte.
Den Berghof hatte Maria zusammen mit ihrer jüngeren Schwester von den Eltern geerbt und dem Vater auf dem Sterbebett versprochen, den Hof nicht aufzugeben, d.h. nicht zu verkaufen. Dank Monika, einer gelernte Käserin und ihrer australischen Freundin, die eine Spezialistin in der Herstellung verschiedener Arten von Schafskäse war, konnte sich der Berghof halbwegs ordentlich über Wasser halten, denn die Käsespezialitäten vom Berghof waren bis über die Grenzen der Region bekannt und wurden immer begehrter. Vor allem wegen der Kunst der australischen Ureinwohnerin, deren pikante Käse besonders gefragt waren, wurden ihnen ihre Produkte förmlich aus der Hand gerissen. Die vier Frauen bewirtschafteten gemeinsam den Hof mit Erfolg. Einige bayrische Betriebe hatten schon versucht, Serina, die australische Schönheit und Käsespezialistin wegzulocken und ihr viel Geld geboten, aber sie wollte nicht. Einer der Juniorchefs war so von ihr verzaubert, dass er sie sofort geheiratet hätte, wenn sie zustimmt würde, aber sie hatte freundlich und lieb abgelehnt, auch wenn ihr der junge Mann eigentlich ganz gut gefiel. Es entwickelte sich eine, allerdings langsam wachsende, Freundschaft zwischen, ihr und Thomas, so hieß der junge Mann. Sein Betrieb übernahm den Vertrieb ihres Käses in der gesamten Region zu absoluten Vorzugskonditionen. Monika hatte lächelnd zugesehen und sich über das wachsende Glück gefreut.
Die jüngere Schwester Margit lebte in München und war Fachärztin für Kinderheilkunde in der Kinderklinik im Münchner Süden. Sie war frisch geschieden und lebte seit einigen Monaten allein. Sie hatte inzwischen einen Freund, der in einer münchner Bank den Immobiliensektor leitete.
Momentan war sie vollkommen Aufgelöst, denn der Schwangerschaftsnachweis war positiv. Vor zweieinhalb Monaten hatte sie Manfred, ihren Banker kennen gelernt, war aber eine Woche vorher auf einer Party mit Jörg, einem süßen großen Blonden versackt und im Bett gelandet. Sie hatten kein Kondom benutzt und es war sehr schön gewesen. Zwei Wochen später war sie mit Manfred in der Kiste gelandet. Noch jetzt war sie über sich selbst fassungslos. Sie war eigentlich nicht der Typ, der sofort mit jedem schlief, aber es war nun mal geschehen und jetzt stand sie da. Jörg hatte sie neulich zufällig getroffen und der hatte sich riesig gefreut und ihr erzählt, er habe wochenlang verzweifelt versucht ihren Namen heraus zu finden. Er hatte sich gleich mit ihr verabreden wollen, aber sie hatte ihm gesagt, dass sie einen Freund hatte. Er war richtig enttäuscht und fast traurig gewesen, es hatte sie tief berührt. Fieberhaft rotierten ihre Gedanken, dann beschloss sie, erst mal ab zu warten, denn sie wusste, dass Jörg der Vater war, da sie mit Manfred immer Kondome benutzt hatte, da war sie sich sicher.
Lena, Marias Tochter, hatte mehrere Verehrer, denn sie war wie ihre Mutter, eine absolute Schönheit und heftig umworben. Franz, der Sohn des Hotelbesitzers war bis über beide Ohren in sie verknallt, ja geradezu besessen von ihr und ließ keine Gelegenheit aus um sie einzuladen. Essen, Disco, Kino oder anderes. Er versuchte hartnäckig jeden Trick. Manchmal ging sie mit, aber nur selten.
Anton der Sohn des Wiesenbauern war auch ein Verehrer. Anton war eher schüchtern und romantisch, sah aber verdammt gut aus und war absolut ehrlich und offen, was man von Franz nicht unbedingt sagen konnte. Er hatte im Gegensatz zu Franz kaum Geld und musste schwer arbeiten um sich und seine kranken Eltern halbwegs sicher über die Runden zu bringen. Mit ihm war sie schon oft oben auf dem Berg gesessen und hatte auf den Sonnenuntergang gewartet. Man konnte sich mit ihm über fast alles unterhalten und er war ein sehr guter, ruhiger Zuhörer, der einfach schweigen konnte und nicht jedes Mal einen Kommentar ablassen musste, oder einen mehr oder weniger guten Rat hatte. Einmal hatte sie sich ihm an einem sonnigen Nachmittag hingegeben und hatte es nicht bereut. Anton war ein einfühlsamer und doch hervorragender Liebhaber. An diesem Nachmittag, während er seine Lena unter sich behutsam und liebevoll stieß, saß eine Biene auf seiner Pobacke und ließe sich sanft auf und ab wiegen. Erst als sich Lena hochbäumte flog sie summend davon.
Der Vater von Franz war scharf auf den Hof der Maria, da er ein großes Berghotel mit allen Schikanen bauen wollte und Marias Almwiesen ideal wären. Da Maria nicht verkaufen wollte, wiegelte er seinen Sohn auf um über Lena Einfluss zu bekommen. Die Münchner Bank, in Form von Manfred drängte vehement, da die Investoren aus dem Osten Druck machten und langsam ungemütlich wurden.
Als Manfred heraus bekam, dass Margit die jüngere Schwester dieser widerspenstigen Maria war und ihr zudem die Hälfte des Hofes gehörte, triumphierte er und setzte Margit sofort unter Druck, vor allem weil er inzwischen von ihrer Schwangerschaft erfahren hatte und auch wusste, dass er nicht der Vater war. Es gab hässliche Streitszenen. Schließlich schlug Manfred sie in seiner Wut und sie drohte mit der Polizei und schmiss ihn raus. Am nächsten Abend wurde sie im Hausflur von zwei slawischen Typen abgefangen, brutal verprügelt und bedroht. Wenn sie nicht sofort ihre Schwester überredete, den Hof zu verkaufen, dann wollten sie sowohl ihr, als auch Maria und Lena Übles antun. Mit zerschlagenem Gesicht stand sie im Bad als es klingelte. Es war Manfred, der sie beschimpfte und aufforderte, die Türe, die zum Glück durch die Kette gesichert war, zu öffnen. Mit letzter Kraft drückte sie die Türe zu. Manfred trommelte wütend dagegen und verschwand erst, als sie wieder mit der Polizei drohte. Weinend saß sie im Wohnzimmer. Ihr war jetzt klar, dass Manfred auch zwei und zwei zusammenzählen konnte und sich an die Kondome erinnerte. Dann nahm sie hektisch ihre Handtasche und kippte sie aus. Tatsächlich, da war die Karte. Jörg Martens, Sicherheit für Haus und Hof, Personenschutz. Fassungslos las sie die Karte mehrmals, dann wählte sie zitternd die angegebene Nummer. Tatsächlich meldete er sich, sie erkannte seine Stimme sofort. Schnell schilderte sie weinend ihre Lage und er versprach, auf der Stelle zu kommen. Zwanzig Minuten später klingelte er bei ihr Sturm. Sie ließ ihn herein. Er sah sie nur an und nahm sie dann wortlos in den Arm. Eine Stunde lang erzählte sie ihm ihr Dilemma und was für ein Arsch Manfred war, dem es nur um Profit und persönlichen Erfolg ging. Sie packte eine Tasche und Jörg nahm sie mit zu sich. Die ganze Nacht lag sie eng an ihn gekuschelt und schlief traumlos. Am Morgen wurde sie mit Kaffee und frischen Brötchen geweckt, es war Samstag und er hatte frei. Nach dem Frühstück schliefen sie miteinander. Es war herrlich und ungemein befriedigend, sie hatte ihren ersten richtigen Orgasmus. Margit konnte nicht mehr verstehen, was sie an Manfred gefunden hatte. Jörg war offen ehrlich und fröhlich, einfach ein positiver Mensch. Am Abend erzählte er ihr, wie er sie verzweifelt gesucht hatte, denn er hatte sich sofort in die verliebt. Dabei sah er sie mit seinen leuchtend blauen Augen liebevoll an und sie schmolz dahin und umarmte ihn stürmisch.
„Morgen fahren wir zu deiner Schwester und warnen sie, auf sie kommt sicher einiges zu, vor allem wenn diese osteuropäischen Typen mitmischen. Das kann richtig gefährlich werden, die Schrecken vor nichts zurück.“
Am nächsten Tag um elf Uhr kamen sie auf dem Berghof an. Sowohl Maria, als auch Lena waren da, Sie waren neugierig auf Jörg, denn Maria hatte sofort gemerkt, dass hier was im Gange war. Auch Monika mit ihrer Freundin Serina waren anwesend und sehr gespannt. Nach der Begrüßung nickte Maria ihrer Schwester zustimmend zu. Der war in Ordnung, ein richtiges Zuckerstückchen. Auch Lena, Monika und Serina waren angetan von Jörg. Margit war selig. Sie lebte unter der liebevollen Zuwendung ihres Jörgs, der sie glücksstrahlend auf Händen trug, zusehends auf. Maria und Lena sahen sich lächelnd an und nickten Monika zu. Endlich hatte die gebeutelte Margit anscheinend doch ihr Glück gefunden. Als sie den dreien erzählten was sich zugetragen hatte waren sie total entsetzt, aber Margits Gesicht bestätigte alles. „Der hiesige Hotelbesitzer Lehrberg, Franz Vater will ein neues Hotel bauen und dazu braucht er unsere Wiesen. Die will er anscheinend um jeden Preis. In der Finanzierung hängen wohl recht brutale Osteuropäer mit drin.“
In den nächsten Wochen spitzt es sich zu. Lehrberg, der Hotelier hatte mit windigen Tricks den Huberhof gekauft, den er wegen der Zufahrt brauchte. Nun sperrte er dem Berghof die Zufahrt, die quer über die Wiese des Huberhofes lief. Das uralte Wegerecht verweigerte er und errichtete eine Sperre. Lena traf sich mit Franz, aber der sagte er könne nichts machen und sie sollten doch einfach verkaufen. Auf Lenas Einwand, der Preis wäre lächerlich, zuckte er nur die Schultern. Heiraten mich, dann gehört dir alles wieder. Zornig drehte sich Lena um und schrie, dass sie vorher ins Kloster ginge. Zwei Tage später hatten sie kein Wasser mehr, die Pumpanlage im Tal lief nicht mehr. Im Berghof brach langsam Panik aus. Nur Monika behielt einen klaren Kopf. „Ich habe auch meine Connections, mal sehen was geht. Diese Schweinerei schreit zum Himmel, da muss man doch was machen können.“ Wütend sauste Monika in ihr Zimmer. Sie hörten sie lautstark telefonieren.
In München versuchte Manfred Margit umzustimmen und fing dann an, sie zu bedrohen. Auch die Osteuropäer meldeten sich mit wilden Drohungen. Was sie nicht wussten, die Gespräche wurden von der informierten Polizei inzwischen aufgezeichnet. Die Schlinge zog sich langsam zu.
In Ludorn, dem Dorf im Tal des Berghofes rieb sich Lehrberg der Hotelier die Hände. Bald würde Maria angekrochen kommen. Er war schon lange scharf auf die schöne Almwirtin, aber sie hatte ihn immer abgewiesen und ausgelacht. Der junge Banker aus München hatte gemeint es wäre nur noch eine Frage der Zeit bis der Berghof zu kaufen sei.
Mitten in seine Gedanken platzte die Polizei. Sie präsentierte eine vorläufige gerichtliche Anordnung, die Wasserversorgung des Berghofes und das Wegerecht sofort wiederherzustellen. Wenn er nicht augenblicklich dafür sorgte, müssten die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erheben. Das ging nur deshalb, weil Alois, der Bezirksstaatsanwalt ein heimlicher Verehrer von Monika war und sich so Chancen bei ihr erhoffte, da Monika sich nicht abgeneigt gezeigt hatte.
Maria, die wohl wusste warum der Hotelier so wütend reagierte, hatte inzwischen einiges heraus gefunden. Schon die Väter hatten sich bekriegt und bei einem Bergwachteinsatz hatte Lehrbergs Vater den Absturz von Marias Vater verschuldet, der dabei schwer verletzt wurde. Er hatte das Sicherungsseil gelöst, was aber vertuscht worden war. Marias Vater hatte bis zu seinem Tod geschwiegen. Lehrberg hatte seit damals Angst, dass sein Vergehen ans Tageslicht kommen würde. Er versuchte, Maria kalt zu stellen, oder aber sie zu heiraten und dadurch still zu bekommen. Maria hatte allerdings später einen der alten Bergwachtmänner zur wahren Aussage überredet, die schriftliche unterschriebene Aussage lag bei ihr in der Kommode und Lehrberg wusste das. Dort Lag auch die Schenkungsurkunde des alten Huberbauern an Marias Mutter. Der Huber hatte Maria den Hof geschenkt, da er keine Verwandten besaß und in jungen Jahren ihr Geliebter gewesen war. Lehrberg hatte geahnt, dass es auch so eine Urkunde gab und hatte versucht, dann alten Hubert später zum Verkauf zu zwingen, was aber nicht gelungen war. Erst die Schwester konnte er mit geschickten Schachzügen zu Hypotheken auf den Hof überredet, hatte sie sogar geschwängert und dann davongejagt, nachdem er ihr den Hof weit unter seinem Wert abkaufte. Er stellte sich sogar noch als ihr Retter hin. Das Ganze funktionierte nur, weil der zuständige Banker, übrigens der Vater von Manfred, ihn gedeckt und mit Informationen versorgte. Der Huberhofkauf brachte dem Banker eine fette Provision und eine Schmiergeldzahlung des alten Lehrbergs ein. Nun legte ein Kollege des Bankers, der unheilbar an Krebs erkrankt war, ein Geständnis ab, in dem er die ganzen üblen Machenschaften aufdeckte, an denen er auch gezwungenermaßen beteiligt gewesen war. Ein übler Sumpf an verdeckten Schiebereien und Betrügereien kam ans Tageslicht und in der Bank rollten Köpfe. Auch Margit gelangte nun über Jörg in den Besitz einer beglaubigten Kopie dieses Geständnisses und eilte, nachdem sie eine weitere Kopie angefertigt hatte, mit Jörg zusammen zu Maria. Am nächsten Tag trafen sie Lehrberg, der grinsend ihre Kapitulation erwartete und präsentierten ihm das Geständnis, aus dem das ganze Ausmaß der Betrügereien hervorging. Wenn das an die Öffentlichkeit kam war er im Bezirk und in der Region erledigt, zumal die Bank ihre Finanzierungszusage sofort zurückgezogen hatte, nachdem mehrere osteuropäische Kapitalgeber verhaftet worden waren. Lehrberg war am Boden zerstört und gab seine Baubestrebungen auf.
Ein weiterer Skandal erschütterte die Gemeinde als herauskam, dass Franz zusammen mit Hubert, dem Sohn des Apothekers, auf die Idee gekommen war, mit KO Tropfen ähnlichen Mitteln junge Hotelurlauberinnen gefügig zu machen und sie zu missbrauchen. Das Ganze hatte vor vier Jahren begonnen. Schnell waren sie auf die Idee gekommen, daraus ein Geschäft zu machen. Das Mittel bewirkten, dass sich die jungen Frauen nur verschwommen, oder gar nicht an das Geschehene erinnern konnten. Für Franz war es kein Problem, zwei abseitsgelegene Zimmer aus der Vermietung heraus zu nehmen und sie vermittelten die wehrlosen Frauen an vorwiegend ältere Hotelgäste, die gut zahlen konnten. Das hatte sich in kurzer Zeit unter der Hand herumgesprochen und das Geschäft florierte ausgezeichnet, bis vor kurzem eine junge Dame, die wohl auf das Mittel nicht reagierte, flüchtete und sofort zu Polizei ging. Eine Blutprobe entlarvte das Medikament und eine Untersuchungswellen überschwappte das Hotel. Franz und Hubert wurden auf frischer Tat mit der Droge ertappt, verhaftet und sofort angeklagt. Lehrberg war endgültig erledigt, das Hotel wurde geschlossen.
Nach mehreren Monaten wurde per Gericht die alte Schenkungsurkunde bestätigt und somit war der Verkauf des Huberhofes ungültig und wurde rückgängig gemacht. Maria und Margit wurden als Erben nun Besitzer des Huberhofes. Lena, die sich inzwischen endgültig in Anton verliebt hatte, würde mit ihm zusammen den Huberhof übernehmen. Da dieser an den Wiesenhof angrenzte entstand nun ein großer, überlebensfähiger Hof, den sie Wiesenhuberhof nannten und so ins Grundbuch eintragen ließen, da Margit und Maria ihrer Analena den alten Huberhof zur anstehenden Hochzeit geschenkt hatten. Die Doppelhochzeit von Anton und der schönen Analena, sowie von Margit und Jörg, war ein rauschendes Fest. Vor allem für Jörg, als er erfuhr, dass er der Vater des erwarteten Kindes war. Lehrbrecht und sein Sohn Franz fehlten, aber niemand vermisste sie. Monika saß die ganze Zeit still in den Armen ihres Staatsanwaltes und beobachtete mit Genugtuung und steigendem Vergnügen das Fest. Sie hatte ganz in der Stille ihren Alois geheiratet. Nur Maria wusste darüber Bescheid und freute sich außerordentlich für sie. Serina hatte ihren Thomas ebenfalls gefunden und kuschelte sich verschämt bei jeder sich bietenden Gelegenheit an ihn.
Die halbe Kinderklinik aus München war eingeladen und auch einige von Jörgs Kollegen und Freunden fehlten nicht, sehr zur Freude der vielen Ärztinnen und Krankenschwestern, denn Margit war sehr beliebt und alle waren gekommen.
Jörgs Chef, ein blendend aussehender 45 jähriger Wittwer war auch eingeladen, da ihn mit dem glücklichen Jörg eine tiefe Freundschaft verband. Als er Maria zum Gruße die Hand reicht, konnte er den Blick nicht mehr von der schönen Sennerin lassen. Auch Maria war sehr beeindruckt und im Laufe des Festes kamen sie sich immer näher. Als die beiden Brautpaare in der Brautnacht verschwanden, verschwanden auch ein drittes und ein viertes Paar heimlich still und leise. Serina hatte endlich zu ihrem Thomas auch Ja gesagt.
Drei Wochen später flatterte eine Hochzeitanzeige, in der Maria ihre Heirat mit Walter, Jörgs Chef bekannt gab, ins Haus der überraschten frisch Vermählten. Die Feier würde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden war im Postskriptum vermerkt.
Ein Weiterer Brief lud die ganze Berghofmannschaft auf Serinas Hochzeit mit ihrem Thomas ein.
Die fünf Schönheiten des Berghofes waren somit alle unter der Haube.

Ende der Geschichte

Details

Seiten
ISBN (ePUB)
9783752125757
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (Dezember)
Schlagworte
Urban Fantasy Unterhaltung Abenteuer Fantasy Familiensaga Beziehung Spannung Familie Liebe Erotik Science Fiction Liebesroman Roman

Autor

  • Martin Amadeus Weber (Autor:in)

Mein Name ist T. M. Weber Ich wurde am 15.06.1952 in Stuttgart geboren. 35 Jahre lang war ich an einer Stuttgarter Schule als Lehrer tätig. Seit Sommer 2017 bin ich im Ruhestand. Seit 2001 bin ich geschieden und seit 2006 mit meiner jetzigen Frau Christine verheiratet. Aus erster Ehe habe ich einen Sohn geb. November 1981, eine Tochter, geb. Juni 1983, und inzwischen 4 Enkelkinder. Mein Pseudonym unter dem ich veröffentliche ist Martin Amadeus Weber. T. M. Weber
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Titel: Himmelslicht